Basstölpel im Nebel

Als wir auf Helgoland ankamen schien die Sonne und wir sind erstmal auf die Düne um dort Robben zu fotografieren. Am nächsten Morgen wollten wir dann Basstölpel im Morgenlicht fotografieren. Als wir dann am Morgen aus dem Fenster gesehen haben, trauten wir unseren Augen nicht: dicher Nebel. Na gut, Helgoland ist schließlich eine Insel und es weht immer Wind und der wird den Nebel schon wegblasen. Also haben wir schnell gefrühstückt, unser Fotozeug zusammengepackt und sind zu den Klippen gelaufen. Da war es sogar noch nebliger. Das 50 Meter unterhalb der Klippen liegende Meer konnte man gar nicht sehen, selbst die in einigen Metern Abstand brütenden Basstölpel konnte man nur schemenhaft erkennen.

Wäre das nicht unser erster Urlaubstag gewesen hätten wir vermutlich aus dem Fenster geschaut und dann weitergeschlafen. So haben wir dann doch jede Menge Bilder gemacht. Die Durchsicht zuhause war allerdings ernüchternd. Die meisten Bilder waren einfach für die Tonne. Einige Bilder sahen dann aber doch recht brauchbar aus. Ich wollte schon immer mal ein High-Key Bild machen und das hat sich hervorragend dafür geeignet:

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Der Nebel hat den Vorteil daß er für einen schönen, ruhigen Hintergrund sorgt:

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Aufgelöst hat sich der Nebel den ganzen Tag nicht, aber er lichtete sich doch ein wenig, was einen schönen, ruhigen, blaunen Hintergrund ergab:

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Es ist faszinierend, den Basstölpeln beim “schnabeln” zuzuschauen: landet der zweite Partner auf dem Nest, recken beide Basstölpel ihre Schnäbel in die Höhe und reiben die Schnäbel aneinander.

Wenn andere Artgenossen ihrem Nest zu Nahe kommen können Basstölpel aber auch agressiv reagieren:

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Auch der Geschlechtsakt wirkt recht aggressiv: das Männchen steigt auf das Weibchen und packt es am Hals. Vermutlich muß das Männchen aber das Weibchen am Hals packen um nicht herunterzufallen und wir haben auch keine Weibchen gesehen, die sich zur Wehr gesetzt haben.

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Zugegeben, man kann auch bei Nebel schöne Bilder machen. Aber bei Sonne macht das Fotografieren einfach mehr Spaß und wir hätten auf die zwei Nebeltage gut verzichten können.