Pragser Hochalm

Nach zwei Schlechtwetter-Tagen wurde das Wetter zum Glück besser. Ich hatte mir vor dem Urlaub eine lange Liste mit Touren zusammengestellt und alles minutiös durchgeplant. Der halbe Urlaub war um und ich hatte noch keine der Touren auf meiner Liste gemacht. Mir blieb nur noch ein voller Tag und eine Halbtagestour bevor ich am Nachmittag heimfahren mußte. Ich wollte eigentlich unbedingt vom Fischlaintal zur Drei-Zinnen-Hütte laufen, vielleicht der Wanderklassiker in den Dolomiten. Aber mit dem Auto zum Rifugio Auronzo zu fahren und rund um die Drei Zinnen zu laufen bot sich für den Abfahrtstag an. Also entschied ich mich für eine Rundtour um die Pragser Hochalm.

Die Tour ist sicher kein Geheimtipp, sie ist in jedem Wanderklassiker in den Dolomiten Buch zu finden. Aber verglichen mit manch anderen Touren geht es doch, abgesehen von dem kurzen Stück am Pragser Wildsee, recht ruhig und beschaulich zu.

Ausgangspunkt der Tour ist der große Parkplatz am Pragser Wildsee. Auf dem Weg dorthin kommt man an dieser schönen Kapelle in San Vito vorbei:

Im Hintergrund sieht man schon die steilen Felswände des Seekofels. Einen kurzen Fotostopp am Pragser Wildsee mußte ich doch noch einlegen:

Im Bergwald geht es dann erstmal steil nach oben, bis man zur Kaserhütte kommt und sich der Wald allmählich lichtet. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Blick zurück ins Tal:

Ein kleines Stück vom Pragser Wildsee kann man noch sehen:

Schließlich erreicht man die eigentliche Holchalm, die durch eine lange Viehmauer, die von Hirten in mühevoller Handarbeit errichtet wurde, begrenzt wird. Von hier hat man einen beeindruckenden Blick auf das Hochpustertal, die Sextener Dolomiten und die Pragser Dolomiten.

Hier lag Anfang Oktober auch schon der erste Schnee:

Der Weg führt jetzt über die nahezu horizontale Ebene, nimmt aber einiges an Zeit in Anspruch, da man immer wieder Gräben und Einbuchtungen ausgehen muß. Schließlich überschreitet man den Flatschkofel-Südrücken. Von hier aus kann man noch zum Hochalmsee laufen. Ich fand die Tour aber auch so lang genug und habe mir den Abstecher gespart.

Schließlich erreicht man die bewirtschaftete Hochalm:

Die kleine, alleinstehende Hütte hat es mir wirklich angetan:

Für mich das schönste Bild meines Dolomiten-Urlaubes, auch wenn andere vielleicht spektakulärer sind: einfach eine traumhaft schöne Landschaft! Von hier aus geht es nur noch abwärts. Der Blick auf die umliegenden Berge ist richtig beeindruckend:

Schließlich erreicht man wieder den Pragser Wildsee:

Die Tour ist mit über sechs Stunden reiner Gehzeit, 1000 Höhenmetern und 14 km Entfernung schon eine anstrengende Tagestour and eigentlich hätte ich den Tag gerne mit einem gemütlichen Essen ausklingen lasse. Das aber mein letzter Abend in den Dolomiten war und das Wetter so schön war, konnte ich es dann doch nicht lassen, noch ein paar Fotos zu machen. Also bin ich noch nach Misurina gefahren. Auf dem Weg dorthin kommt man am schönen Dürrensee vorbei:

Das Licht wurde immer schöner, während ich weiter nach Misurina fuhr. Die Berge wurden richtig schön von der Abendsonne angestrahlt:

Am Misurina-See war es leider etwas windig, deswegen gabs keine schöne Spiegelung. Beeindruckend fand ich den See aber trotzdem:

Die Wanderung über die Pragser Hochalm war für mich das Highlight meines Wanderurlaubs in den Dolomiten. Die Landschaft ist sehr beeindruckend, aber (abgesehen vom Pragser Wildsee) trifft man dort nicht auf Menschenmassen. Die Landschaft ist nicht so spektakulär wie bei den Drei Zinnen, hat aber für mich einen ganz eigenen Reiz und das Wandern über die Hochalm hat mir richtig Spaß gemacht!

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  1. […] ich am Vortag bei meiner wunderschönen Wanderung über die Pragser Hochalm schon einige Fotos vom Pragser Wildsee gemacht habe, bin ich am nächsten Morgen vor dem […]



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