Von Griesen zum Plansee

Mein alter Polo war mir immer ein Treuer Begleiter. Als ich vor ein paar Jahren doch einiges Geld in Reparaturen stecken mußte habe ich überlegt, mir doch langsam mal ein neues Auto zu kaufen. Aber zu der Zeit hatte ich das Geld für ein neues Auto einfach nicht also fuhr ich den Polo weiter und hatte Glück: es waren keine großen Reparaturen mehr nötig und der Polo kam jedesmal problemlos durch den TÜV. Aber nach 14 Jahren und fast 220.000 Kilometern entschied ich schließlich daß es jetzt wirklich Zeit für ein neues Auto wurde. Nach langem hin. und her habe ich mich für einen Skoda Rapid Spaceback entschieden, der ungefähr so groß wie ein Golf ist, aber einen etwas größeren Kofferraum hat. Ich hätte gerne einen gebrauchten gekauft, aber ich wollte ein Auto mit Anhängerkupplung und die waren gebraucht praktisch nicht zu bekommen. Also fuhr ich zu ein paar Autohändlern um mal zu schauen was sie für Angebote haben. Gekauft habe ich das Auto schließlich bei PIA Automobile in München, da man mir dort ein recht gutes Angebot gemacht hatte und ich dann einfach spontan zugeschlagen habe. Die Anhängerkupplung wollte ich, um einfach einen Radträger montieren zu können. Ich habe mir einen Thule VeloCompact 924 gekauft, der mit knapp unter 15 kg recht leicht ist (die Anhängerkupplung des Rapid Spaceback hat nur 50 kg Traglast). Bis jetzt bin ich mit dem Träger sehr zufrieden und kann ihn nur weiterempfehlen.

Die Anhängerkupplung und der Radträger sind schnell montiert, und das Rad auf dem Träger befestigen ist kein Problem:

spaceback-1156-3Als Ziel für meine erste Radtour habe ich mir eine Tour von Griesen (in der Nähe von Grainau bei Garmisch-Partenkirchen) zum Plansee und weiter nach Ehrwald ausgesucht. Da ich noch nie mit einem Radträger auf der Anhängerkupplung gefahren bin, wollte ich erstmal nicht allzu schnell fahren und bin auf der Autobahn meistens so mit 110 km/h dahingefahren. Der Durchschnittsverbrauch mit Träger lag bei 6.0 Liter auf 100 km:

griesen-0764-2Kein schlechter Wert (vermutlich weniger als wenn ich ohne Radträger gefahren wäre, da ich dann doch etwas schneller fahre).

Die Tour beginnt am Ortsende von Griesen. Dort befindet ich direkt hinter der Brücke ein kleiner Parkplatz. Zuerst geht es entlang der malerischen Neidernach Richtung Plansee.

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griesen-0803-2Nach ein paar Kilometern überquert man dann die Neidernach und ist in Österreich. Dieser kleine Zufluß der Neidernach hat mir besonders gefallen:

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Jetzt gehts über ein paar Kehren aufwärts und bald erreicht man den Plansee:

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Am Plansee gibt es zwei Wege: entlang des Südufers verläuft ein wunderschöner, aber für Radfahrer gesperrter Weg. Entlang des Nordufers folgt man der Straße bis zum Hotel Seespitze. Wegen des schlechten Wetters war recht wenig los und es war kein Problem auf der Straße zu fahren. Oberhalb der Straße gibt es einen Wanderweg, der aber ebenfalls für Radfahrer gesperrt ist.

Beim Hotel führt eine kleine Brücke über die Engstelle des Sees. Nach der Brücke biegt man links ab und folgt dem Weg, der nach ein paar hundert Metern in einen wunderschönen Trail entlang des Heiterwanger Sees übergeht, den man auch als Radfahrer benutzen darf. Hier sollte man auf jeden Fall ein geländegängiges Rad haben, da man doch über einige Wurzeln fahren muß.

Direkt am Ufer des Heiterwanger Sees stand dann noch recht fotogen eine Kuh:

griesen-0940-3Von Heiterwang geht es dann über den Zugspitzpanoramaweg weiter Richtung Lermoos und Ehrwald. Von dem Weg hat man einen fantastischen Blick auf die Mieminger Kette und die Zugspitze. Nur das Wetter spielte nicht ganz mit:

griesen-panorama2-2Das hinter den Wolken ist die Zugspitze, falls sie jemand nicht erkennt. Nachdem es den ganzen Tag bedeckt war riß es jetzt aber auf und das Wetter wurde von Minute zu Minute besser und ich konnte noch dieses schöne Panorama von Ehrwald und der Mieminger Ketter fotografieren:

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Jetzt begann der gemütliche Teil der Tour: von Ehrwald aus ging es parallel zur Bundesstraße nach Garmisch-Partenkirchen zurück nach Griesen wo mein Auto stand. Es ging nur noch bergab und man konnte es richtig schön laufen lassen. Kurz hinter Ehrwald lam ich noch am Häselgörb-Wasserfall vorbei, der sich links neben der Straße befindet, und vom Wadweg aus nicht zu übersehen ist:

griesen-1041-2 griesen-1049-2Als ich dann zum Auto zurückkam erwartete mich noch ein kleiner Schock: mein altes Auto hatte sich in all den Jahren immer benommen. Das konnte man von meinem neuen nicht behaupte. Kaum läßt man es mal einen Nachmittag alleine stehen paart es sich:

griesen-1113-3Die Radtour ist landschaftlich wirklich wunderschön und mit knapp 50 km länge und etwa 500 Höhenmetern (die Variante die ich gefahren bin) auch nicht allzu anspruchsvoll. Gerade der Blick am Abend auf Zugspitze und Mieminger Ketter ist wunderschön.