Jan
13

Herzogstand-Heimgarten Überschreitung

Die Herzogstand-Heimgarten Überschreitung habe ich schon ein paarmal gemacht, auch im Winter. Anfang 2021 habe ich die Tour mal wieder gemacht, diesmal aber vom Heimgarten zum Herzogstand. Ausgangspunkt war der Parkplatz der Herzogstandbahn, die wegen Corona aber nicht fuhr. Im Tal hing der Nebel:

Nach ein paar hundert Höhenmetern war ich dann aber über den Wolken und hatte einen schönen Blick auf den Herzogstand und den Grat:

Vom Gipfel aus hat man einen tollen Blick auf den Herzogstand und den Gratverlauf:

Blick in die andere Richtung:

Am Heimgarten-Gipfel saßen schon ein paar Leute, aber wirklich voll war es nicht und man konnte problemlos ausreichend Abstand halten. Ich habe erstmal Brotzeit gemacht und dann die Grödeln angezogen (wären im Nachhinein auch beim Aufstieg schon ganz praktisch gewesen, aber da bin ich noch ohne gegangen). Der Weg war wunderbar zu gehen, es lag kaum Schnee und der Schnee war recht griffig:

Blick vom Schlehdorfer Kreuz zum Herzogstand und den weiteren Gratverlauf:

Ab und zu gibt es auch mal leicht ausgesetzte Stellen, die aber durch Seile gesichert sind:

Blick ins Tal. Die Wolken hingen hartnäckig zwischen den Bergen:

Geschafft! Blick zurück zum Heimgarten. Der Gratverlauf ist gut zu erkennen:

Blick vom Gipfelkreuz des Herzogstand Richtung Jochberg:

Der steile Abstieg vom Herzogstand-Haus zur Talstation der Herzogstand-Bahn hat dann keinen Spaß mehr gemacht. Der Weg war vollkommen vereist und ohne Grödeln wäre er nicht zu gehen gewesen. Im unteren Teil ging es wieder durch den Nebel:

Die Tour ist natürlich auch im Sommer schön, aber im Winter gefällt sie mir noch besser. Weniger überlaufen und den Grat kann man zumindest bei wenig Schnee auch problemlos im Winter gehen. Grödeln sollte man aber unbedingt dabei haben. Sowohl der Aufstieg auf den Heimgarten, als auch der Abstieg vom Herzogstand waren ziemlich vereist.

Oct
12

Fotografieren mit dem Smartphone

Anfang Oktober haben Uli und ich einen Ausflug zum Chiemsee gemacht. Wir haben beide nicht daran gedacht, unsere Fotosachen mitzunehmen. Und dann kam es natürlich, wie es kommen mußte, wenn man kein Fotozeug dabei hat: es gab einen richtig genialen Sonnenuntergang.

Ich fotografiere nicht wirklich gerne mit dem Smartphone. Ich will einfach eine richtige Kamera in der Hand halten, alles in Ruhe so einstellen, wie ich es haben will, durch den Sucher schauen, und dann ein Bild machen. Das alles kann ich mit dem Smartphone nicht. Und dazu kommt noch, daß die Bilder von meinem Samsung Galaxy S7 völlig überschärft und viel zu bunt sind.

Ich hab dann panisch gegoogelt wie man mit dem S7 im RAW Format fotografieren kann, um wenigstens etwas mehr Spielraum beim Bearbeiten zu haben. Es geht tatsächlich, nur habe ich leider daheim rausgefunden, daß die RAWs nur im Pro Modus aufgenommen werden. Das wußte ich leider nicht, ich mußte also mit den JPEGs leben.

Das Spektakel beginnt:

So einen Himmel habe ich selten gesehen:

Alle Bilder sind Panoramen, die ich dann daheim am PC zusammengesetzt habe. Was leider gar nicht so einfach war: der Weißabgleich war bei jedem Bild anders und hat mir bei keinem Bild wirklich gefallen. Die Farben waren teilweise viel zu knallig (und sind es bei dem Bild oben eigentlich immer noch). Zum Glück war von den überschärften Kanten bei den Bildern relativ wenig zu sehen.

Mein persönlicher Favorit:

Die Bildqualität des S7 ist gar nicht so schlecht, selbst in 100% Ansicht sehen die Bilder durchaus recht brauchbar aus. Wirklich überzeugt hat mich das Fotografieren mit dem Smartphone zwar nicht, aber zumindest weiß ich jetzt, daß man im Notfall auch mit dem Smartphone ziemlich gute Bilder machen kann.

Oct
2

Hinteres Tajatörl

Ich träume seit Jahren davon, die Alpenrosen am Seebensee fotografieren. Aber irgendwie hat es nie gepaßt: entweder ich hatte keine Zeit oder das Wetter hat nicht mitgespielt. Dieses Jahr hat das Wetter dann endlich mal mitgespielt. Mein Plan war, früh loszufahren und dann über den Hohen Gang Steig schnell zum Seebensee aufzusteigen um vor den ganzen Leuten dort zu sein. Am nächsten Morgen habe ich mich dann komplett unfit gefühlt und entschieden, daß es so keinen Sinn macht den versicherten Hohen Gang steig zu gehen. Aber ganz lassen wollte ich die Tour auch nicht, also habe ich den Radträger ans Auto montiert, das Mountainbike draufgepackt und bin Richtung Ehrwald gefahren.

Als ich dann endlich an der Talstation der Ehrwalder Almbahn angekommen bin, mußte ich mit Entsetzen feststellen daß die Bahn schon fuhr, vermutlich schon eine ganze Weile. Einsam würde die Tour also ganz sicher nicht werden. Und die Sonne knallte auch am Morgen schon ganz schön vom Himmel. Die steile Straße hinauf zur Bergstation war für mich an diesem Tag eine wirkliche Quälerei. Zum Glück gings dann relativ eben weiter Richtung Seebensee. Für meinen Geschmack waren aber schon viel zu viel Leute unterwegs (und das sollten später noch sehr viel mehr werden).

Aber der Ausblick am Seebensee entschädigt für die ganze Mühe:

Den restlichen Anstieg zur Coburger Hütte muß man dann zu Fuß machen. Und diesmal hat es dann auch wirklich mit den Alpenrosen geklappt:

Der wunderschöne Drachensee:

Auch hier blühten die Alpenrosen:

Hier habe ich dann erstmal Brotzeit gemacht und die wunderbare Landschaft bewundert. Dann ging es weiter Richtung Hinteres Tajatörl. Der Blick auf den Drachensee mit Vorderem Drachenkopf und Sonnenspitze ist wirklich einmalig schön:

Eine Schafherde in der wilden Bergwelt:

Blick hinunter zum Drachensee und einer kleinen Lacke oberhalb des Drachensees:

Geschafft: Blick vom Tajatörl aufs Wettersteingebirge:

Auch mit Tele sehr beeindruckend:

Die Schafe waren auch beim Abstieg noch da:

Eine Ente am Seebensee:

Die Menschenmassen die mir beim Abstieg von der Coburger Hütte entgegenkamen, fand ich dann schon ziemlich abartig. Einsam ist die Tour natürlich nicht, aber so viele Menschen wie dieses Jahr habe ich noch nie am Seebensee gesehen. Aber es ist einfach eine traumhaft schöne Tour und ich bin froh daß ich es endlich zu den Alpenrosen geschafft habe.

Sep
20

Donegal: Highlights

In der Nähe unserer Ferienwohnung bei Killybegs gibt es einen versteckten Wasserfall, den wir unbedingt sehen wollten. Um dort hin zu kommen muß man bei Ebbe die Küste entlang laufen und teilweise über größere Felsstufen klettern. Bei Regen ist das ganze eher nicht zu empfehlen, da die Felsen doch recht glitschig werden. Wir hatten uns definitiv den falschen Tag ausgesucht, es hat aus Kübeln geschüttet.

Leider konnte ich nur ein paar Fotos machen, bevor meine Kamera wegen dem ganzen Wasser den Geist aufgab:

Die Kamera hat, nachdem ich sie getrocknet habe, zum Glück wieder tadellos funktioniert. Ich glaube, Uli hat das ganze teilweise nicht so richtig Spaß gemacht:

Aber immerhin haben wir es vor der Flut (bzw. überhaupt) zurück geschafft:

Besonders gut gefallen hat mir die Küste bei Muckross Head:

Die Felsen dort fand ich richtig faszinierend:

Sonnenuntergang am Muckross Head. Manchmal sind Wassertropfen auf der Frontlinse gar nicht so verkehrt:

Blick von der Straße etwas oberhalb der Küste:

Nächster Versuch, einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Diesmal hat es leider nicht geklappt, aber die Küste ist auch so beeindruckend:

Zum Abschluß unseres Urlaubs ging es dann noch zu Saint Johns Point:

Es war ziemlich beeindruckend zu sehen, wie sich das Wetter innerhalb recht kurzer Zeit änderte:

Auf dem Weg zurück:

Jul
30

Donegal: Wolle und Meer

Die Stadt Donegal ist zwar namensgebend für die Grafschaft Donegal, allerdings weder die Hauptstadt, noch der Verwaltungssitz. Mit ungefähr 2600 Einwohnern ist die sie auch eher klein. Uli hat sich schon vorher die Adresse eines Wollladens rausgesucht, zu dem sie dann schnurstracks gegangen ist:

Ich habe mir die Stadt angesehen. Wie wohl in allen irischen Städten ist die Dichte an Pups recht hoch:

Ganz im Nordwesten Donegals befindet sich die wunderschöne Küste Bloody Foreland. Anders als man vielleicht vermuten würde, stammt der Name nicht von einer blutigen Schlacht. Der Grund für den Namen sind die in der Abendsonne rot leuchtenden Felsen.


Beim Glencolmcille Folk Village handelt es sich um ein Freilichtmuseum mit traditionellen irischen Bauernhäusern:

Man bekommt einen guten Eindruck, wie die Menschen früher in Irland gelebt haben. Die Küste bei Glencolmcille ist auch recht schön:

Ein kleines Stück weiter südlich liegt Malin Beg mit dem schönen Silver Strand:

Westlich vom Silver Strand befindet sich eine weitere interessante Bucht:

Hier haben wir noch einen kurzen Spaziergang zum westlichsten Punkt gemacht: