Frühlings-Bergtouren

Ende April / Anfang Mai waren die Südseiten der Berge rund um München relativ schneefrei. Ich habe das lange 1. Mai Wochenende genutzt, einige Bergtouren zu machen.

Den Anfang hat die Naunspitze bei Kufstein gemacht. Wir sind vom Parkplatz Kaiseraufstieg erstmal Richtung Ebbs, dann steil hinauf zur Ritzau Alm. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf den Wilden Kaiser:

Weiter gehts über einen Schotterweg oder schneller über die Wiese zur Vorderkaiserfeldenhütte, und von dort zur Naunspitze. Der Blick vom Gipfel ins Inntal ist wirklich beeindruckend. Leider war es relativ diesig, aber ich habe trotzdem einige Panoramen gemacht, weil ich das Gefühl hatte, daß die in schwarz-weiß richtig gut aussehen könnten. Das Bild hat mir dann so gut gefallen, daß ich es mir daheim an die Wand gehängt habe:

Das Licht wurde beim Abstieg immer schöner

Wir haben uns dann noch eine Brotzeit gegönnt, und haben es gerade noch bevor es dunkel wurde zum Auto geschafft.

Am nächsten Tag bin ich dann nach Hinterriß gefahren, und wollte auf die Fleischbank und dann weiter aufs weglose Schönalmjoch. Nachdem ich aber von der Tour auf die Naunspitze am Vortag doch noch etwas erschöpft war, habe ich mich entschieden, doch nur auf die Fleischbank zu gehen.

Die Tour beginnt etwa einen Kilometer hinter der Mautstelle an der Straße Richtung Eng. Der Weg führt erstmal steil durch den Wald nach oben. Erst kurz unterhalb des Gipfels wird die Landschaft dann wilder:

Blick aufs Schönalmjoch, auf der Nordseite liegt doch noch einiges an Schnee:

Wirklich müde war ich nicht, also habe ich spontan entschieden, doch noch aufs Schönalmjoch zu gehen und aus der Tour eine Rundtour zu machen. Blick zurück zur Fleischbank:

Aus der Nähe war der Grasgipfel des Schönalmjochs doch steiler als ich dachte, und ich mußte erstmal einen Weg hinauf finden. Der Gipfelanstieg zog sich dann doch etwas, und ich war froh, als ich endlich oben war. Gipfelkreuz gibts keins, dafür ein Schneebrett, auf das man lieber nicht treten sollte:

Besonders beeindruckt hat mich der Blick auf die Steinfalk-Gruppe:

Die düstere Stimmung mit etwas Sonne auf den Bergen fand ich einfach genial! Abgestiegen bin ich dann über die Schönalm. Am Schluß konnte ich noch ein nettes Portait von mir mit der Steinfalk-Gruppe im Hintergrund machen:

Am nächsten Tag bin ich dann noch zur Tegernseer Hütte und auf den Roßstein. Von Bayerwald aus geht es erstmal einen steilen Steig durch den Wald nach oben. Nach zwei Touren wurde das dann doch eine ziemliche Quälerei, und ich hab mich mal wieder gefragt, wie man nur so bescheuert sein kann, nach zwei Bergtouren und mit müden Muskeln gleich noch eine zu machen.

Nach etwa eineinhalb Stunden am Sonnenbergalm Hochleger:

Ich bin dann über den (einfachen) Klettersteig zur Tegernseer Hütte und weiter zum Gipfel des Roßsteins. Der Blick von dort auf die Hütte und den Buchstein ist einfach fantastisch:

Und nochmal ein Panorama von weiter unten:

Ich wäre zwar lieber den Normalweg abgestiegen, aber nachdem unten ein Schild stand, daß er wegen Schnee und Eis nicht begehbar ist, bin ich doch den Klettersteig runter. Der Blick ist beeindruckend:

Ein wirkliches Problem ist der Weg aber auch bergab nicht und beim Runtergehen fiel mir dann auf, wie steil die erste Stunde von Bayerwald eigentlich raufgeht. Kein Wunder daß mir das mit müden Muskeln keinen Spaß gemacht hat!

Am nächsten Wochenende hatte ich nochmal einen Tag Zeit und bin auf den Kompar in der Nähe von Hinterriß. Ausgangspunkt ist der Parkplatz P8 bei den Hagelhütten. Erstmal geht es durch den Wald hinauf, aber schon bald hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Eng-Tal:

Das Panorama ist einfach genial, Sonnjoch, Engtal, Gamsjoch, und die Steinfalk-Gruppe bilden ein wunderbare Kulisse:

Das Panorama sucht wirklich seines gleichen und ich konnte mich kaum daran satt sehen (und mußte natürlich Fotos machen):

Unterhalb des Kompatsch-Gipfels:

Am Gipfel selber gibt es nur einen Stempen, der nicht gerade fotogen ist. Blick auf die Montscheinspitze:

Und in die andere Richtung aufs Gamsjoch und den Steinfalk:

Ich hab die Tour dann noch zu einer Rundtour ausgebaut und bin noch zur Plumsjochhütte:

Von dort gings dann wieder zurück zum Parkplatz.