Schlittenhunderennen Inzell | Aus Licht gezaubert

Schlittenhunderennen Inzell

Anfang Februar 2012 bin ich zusammen mit ein paar Leuten unserer Fotogruppe Fotografie Südbayern zum Schlittenhunderennen nach Inzell gefahren. Da ich schon immer mal das Nikon 70-200/2.8 VRII ausprobieren wollte, habe ich mir das Objektiv und einen zweifach Telekonverter bei Calumet München für das Rennen ausgeliehen. Das Nikon 70-200/2.8 wiegt mit etwa 1.5 kg etwa doppelt soviel wie mein 70-300 VR, aber ich habe das Gewicht nicht als unangenehm empfunden und hatte keine Probleme, die Kamera mit dem Objektiv den ganzen Tag um den Hals zu tragen.

Es war ein extrem kalter Tag mit -20 Grad und eisigem Wind. Mit Skihose über der Jeans, mehreren Jacken und dicken Handschuhen konnte man es aber durchaus aushalten und der Schnee war wenigstens so kalt, daß er nicht schmolz wenn man sich hingelegt hat und man nicht naß wurde. Ich bin schon eine Stunde vor dem eigentlichen Rennen in Inzell angekommen, um noch durch das Lager zu laufen und Porträts von den Huskies zu fotografieren. Huskies sind wirklich schöne Tiere!

Beim Rennen gingen 90 Gespanne an den Start, neben Siberian Huskies auch Grönlandhunde und Samojeden. Bis dahin hatte ich eigentlich nur Landschaften fotografiert und mußte feststellen, daß es gar nicht so leicht ist, Hunde die auf einen zustürmen zu fotografieren. In der Landschaftsfotografie verwende ich oft ein Stativ, man kann sich Zeit nehmen, den passenden Ausschnitt zu wählen, zu fokusieren, dann alles noch mal zu kontrollieren und schließlich das Bild machen. Danach kann man sich das Bild auf dem Monitor der Kamera anschauen und wenn etwas nicht paßt macht man einfach noch ein Bild. Die Schlittenhunde habe ich mit kontinuirlichem Autofokus und der Serienbildfunktion der Kamera aufgenommen. So hab ich natürlich vor allem am Anfang viel Ausschuß produziert, aber es kamen auch einige sehr schöne Bilder dabei raus.

Gegen Mittag wurde es den meisten aus der Fotogruppe dann aber zu kalt und die sind in einer nahegelegenen Wirtschaft zum Essen gegangen. Mir hat das Schlittenhunde fotografieren so viel Spaß gemacht, daß ich mir nur eine Leberkas-Semmel geholt habe und sofort weiterfotografiert habe. Ich bin bis zum Ende des Rennens, als es schon langsam dunkel wurde, geblieben und hab insgesamt mehr als 1000 Fotos gemacht, die dann natürlich daheim erstmal sortiert und bearbeitet werden mußten. Der Ausflug nach Inzell hat mir wirklich Spaß gemacht, die Bedingungen waren eigentlich perfekt zum fotografieren, es war leicht bewölkt und dadurch waren die Kontraste nicht zu groß, war aber trotzdem hell genug, um kurze Verschlußzeiten zu ermöglichen, ohne den ISO-Wert der Kamera hochzudrehen. Mir persönlich hat das sehr kalte, aber trockene Wetter nicht soviel ausgemacht. Mit entsprechender Kleidung eigentlich kein Problem. Mit dem Nikon 70-200/2.8 VRII fotografieren hat richtig Spaß gemacht und die Bilder vom Hundeschlittenrennen in Inzell gefallen mir immer noch sehr gut und gehören zu meinen Lieblingsbildern.

gr