Ausflug zur Wilhelma | Aus Licht gezaubert

Ausflug zur Wilhelma

Am schönsten ist es natürlich, Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren. Wer selbst schon mal die Robben auf Helgoland fotografiert hat oder Steinböcke oder Murmeltiere bei einer Bergwanderung gesehen hat, weiß was ich meine. Ein Tier in freier Natur zu beobachten und das Erlebnis fotografisch festzuhalten ist schon etwas besonderes.

Zoos und Wildparks sehe ich mit einem lachendem und einem weinenden Auge: man kann dort viele Tiere beobachten und fotografieren, die es in Deutschland nicht gibt oder die man in freier Natur nur schwer findet. Man kommt oft auch deutlich näher an die Tiere heran und man hat viele verschiedene Tiere auf einem Fleck, so daß man als Fotograf fast immer ein paar guten Fotos wieder heimgeht. Andererseits sind die Tiere nicht in ihrem natürlichen Lebensraum, sie sind eingesperrt und oft machen es Käfige, Gitter und Gebäude schwer, gute Fotos zu machen. Aber viele Tiere haben es vermutlich im Zoo auch besser als in der freien Natur, denn sie werden regelmäßig gefüttert und müssen keine Angst vor Freßfeinden haben.

Trotzdem finde ich, das die positiven Aspekte von Zoos und Wildparks überwiegen und ich bin immer wieder gerne im Zoo. Anfang Februar bin ich mit Uli zum Stuttgarter Zoo, der Wilhelma, gefahren. Ich war noch nie dort, hab aber schon von einigen Leuten gehört daß die Wilhelma sehr schön sein soll und gut zum fotografieren geeignet sein soll. Nach gut zwei Stunden Fahrt sind wir gegen kurz nach zehn Uhr bei der Wilhelma angekommen. Trotz der relativ frühen Uhrzeit war das Parkhaus schon gut gefüllt, aber wir haben noch problemlos einen Platz bekommen. Es bietet sich an, die Eintrittskarten am Automaten zu kaufen, so spart man sich das Anstellen an der Kasse.

Gleich nach dem Eingang gab es einige Reiher. Ich hatte zum ersten mal den Sigma 2x TK für mein Sigma 120-300 dabei und konnte ihn bei den Reihern gleich mal ausprobieren. Ich habe nicht erwartet, daß die Bildqualität allzu gut ist. Da wurde ich daheim zum Glück eines besseren belehrt. Natürlich fällt die Bildqualität gegenüber dem 1.4x Konverter, den ich auch habe, etwas ab, aber 600/5.6 sind schon nett. Hier mal einen Crop des Reiherbildes unten, das mit 600 mm bei f/8 aufgenommen wurde:

wilhelma-3051-2Ich denke das kann sich schon durchaus sehen lassen, vor allem wenn man bedenkt daß man an einer Crop-Kamera mit dem Sigma 120-300 und dem Sigma 2x Konverter bei einer Brennweite ist, die 900 mm an einer Vollformat-Kamera entspricht und daß das Foto ohne Stativ gemacht wurde. Das Bild ist auch nicht nachgeschärft, nur mit den Lightroom-Standardeinstellungen importiert und bearbeitet.

Wirklich gut haben mir auch die Pelikane gefallen, die man wirklich toll fotografieren konnte. Danach haben wir eine Weile den Seelöwen beim Spielen zugeschaut und versucht, sie zu fotografieren. Leider ist das alles andere als leicht da durch das herumspritzende Wasser der Autofokus oft nicht auf das Auge des Tieres fotografiert. Nachdem wir die Basstölpel besucht haben sind wir weiter zum Tiger, der aber leider die ganze Zeit im Schatten vor dem Haus herumgelaufen ist. Nach einem Abstecher zu dem Affen ging es zu einem weiteren Höhepunkt, dem Eisbär. Die meiste Zeit ist er vor einer ziemlich unfotogenen Wand herumgelaufen, aber dann hat er sich noch kurz vor einem Fels aufgerichtet und ich konnte ein paar gute Fotos machen.

Zu guter Letzt sind wir noch zu den Reptilien. Fotografisch am interesantesten fand ich das Chameleon das uns auch noch den Gefallen getan hat, auf einen kleinen Busch zu steigen.

Die Wilhelma ist ein wirklich schöner Zoo, der sich recht gut zum Fotografieren eignet weil man die Tiere oft mit schönem Hintergrund fotografieren kann.  Ich kann den Zoo allen die gerne Tiere fotografieren wirklich empfehlen. So, zum Schluß natürlich noch das wichtigste, die Bilder von der Wilhelma (Ulis Bilder gibt es hier):