Jul
24

Dürrenstein

Viele der Münchner Hausberge kratzen nicht mal an der 2000 Meter Marke und man ist trotzdem oft lange unterwegs. In den Dolomiten sieht das etwas anders aus, da kann man schon mal einen fast Dreitausender als Halbtagestour machen. Der Dürrenstein ist so eine Tour: mit 2839 Metern ein beachtlicher Berg, aber von der Plätzwiese, die auf fast 2000 Metern liegt, ist man in gut zwei Stunden am Gipfel, runter geht’s dann noch etwas schneller.

Die Tour ist nicht sonderlich schwierig, aber landschaftlich sehr beeindruckend. Der Blick auf den Seekofel ist fantastisch:

Der Wanderweg schlängelt sich am Südhang des Dürrensteins empor. Nur ein kurzes Stück unmittelbar unterhalb des Gipfels war wegen der etwas vereisten Felsen etwas heikel. Zum Glück ist dort aber eine Kette, an der man sich festhalten kann:

Der Ausblick vom Gipfel ist beeindruckend:

Auch die Drei Zinnen sieht man:

Langsam wurde es Zeit für den Abstieg. Das Wetter wurde schlechter und es war mein letzter Tag in den Dolomiten, ich mußte noch nach Hause fahren.

Blick zurück zum Gipfel des Dürrensteins:

Jul
12

Rund um den Einserkofel

Die Tour rund um den Einserkofel ist einer der Wanderklassiker in den Dolomiten. Vom Fischleintal aus geht es über vier Hütten durch die Sextener Dolomiten. Das Highlight am Schluß sind natürlich die Drei Zinnen, aber auch sonst ist die Felskulisse mit Neuner, Zehner, Elfer, Zwölfer und Einser (der Sextener Sonnenuhr) einfach atemberaubend.

Los geht es am Parkplatz Fischleinboden und schon hier erwartet einen eine gewaltige Felskulisse:

Bis zur Talschlusshütte geht es relativ eben dahin. Hier verzweigt sich die Route und ich habe den Weg Richtung Zsigmondyhütte genommen. Am Vortag hatte es im Tal geregnet und weiter oben geschneit, so daß die Berge jetzt wunderschön mit frischem Schnee überzuckert waren:

Der markante Hochleist (links)

Nach etwa zweieinhalb Stunden habe ich die Zsigmondyhütte erreicht:

Mäßig steil geht es dann weiter aufs Oberbachernjoch und zur Büllelejochhütte:

Von hier aus führt der Weg weiter zur Dreizinnenhütte. Zuerst wollte ich aber noch einen Abstecher auf die Obernbacherspitzen machen, einem eher selten bestiegenen Berg. Wegen des Neuschnees war der Weg etwas schwer zu finden, aber zum Gipfel sind es nur 150 Höhenmeter und das Gelände ist nicht schwierig. Der Ausblick ist einfach grandios:

Der Weg führt kurz durch einen Stollen, vermutlich ein Überbleibsel des Ersten Weltkriegs, als hier erbittert gekämpft wurde:

Knapp unterhalb des Gipfels ein weiterer Stollen:

Blick auf den markanten Einser, der nach allen Seiten steil abbricht:

Gipfelkreuz der Obernbacherspitzen:

Vom Giupfel aus hat man eine fantastische Aussicht:

Ich war ganz alleine am Gipfel und genoß die wunderschöne Landschaft und die Ruhe. Irgendwann mußte ich dann aber weiter. Auf dem Hinweg ging es wieder zurück zur Büllelejochhütte:

Von dort geht es weiter durch eine beeindruckende Landschaft Richtung Dreizinnenhütte.

Als ich an der Dreizinnenhütte ankam war es später Nachmittag und ich war dort fast alleine. Das passiert wohl auch nicht allzu oft, an schönen Tagen ist es dort knallvoll.

Paternkofel, Dreizinnenhütte und die Drei Zinnen:

An der Drei Zinnenhütte habe ich dann nochmal ausgiebig Pause gemacht und den Blick auf die Drei Zinnen genossen. Schließlich mußte ich aber los, es waren ja noch gut 1000 Höhenmeter zurück zur Talschlußhütte und ich wollte dort ankommen, bevor es dunkel wird.

Weg zurück ins Tal:

Der Einserkofel im Abendlicht:

Die Tour rund um den Einserkofel ist eine der schönsten Wanderungen, die ich bis jetzt gemacht habe. Mein persönliches Highlight war der Abstecher zu den Obernbacherspitzen und der fantastische Blick, den man dort vom Gipfel aus hat.

Jun
2

Cascata di Fanes

Die zweite Hälfte meines Wanderurlaubs in den Dolomiten verbrachte ich in Toblach. Da das Wetter am ersten Tag dort nicht ganz so gut war und ich eh mal einen Tag Pause brauchte, entschied ich mich, zur Cascata di Fanes zu laufen. Ich war vor ein paar Jahren schonmal bei dem Wasserfall, damals hatte es aber in Strömen geregnet. Diesmal hatte ich mehr Glück, erst auf den letzten Metern zurück zum Auto fing es zum Regnen an.

Die Cascata di Fanes ist mit 90 Metern der höchste Wasserfall der Dolomiten, vom Parkplatz an der Straß von Toblach nach Cortina d’Ampezzo sind es etwa eineinhalb Stunden. Nach etwa einer Stunde kommt man zu einer wirklich beeindruckenden Schlucht:

Nach einer weiteren halben Stunde ist man beim Fanes Wasserfall. Dort beginnt ein Klettersteig, der hinter dem Wasserfall vorbei führt:

Der beeindruckende Fanes-Wasserfall:

Es lohnt sich am Bach entlang zurückzugehen. Weiter unten sind noch einige kleinere Wasserfälle:

Der Bach unterhalb des Wasserfalls ist auch recht fotogen:

Die Wanderung zur Cascata di Fanes ist perfekt für nicht so tolles Wetter und landschaftlich sehr beeindruckend!

May
15

Peitlerkofel

Diesmal hatte ich meinen Wanderurlaub in den Dolomiten zweigeteilt: die erste Hälfte habe ich in Tiers am Rosengarten verbracht, die zweite in Toblach. Auf dem Weg von Tiers nach Toblach bin ich über das Würzjoch gefahren und von dort auf den Peitlerkofel. Der alleinstehende Peitlerkofel ist der nordwestlichste Eckpfeiler der Dolomiten. Durch die beeindruckenden Nordwände führen zahlreiche Kletterrouten. Dort haben Reinhold Messner und Hans Kammerlander in jungen Jahren viele Solo-Besteigungen gemacht und Routen eröffnet. Der Normalweg führt von Süden auf den Berg und ist abgesehen vom kurzen Klettersteig auf den Gipfel, rech einfach.

Tolle Lichtstimmung kurz vor dem Würzjoch:

Vom Würzjoch aus, das sich nördlich des Peitlerkofels befindet, geht es erstmal um den Berg herum.

Die beeindruckenden Nordwände des Peitlerkofels:

Der Weg führt erstmal recht eben um den Berg herum, die Felskulisse ist beeindruckend:

Von der Peitlerscharte im Süden geht es dann in vielen Kehren hinauf. Der Blick auf ist beeindruckend:

Am Morgen war der Himmel noch strahlend blau, jetzt zog es zu und tiefhängende Wolen schoben sich über den Berg:

Als ich am Einstieg des Klettersteiges ankam hing der Gipfel komplett in den Wolken. Ich habe kurz überlegt, ob es wirklich Sinn macht, unter diesen Bedingungen auf den Gipfel zu steigen. Allerdings rissen die Wolken inner wieder auf und ich versuchte mein Glück. Der Klettersteig ist wirklich nicht besonders schwer und auch nicht sehr lang.

Blick vom Gipfel des Peitlerkofel:

Die schnell ziehenden Wolken und die diesige Luft sorgten immer wieder für schöne Stimmungen:

Von der Peitlerscharte hat man am Nachmittag einen tollen Ausblick:

Die Nordwände des Peitlerkofel im schönen Nachmittagslicht. Kaum zu glauben daß ich ein paar Stunden eher am Gipfel stand:

Blick zurück zum Peiterkofel. Von hier aus sind es nur noch ein paar Minuten zum Würzjoch:

May
12

Santnerpass-Klettersteig

Auf der Liste der schönsten Bergtouren, die ich bis jetzt gemacht habe, verdient der Santnerpass-Klettersteig einen Platz ganz weit oben. Die Tour ist nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern sie ist auch ein beeindruckendes Erlebnis. Ausgangspunkt ist, wie schon für die Tour um die Rotwand, die Frommer Alm. Von dort geht es erstmal gemütlich mit dem König Laurin Sessellift zur Kölner Hütte auf 2339 Mete Höhe. Das erste Stück des Weges ist identisch zur Rotwand-Umrundung: hinter der Hütte muß man erstmal eine mit Drahtseilen versicherte Felsstufe hinaufkraxeln. Am Wegweiser geht es diesmal links weiter, die Felswände im Hintergrund lassen schon erahnen daß die Tour keine gemütliche Wanderung wird:

Der Santnerpass-Klettersteig ist nicht durchgehend versichert. Bevor man zum Einstieg des eigentlichen Klettersteigs kommt, heißt es erstmal teilweise ausgesetztes ungesichertes Felsgelände zu überwinden:

Das ganze schaut auf dem Bild zwar schlimmer aus als es ist. Aber die Tour ist sicher eine der anspruchsvollsten Touren die ich bis jetzt gemacht habe.

Mehr Kraxelei:

Ich habe etwas Höhenangst und ausgesetzte Traversen (wie am Anfang der Tour) sind nicht so meins. Die Kraxelei im Fels habe ich aber genossen. Meistens geht es in Rinnen nach oben und wirklich ausgesetzt ist das ganze nicht, auch wenn es auf den Fotos so wirkt. Und durch die Kraxelei habe ich die bizarre Felslandschaft viel intensiver erfahren können.

Blick zurück Richtung Kölner Hütte:

Weiter gehts durch eine Rinne an einem Felsturm vorbei:

Der Klettersteig ist nicht wirklich schwierig. In den Führern ist er mit B/ C geführt, es gibt aber nur eine C-Stelle wo es mal einige Meter senkrecht eine Felswand hinaufgeht.

Blick zurück vom Ausstieg:

Der Rest der Wanderung ist, abgesehen von einigen steilen, mit Seilen gesicherten Stellen beim Abstieg zur Vajolet-Hütte, eine einfache Wanderung. Zuerst einmal geht’s aber hinunter zur Gartlhütte:

Die Türme im Hintergrund sind die Vajolet-Türme. Der Abstieg zur Vajolet-Hütte ist recht steil und stellenweise ausgesetzt:

Die wunderbar gelegene Vajolet-Hütte:

Nach dem ich mir auf der Vajolet-Hütte erstmal was zu Essen und zu trinken gegönnt habe, gings weiter Richtung Tschagerjoch. Dazu waren noch einmal 400 Höhenmeter zu bewältigen, bevor es dann zurück zum Ausgangspunkt ging.

Blick zurück auf die Vajolet-Hütte:

Blick vom Tschagerjoch ins Tal:

Fast am Ausgangspunkt angelangt:

Felsnadel beim Abstieg zur Köllner Hütte:

Wie schon in der Einleitung geschrieben ist der Santnerpass-Klettersteig eine der schönsten Bergtouren, die ich bis jetzt gemacht habe. Die Landschaft ist teilweise atemberaubend und in dieser Felskulisse die Felsen hoch zu kraxeln hat mich die wunderschöne Landschaft noch intensiver erleben lassen. Der Santnerpass-Klettersteig ist nicht wirklich schwer, aber er ist nur teilweise gesichert und der ungesicherte Zustieg ist stellenweise etwas ausgesetzt.