Wolfcenter Dörverden

Auf dem Weg nach Helgoland haben wir zwei Tage in der Nähe von Walsrode im Aller-Weser Gebiet verbracht. Am ersten Tag haben wir uns den Weltvogelpark Walsrode angesehen, am zweiten Tag gings dann zum Wolfcenter Dörverden.

Ziel des Wolfcenter ist es, den Besuchern Wissen über Wölfe zu vermitteln und ihnen aufzuzeigen daß es möglich ist in Deutschland mit frei leben Wölfen zusammen zu leben. Das Wolfcenter hat drei Gehege: ein Gehege mit handaufgezogenen europäischen Grauwölfen, ein Gehege mit nicht handaufgezogenen europäischen Grauwölfen und ein Gehege mit tschechoslowakischee Wolfhunden. Es gibt mehrmals täglich Führungen mit Vorträgen und Rundgang. Zweimal täglich werden die Wölfe gefüttert, was natürlich aus Photographen-Sicht besonders interessant ist.

Leider hatten wir im Gegensatz zum Vortag mit dem Wetter weniger Glück: es war bewölkt und am Abend hats dann auch ziemlich geschüttet. Wir sind aber natürlich trotzdem zum Wolfcenter. Bevor wir die Führung mitgemacht haben, haben wir uns erstmal die Gehege angesehen und ein Fotos gemacht. Was aus fotografischer Sicht gut ist, ist daß man relativ nah an die Wölfe herankommt und die Gehege relativ hell sind. Was nicht so schön ist sind die relativ dicken Gitter, die man meistens in den Bildern sieht. Man braucht schon ein lichtstarkes Tele um dort vernünftige Bilder machen zu können.

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Es gibt im Wolfcenter aber nicht nur Wölfe, sondern auch eine Schaafherde mit Herdenschutzhund:

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Die Führung ist sehr interessant und ich habe viel über die Lebensweise und das Verhalten von Wölfen gelernt. Ich habe zwar schon öfter gehört daß von Wölfen in freier Wildbahn keine Gefahr ausgeht, aber ich war da doch immer eher skeptisch. Der Grund dafür ist daß einer unserer Nachbarn in meiner Kindheit einen Schäferhund hatte, der jedesmal wenn man an dem Haus vorbeigelaufen ist, mit vollem Anlauf gegen den zwei Meter hohen Zaun gesprungen ist und wie verrückt gebellt hat. Als Kind hat mir das jedesmal einen gehörgen Schreck eingejagt und ich hab mich natürlich gefagt was passiert, wenn der mal über den Zaun kommt. Angeblich hat der Hund es auch irgendwann mal geschafft und eine alte Frau tot gebissen, ich bin mir allerdings nicht sicher ob die Geschichte wirklich stimmt.

Ich habe sicher keine panische Angst vor Hunden, mir ist klar daß solche Hunde die Ausnahme sind und daß die Schuld am Verhalten des Hundes wahrscheinlich der Halter trägt. Aber irgendwie hatte ich halt doch immer diesen wildgeworden Schäfterhund im Hinterkopf wenn ich gehört habe, frei lebende Wölfe wären für den Menschen nicht gefährlich. Und in Zoos und Wildparks halten sich ja normalerweise keine Menschen im Gehege auf.

Daher war es für mich schon sehr interessant zu sehen wie die Tierpflegerin, die die Führung gemacht hat, zu den Wölfen ins Gehege ging, und zwar sowohl zu den handaufgezogenen und den nicht-handaufgezogenen. Zu hören das Wölfe Menschen nichts tun und jemanden mitten unter Wölfen im Wolfsgehege zu sehen ist doch etwas anderes.

Am Abend bei der zweiten Fütterung hats dann leider ziemlich geschüttet und es war zu dunkel um noch Photos zu machen. Der Besuch im Wolfcenter hat sich für mich wirklich gelohnt da ich vieles über Wölfe gelernt habe, was ich noch nicht wußte und ich kann jedem der mal in die Gegend kommt nur empfehlen dort auch einen Tag zu verbringen. Hier mal eine kleine Auswahl von Bildern aus dem Wolfcenter Dörverden:

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