Hinteres Tajatörl

Ende August bin ich frühmorgens nach Ehrwald gefahren, um zum Hinteren Tajatörl zu laufen. Ich kam noch vor Sonnenaufgang am Parkplatz der Ehrwalder Almbahn an. Von dort gings dann über den Hohen Gang, einen leichten Klettersteig, zum Seebensee. Den Sonnenaufgang habe ich leider nur im Wald erlebt. Kurz unterhalb des Hohen Gang steig hatte ich dann einen wunderbaren Blick auf das verschlafene Ehrwald:

tajatoerl-1963-2Nach etwa zwei Stunden  kam ich dann am am spiegelglatten Seebensee an:

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Nach einer kurzen Photopause gings weiter zur Coburger Hütte, die man vom Seebensee aus in etwa einer dreiviertel Stunde erreicht. Von der Hütte hat man einen wunderbaren Blick auf den Seebensee und die Zugspitze:

tajatoerl-2172-2Etwas oberhalb der Coburger Hütte weideten einige Schafe, die ich natürlich fotografieren mußte:

tajatoerl-2204-2Nach einer kurzen Pause gibts weiter Richtung Tajatörl. Zuerst steigt man von der Coburger Hütte etwas Richtung Drachensee ab und umrundet diesen, um dann steil aufzusteigen. Ich bin noch schnell zum Drachensee abgestiegen, um Fotos zu machen:

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Der markante Berg ist die Ehrwalder Sonnenspitze. Immer weiter geht es hinauf durch eine bizarre Felslandschaft:

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#Die Felslandschaft wurde immer wilder, je höher ich kam und ich fragte mich, wie hoch ich da noch kommen würde. Aber der Weg blieb relativ unschwierig. Der Drachensee lag jetzt schon weit unter mir und man sah noch einen zweiten, kleineren See, den ich von unten gar nicht gesehen habe:

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tajatoerl-panorama7-2Eigentlich hatte ich geplant, noch auf den hinteren Tajakopf zu gehen. Aber kurz unterhalb des Gipfels wurde mir das Gelände zu ausgesetzt und ich bin wieder abgestiegen und zum Hinteren Tajatörl weitergelaufen. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Zugspitze und das Wetterstein-Gebirge:

tajatoerl-2430-2Eigentlich hatte ich geplant, wieder zur Coburger Hütte abzusteigen und dort erstmal ausgiebig zu Essen. Ich hatte bei der Planung der Tour gar nicht gesehen, daß man vom Tajatörl auch in die andere Richtung absteigen kann. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigte, daß der Weg wieder zurück zur Ehrwalder Alm führt. Nach kurzem Grübeln entschied ich dann, den Besuch bei der Coburger Hütte sein zu lassen und über den anderen Weg abzusteigen. Die Neugierde war dann doch größer als der Hunger.

Es ging zuerst eine Kiesreiße hinunter. Das Geröll war allerdings zu groß um wirklich darauf hinunterrutschen zu können:

tajatoerl-2427-2Immer mit Blick auf das Wetterstein-Gebirge und die Zugspitze geht es weiter hinab. Diesen kleinen See nutzte ich dann nochmal für eine kurze Pause:

tajatoerl-panorama9-2Eigentlich hatte ich geplant, über den Immensteig wieder zum Parkplatz der Ehrwalder Almbahn abzusteigen. Aber als ich dann den Weg der vom Seebensee relativ eben zur Bergstation der Ehrwalder Almbahn führt, erreichte, entschied ich mich mir den Rest des Abstieges zu ersparen und bin zur Bahn gelaufen.

Für mich ist das Hintere Tajatörl auch ohne Gipfelbesteigung eine der landschaftlich schönsten Touren die ich bis jetzt gemacht habe. Die beeindruckende Felskulisse oberhalb der Coburger Hütte sucht wirklich seinesgleichen. Die Tour ist nicht besonders schwierig, nur der Hohe Gang steig ist etwas ausgesetzt und mit Seilen versichert. Den kann Hohen Gang kann man aber auch weglassen und einfach mit der Ehrwalder Almbahn hochfahren. Der Weg von der Bergstation der Ehrwalder Almbahn zum Seebensee ist aber eher langweilig.