Ammergauer Alpen

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, einige Touren in den Ammergauer Alpen zu machen. Das Ammergebirge erstreckt sich zwischen den Ortschaften Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau, Ehrwald und Reutte. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt und weniger bekannt als z.B. die Zugspitzregion. Landschaftlich hat sie aber einiges zu bieten und es gibt dort viele südseitige Touren, die man relativ früh im Jahr gehen kann. Schon Anfang April war ich auf der relativ bekannten Scheinbergspitze.

Zwei Wochen später wollte ich dann auf den Nachbargipfel, die deutlich weniger bekannte und begangene, aber nicht minder schöne Weitalpspitze. Mitte April hatte es dann aber nochmal geschneit. Leider hatte ich die Schneemenge unterschätzt und nachdem ich eine Stunde ohne Schneeschuhe durch den tiefen Schnee gestapft bin, habe ich es aufgegeben und bin wieder abgestiegen.

Erst Ende Mai kam ich dann wieder dazu, die Tour nochmal zu probieren. Ausgangspunkt ist ein kleiner Parkplatz hinter Schloß Linderhof. Der Weg ist nicht besonders gut markiert, aber problemlos zu finden und nach etwa zwei Stunden war ich am Gipfel:

Die Aussicht vom Gipfel auf die schroffen Felswände der Geierköpfe ist wirklich beeindruckend.

Auch beim Abstieg hat man noch einige mal einen richtig tollen Blick auf die Geierköpfe:

Ein paar Tage später bin ich dann auf die Krähe. Ausgangspunkt ist der Berggasthof Ammerwalder Alm. Der Weg führt zuerst entlang eines Baches durch das wildromantische Roggental. Dann gehts weiter zum Roggentalsattel. Hier lag noch recht viel Altschnee:

Vom Sattel ist es dann nicht mehr weit zum Fensterl, einem Loch im Felsen, durch das man einen beeindruckenden Blick Richtung Norden hat (jedenfalls bei gutem Wetter):

Die Berge sind hier recht schroff und felsig:

Auf dem Weg vom Roggensattel zur Krähe war alles voller Blumen. Hier eine Schlüsselblume im felsigen Gelände:

Am Gipfel war ich erstmal alleine, später kamen dann noch zwei Wanderer. Der Berg im Hintergrund ist die Ammergauer Hochplatte:

Am Gipfel waren einige Alpendohlen, die scharf auf meine Brotzeit waren:

Auf dem Rückweg hab ich dann kurz unterhalb des Gipfels noch ein Alpenschneehuhn gesehen. Leider hatte ich kein Tele dabei, aber man kann es auch so gut erkennen:

Beim Abstieg hab ich dann auch noch einige Gämsen gesehen:

Im Roggental gibts einige kleinere Wasserfälle. Der befindet sich direkt neben dem Weg:

Am nächsten Tag bin ich dann noch die Hasentalkopf-Runde gegangen. Ausgangspunkt ist der große Parkplatz 1.5 km hinter Linderhof am Eingang des Sägertals. Auf dem Weg dorthin habe ich noch kurz in Graswang angehalten, um das Dorf mit Blumenwiese zu fotografieren:

Die ersten paar Kilometer fährt man am besten mit dem Mountainbike um sich den doch etwas eintönigen Hatscher auf einer Forststraße zu ersparen. An der Verzweigung Lösertaljoch / Bäckenalmsattel hab ich das Radel dann stehen lassen. Man kann die Runde in beide Richtungen gehen. Ich bin durchs Lösertalmösl aufgestiegen:

Am Scheinbergjöchl angekommen folgt man dem Grat zum Gipfel. Leider hatte ich die Tourbeschreibung nicht dabei und ich habe den (nicht besonders gut sichtbaren) Weg am Grat übersehen. Deswegen bin ich Richtung Kenzenhütte / Beckenalmsattel abgestiegen. Der Weg führt unterhalb des Gipfels des Hasentalkopfes entlang, der ziemlich beeindruckend aussieht:

Es hat mich dann doch gewurmt daß ich den Weg zum Gipfel übersehen habe. Als ich dann einen Trampelpfad Richtung Gipfel gefunden habe, hab ich mich kurzerhand entschlossen, doch noch hochzusteigen. Der Weg zum Gipfen war dann gar nicht so schwer:

Das Scheinbergjöchl und der Hasentalkopf bilden den Kranz einer 150 Meter tiefen Senke, an deren Grund sich, wenn es nicht zu trocken ist, ein kleiner See bildet:

Schließlich geht es steil hinab zum Bäckenalmsattel. Hier hat man einen tollen Blick auf den felsigen, spitzen Geiselstein. Von dort ging es dann wieder zurück zur Verzweigung wo mein Mountainbike auf mich wartete. Jetzt war ich richtig froh daß ich das Radl mitgenommen hatte, ersparte es mir doch nen recht langen Hatscher zurück zum Auto.

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