Coburger Hütte und Eibsee

Letztes Jahr bin ich von Ehrwald zum Hinteren Tajatörl: eine wirklich traumhafte Tour in einer atemberaubenden Landschaft! Diesmal wollte ich den Seebensee und die Zugspitze im Abendlicht fotografieren, und bin deswegen erst Mittag in Gilching los. Um den Abstieg (zeitlich) abzukürzen habe ich das Mountainbike mitgenommen. Da man in der Ehrwalder Almbahn Fahrräder mitnehmen kann, habe ich mich für die gemütliche Variante entschieden und bin mit der Bahn raufgefahren. Von der Bergstation der Ehrwalder Almbahn gehts relativ eben zum Seebensee. Zu Fuß find ich den Weg ziemlich langweilig, aber mit dem Radl ist man recht schnell am Seebensee. Dort habe ich dann erstmal ein paar Fotos gemacht:

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coburger-huette-7094-2Das Mountainbike habe ich dann am Seebensee stehen lassen und bin weiter zur Coburger Hütte. Der Blick vom Weg aus ist wirklich beeindruckend:

coburger-huette-7106-2Eigentlich wollte ich an der Coburger Hütte erstmal was essen und trinken, da ich keinen Proviant dabei hatte, um möglichst leicht radeln zu können. Leider war die Hütte knallvoll und an der Essensausgabe war eine recht lange Schlange. Da der Himmel allmählich zuzog entschied ich mich, noch etwas weiterzugehen und später zu essen. Direkt unterhalb der Coburger Hütte liegt der wunderschöne Drachensee:

coburger-huette-panorama4-2Ich bin dann noch ein Stück weiter Richtung Vorderer Drachenkopf. Für eine Gipfelbesteigung war es schon zu spät. Das Panorama ist von etwa dreihundert Höhenmeter unterhalb des Vorderen Drachenkopfes aus aufgenommen:

coburger-huette-panorama6-3Da der Himmel immer mehr zuzog bin ich zurück zur Coburger Hütte. Die Gipfel rund um die Hütte hingen schon in den Wolken:

coburger-huette-panorama7-2Eigentlich wollte ich noch gemütlich auf der Coburger Hütte essen und trinken, aber als ich dort ankam, war noch immer eine lange Schlange an der Essensausgabe. Ich entschied mich dann, erstmal weiter abzusteigen und entweder bei der Ehrwalder Alm oder im Tal Rast zu machen. Viel war von der Zugspitze nicht mehr zu sehen, und auch die Ehrwalder Sonnenspitze, die ich ein paar Minuten zuvor noch fotografiert hatte, hing jetzt in den Wolken:

coburger-huette-7255-2Vom Seebensee aus gings dann mit dem Radl zur Ehrwalder Alm. Dort gabs aber nichts mehr zu Essen, was eigentlich auch kein Wunder war, da die Bahn schon seit zwei Stunden nicht mehr fuhr. Auf halben Weg ins Tal fand ich dann aber noch eine Alm, die noch offen hatte und konnte zumindest noch eine Suppe essen und etwas trinken. In der Zwischenzeit hatten sich die Wolken wieder aufgelöst und ich saß in der schönen Abendsonne und genoß den Blick auf die Berge:

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Als ich dann beim Auto ankam, begann die Zugspitze richtig im Abendlicht zu glühen und ich ärgerte mich doch ein wenig, daß ich nicht eher runter bin. Eigentlich hatte ich vor, auf dem Weg nach Hause noch am Eibsee vorbeizuschauen und dort den Sonnenuntergang zu fotografieren. Dafür wars jetzt aber zu spät.

Am nächsten Tag hat es aber mit dem Eibsee doch noch geklappt. Ich war mit Uli erstmal beim Eizenberger Weiher beim Baden. Am Abend sind wir dann noch zum Eibsee gefahren, in der Hoffnung, einen schönen Sonnenuntergang fotografieren zu können. Auf der Fahrt dorthin waren wir doch etwas schockiert, wieviele Autos uns entgegenkamen. Am Nachmittag ging es am Eibsee vermutlich zu wie in der Vorweihnachtszeit in der Münchner Fußgängerzone. Das Wetter schien uns erstmal einen Strich durch die Rechnung zu machen. Gegen Abend zog der Himmel zu:

eibsee-7385-2Diesmal schienen die Wolken am Abend nicht zu verschwinden und vor allem war der Horizont dicht, so daß es nicht nach einem schönen Sonnenuntergang mit Alpenglühen aussah. Als wir dann aber an der Stelle waren, wo ich seit langem ein Foto mit angeleuchteter Zugspitze machen wollte, kam die Sonne nochmal kurz raus:

eibsee-7417-2Uli war schon weitergegangen, weil sie von einer anderen Stelle fotografieren wollte. Nach ein paar Minuten verschwand die Sonne wieder und ich packte meine Sachen zusammen und ging auch weiter. Der Weg führte etwas vom Ufer weg durch den Wald. Als ich nach zwei Minuten wieder freien Blick auf die Zugspitze hatte, leuchtete sie knallrot. Ich war hin- und hergerissen weiter zu Uli zu laufen, und noch Fotos von einer anderen Stelle zu machen oder zurückzulaufen, und nochmal Fotos von der gleichen Stelle zu machen. Da ich nicht wußte, wo Uli genau war und wie weit es dorthin war, entschied ich mich schließlich, zurückzulaufen. Hektisch baute ich mein Stativ auf:

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eibsee-7466-4Der Ausflug zum Eibsee hat sich wirklich gelohnt, ein so geniales Alpenglühen konnte ich zum ersten Mal fotografieren. Und die Blechlawine war am Abend auch verschwunden und wir kamen ohne Stau nach Hause.