Schifoan

Ich bin im Voralpenland aufgewachsen und als Kind und Jugendlicher recht viel Ski gefahen. Auch während des Studiums war ich noch mindestens einmal im Jahr eine Woche Skifahren. In den letzten Jahren kam ich dann aber kaum noch dazu.

Vor ein paar Jahren hab ich mich dann entschieden, mal wieder Skifahren zu gehen und bin nach Innsbruck und auf die Nordkette. Vermutlich nicht grad die beste Idee nach Jahren Skifahr-Abstinenz gleich das Hafelekar runterzufahren, aber immerhin bin ich lebendig unten angekommen, auch wenns vermutlich nicht schön anzuschauen war.

Letztes Jahr waren wir dann eine Woche in den Dolomiten beim Skifahren und danach gings wieder genauso gut wie früher. Dieses Jahr bin ich spontan Mitte Januar für ein verlängertes Wochenende nach Serfaus. Der Wetterbericht hat traumhaftes Wetter vorhergesagt und ich war noch nie in Serfaus und wollte mal ein neues Skigebiet kennenlernen.

Freitag morgen sah das Wetter in München allerdings alles andere als vielversprechend aus und auch in Landeck war noch alles wolkenverhangen. Ich hatte allerdings die Hoffnung daß überhalb der tief hängen Wolken das Wetter gut ist und wurde nicht enttäuscht:

Durch die tief hängenden Wolken ergaben sich tolle Stimmungen:

Der zweite Tag begainn genauso wie der erste Tag aufhörte: mit strahlend blauem Himmel und tollem Wetter:

Das Bild entstand auf dem Dach der Masnerkopfbahn, die auf den 2828 Meter hohen Masnerkopf führt. Der Blick von dort oben ist wirklich beeindruckend. Ich bin an dem Tag ziemlich viel Ski gefahren: morgens bin ich zum Masnerkopf und nachmittags dann auf die andere Seite des Skigebiets, zum Zwölferkopf. Im folgenden einige Eindrücke von dem Tag:

Die Aussichtsplattform befindet sich auf dem Zwölferkopf:

Am dritten Tag bin ich morgens zum Zwölferkopf und am Nachmittag auf die andere Seite des Skigebiets, zum Masnerkopf. Auf dem Zwölferkopf gibt es nicht nur eine Aussichtsplattform, sondern auch einen verspiegelten Würfel, den Crystal Cube:

Serfaus-Fis-Ladis vermarktet sich zwar als Familienskigebiet, aber einige schwierige Abfahrten gibt es natürlich auch. Die Direttissima hat ein durchschnittliches Gefälle von 70 Prozent und ist wirklich nicht ohne. Will man es noch härter, kann man auch neben der Direttissima eine Skiroute die sich vielsagend Kamikaze nennt, im Tiefschnee runter fahren:

Erstmal gehts ein paar Meter einen schmalen Grat entlang. Der Ausblick von dort oben ist einfach wunderbar:

Die Abfahrt selber war an dem Tag nicht so prickelnd, da einfach nicht genug Schnee lag und der Schnee auch nicht wirklich toll zu fahren war.

Am Nachmittag wollte ich dann unbedingt nochmal auf das Dach der Masnerkopfbahn:

Ich wartete noch bis die Sonne hinter den Bergen verschwand:

Dann bin ich schnell runter, ich mußte ja noch heimfahren und wollte nicht zu spät zuhause ankommen.

Der Wendelstein ist zwar kein typischer Skiberg, es gibt allerdings eine Abfahrt. Wir waren allerdings ohne Ski dort und saßen einfach in der Sonne und genossen die Aussicht. Die Kapelle etwas unterhalb des Wendelstein-Gipfels ist die höchstgelegene Kirche Deutschlands, sie steht dort bereits seit 1890.

Ich war zwar früher schon auf dem Wendelstein, konnte mich aber gar nicht mehr erinnern, daß die Landschaft so beeindruckend ist:

In den Osterferien, die dieses Jahr relativ früh waren, waren wir eine Woche in Österreich beim Skifahren. Gewohnt haben wir in Tobadill in der Nähe von Landeck. Tobadill ist recht schön gelegen:

Leider sah es die meiste Zeit ganz anders aus:

In der Nähe von Tobadill gibt es einige große Skigebiete: Serfaus-Fis-Ladis, Ischgl, St. Anton, um nur einige zu nennen. Leider war das Wetter dann die ganze Woche einfach nur ätztend. Auf den Webcams der Skigebiete war nur Nebel zu sehen und auf im Nebel Skifahren hatten wir keine Lust.

Nach ein paar Tagen ist uns dann aber doch die Decke auf den Kopf gefallen und wir sind in das kleine, aber recht schöne Skigebiet Kappl gefahren. Und wir hatten dann tatsächlich für eine oder zwei Stunden etwas Sonne bevor alles wieder im Nebel verschwand:

Einen halbwegs schönen Tag hatten wir dann aber doch noch, den wir in der Silvretta-Arena bei Ischgl verbracht haben. Das Skigebiet kann mit jeder Menge Superlativen aufwarten: 45 Liftanlagen befördern die Skifahrer bis auf 2870 Meter hinauf, mit insgesamt 238 Pistenkilometern ist es das drittgrößte Skigebiet Tirols. Ischgl hat jede Menge genialer Pisten und die Landschaft ist wirklich beeindruckend: