Photokina und Köln am Abend | Aus Licht gezaubert

Photokina und Köln am Abend

Dieses Jahr wollte ich unbedingt zur Photokina, der weltweit bedeutensten Fotomesse. Die Photokina findet alle zwei Jahre in Köln statt. Auf der Photokina stellen rund 1600 Anbieter aus 50 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen aus. Außerdem gibt es viele Vorträge und Workshops. Ich bin am Donnerstag mit dem ICE nach Köln gefahren, die Fahrt dauert von München aus etwa viereinhalb Stunden, am Freitag habe ich die Photokina besucht und am Sonntag Nachmittag bin ich wieder zurückgefahren. Es gibt spezielle Messetickets der Deutschen Bahn, für die Fahrt von München nach Köln und zurück mit dem ICE habe ich knapp unter 100 Euro bezahlt. Die Hotels in Köln sind während der Messen leider ziemlich teuer, das günstigste Hotel, daß ich gefunden habe, hat etwa 80 Euro pro Nacht gekostet. Ich habe das Hotel allerdings erst etwas einen Monat vor der Messe gebucht, wahrscheinlich findet man auch günstigere Hotels, wenn man eher bucht.

Am Donnerstag Abend bin ich aufs Köln Triangle, ein Hochhaus in der Nähe der Hohenzollernbrücke auf der dem Dom gegenüberliegenden Rheinseite. Von der Aussichtsplattform auf dem Köln Triangle hat man einen wunderbaren Blick auf den Dom und die Hohenzollernbrücke. Besonders am Abend kann man von der Aussichtsplattform wunderbare Fotos vom Dom machen, ein Stativ sollte man aber dabei haben.

Am Freitag habe ich dann die Photokina besucht, wo ich mich mit zwei Freunden aus unserer Fotogruppe Fotografie Südbayern getroffen habe. Die großen Kamerahersteller waren alle auf der Photokina vertreten. Canon und Nikon haben günstige Vollformat-Kameras vorgestellt. Da ich eine Nikon-Kamera und dazu passende Objektive habe, hat mich vor allem die Nikon D600 interessiert. Die Nikon D600 ähnelt der D7000, hat aber im Gegensatz zur D7000 einen Vollformat-Sensor. Mir persönlich gefällt das relativ kleine Gehäuse, da ich gerne auf Reisen oder in den Bergen fotografiere. Zusammen mit dem 24-120 ist die Kamera aber doch deutlich schwerer als meine D90 mit dem 16-85. Allerdings hat man mit dem 24-120/4 in etwa die Freistellmöglichkeiten eines 2.8 Zooms an einem DX Sensor, was man mit dem 16-85 natürlich nicht hat.

Am Tamron Stand konnte man das neue Tamron 70-200/2.8 VC ausprobieren, außerdem das neue Tamrom 90/2.8 VC Macro, das jetzt einen Stabilisator und einen Ultraschall-Motor hat. Beide Objektive haben mir sehr gut gefallen. Am Sigma-Stand habe ich das 85/1.4 ausprobiert. Die auf der Photokina angekündigten Objektive 35/1.4, 17-70/2.8-4 und 120-300/2.8 konnte man sich leider nur in einer Vitrine anschauen.

Mein persönliches Highlight auf der Photokina war der Vortrag von Norbert Rosing zum Theme Naturfotografie.

Am Samstag habe ich mir dann Köln angesehen. Ich habe zuerst das Römisch-Germanische Museum besucht. In den Museum erfährt man viel über die Geschichte Kölns zur Zeit der Römer und Germanen, mir hat vor allem die interaktive Karte von Köln mit der man sich die alten römischen Gebäude und was heute an deren Stelle steht, gefallen. Danach bin ich ins Schokoladenmuseum, daß ich auch sehr interessant fand. Man erfährt viel über die Kakoa-Planzen, deren Herkunft und die Enstehungsgeschichte der Schokolade. Und man kann sich dann noch seine eigene, individuelle Schokolade zusammenstellen. Für Liebhaber von Schokolade ist das Museum auf jeden Fall ein muß. Am Abend war ich dann wieder fotografieren und habe versucht, ein Panorama von Köln aufzunehmen:

Am Sonntag habe ich noch das Museum Ludwig besucht. Sehr gut hat mir die Sammlung Haubrich gefallen. Josef Haubrich war ein Kölner Kunstsammler und Jurist, der während des Nationalsozialismus expressionistische Kunstwerke bewahrt hat und sie später der Stadt Köln geschenkt hat.

Der Besuch der Photokina hat sich gelohnt und Köln hat mir sehr gut gefallen. Die Spaziergänge am Rhein haben Spaß gemacht, Köln hat einige interessante Museum und die Stadt eignet sich gut zum Fotografieren am Abend.

form wu