Winterwunderland

Diesen Winter hat es bis Neujahr überhaupt nicht geschneit. Der Januar brachte dann Schnee, richtig kalte Temperaturen und schönes Wetter. Ich war in den letzten Jahren zweimal mit dem Schlitten bei der Martinshütte und wollte Garmisch-Partenkirchen in der blauen Stunde fotografieren. Aber jedesmal machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung: beim erstem Mal war es zu diesig und beim zweiten Mal bewölkt. Dieses Jahr hatte ich mehr Glück: bei traumhaften Wetter fuhr ich nach Garmisch und ging von der Bayernhalle mit Schlitten, Stativ und DSLR zur Martinshütte. Leider kam ich fast etwas zu spät dort an und sah nur noch die letzten Reste des schönen Alpenglühens:

Es war eiskalt und nach Sonnenuntergang wurde es noch kälter. Aber die Stimmung wenn im Tal langsam die Lichter angehen ist einfach wunderschön:

Ich war dann allerdings doch froh als ich meine Fotosachen weggepackt hatte und wieder die dicken Handschuhe anziehen konnte. Die Fahrt ins Tal mit Stirnlampe hat dann auch richtig Spaß gemacht.

Die Rodelstrecke bei der Kalaalm am Pendling ist recht bekannt. Man kann sich auf der Alm Schlitten ausleihen und die Strecke ist am Abend sogar beleuchtet. Da ich am Wochenende arbeiten mußte, konnte ich mir Montag Nachmittag freinehmen. Das Wetter war richtig schön und ich entschied mich, mit dem Schlitten auf den Pendling zu gehen. Die Fotoausrüstung mußte auch wieder mit, da man vom Pendling einen tollen Blick auf Kufstein hat. Nach etwa einer Stunde Aufstieg kam ich bei der Kala-Alm an und mußte überrascht feststellen, daß sie Montags zu hat. Ich wollte allerdings eh weiter zum Gipfel.

Eigentlich könnte man den Schlitten an der Kala-Alm stehen lassen, da sich der relativ ebene Weg von der Kala-Alm zum Gipfel nicht besonders gut zum Rodeln eignet:

Ich hab mich aber entschieden, den Schlitten mitzunehmen. Nach einer weiteren knappen Stunde kam ich dann am Gipfel des Pendling an. Dort hieß es dann, erstmal in der Kälte auf die blaue Stunde warten. Leider wurde es dann auch ein wenig diesig, aber der Blick ist trotzdem sehr beeindruckend:

Die Rodelstrecke von der Kala-Alm zum Parkplatz hat dann richtig Spaß gemacht.

Die Partnachklamm ist auch im Winter geöffnet. Vom Parkplatz aus läuft man etwa 20 Minuten bis zum Eingang der Klamm. Schon kurz danach hingen die ersten gigantischen Eiszapfen von den Felswänden:

Fast am Ende der Klamm:

Neben den riesigen Eiszäpfen find ich es auch interessant, Details zu fotografieren:


Auf dem Rückweg kamen mir dann richtige Menschenmassen entgegen und ich entschied, daß es Zeit war, zu gehen. Diese gigantische Eisstruktur mußte ich aber doch noch fotografieren:

Dann bot sich mir noch dieser spektakuläre Anblick:

Die Sonne ließ das Wasser gold leuchten, ein perfekter Kontrast zu den kühlen Farben des Eises. Die Partnachklamm ist immer beeindruckend, aber im Winter mit Eis und Schnee ist ein Besuch der Klamm wirklich ein besonderes Erlebnis.