Oct
21

Staple Island

Die Farne Islands sind eine Inselgruppe aus 15 bis 20 Inseln (je nach Gezeitenstand sind einige unter Wasser). Sie teilen sich in zwei Gruppen: die inneren Inseln, deren Hauptinsel Inner Farne ist, und die äußere Gruppe, deren Hauptinsel Staple Island ist. Besuchen kann man sowohl Inner Farne als auch Staple Island. Die Bootstouren nach Inner Farne und Staple Island dauern beide etwa zweieinhalb Stunden, davon verbringt man  eine Stunde auf der Insel. Es gibt auch eine längere Tour zu beiden Inseln, man verbringt dann je zwei Stunden auf jeder Insel. Wir waren sowohl auf Inner Farne, als auch auf Staple Island. Zuerst waren wir nicht so davon angetan, die lange Bootsfahrt (man fährt jedesmal zu beiden Inseln, landet dann aber nur an einer) mehrmals zu machen, aber im Nachhinein muß ich sagen daß die Fahrten nie langweilig waren und man doch immer wieder neue Eindrücke gesammelt hat.

Neben Unmengen an Seevögeln sieht man während der Fahrten auch Robben an den Ufern der Inseln:

Wie auch schon auf Inner Farne ist die unglaubliche Anzahl an Vögeln auf Staple Island einfach beeindruckend:

Während Inner Farne eher grün ist, ist Staple Island ziemlich felsig:

Sowohl auf Inner Farne als auch auf Staple Island kommt man nicht allzu nah an die Papageientaucher heran. Etwas Brennweite ist schon erforderlich, um gute Fotos zu machen. Wir hatten das Sigma 100-400 an der Nikon D7200 dabei. Manchmal hätten wir uns mehr Brennweite gewünscht, aber es sind uns doch einige gute Fotos mit der Kombi gelungen. Die ersten Papageientaucher sieht man schon direkt am Anleger:

Mit etwas Geduld kann man tolle Fotos machen:

Neben Papageientauchern gibt es auch unzählige Trottellummen auf Staple Island. Ich habe einige Zeit bei den Trottellummen verbracht und sie beobachtet. EIne Trottellumme im Flug:

Ein paar Momente später: ob die Landung wohl gutgeht?

Das ganze endete dann in einem ziemlichen Durcheinander und Gekreische. Die Felsen sind so dicht mit Trotellummen besetzt, daß jede Landung in einem Chaos endet.

Neben Trotellummen gibt es auch Möwen, die wohl eher kein wirklich freundschaftliches Verhältnis mit den Lummen pflegen:

Landschaftlich fand ich Staple Island sehr beeindruckend. Zwei Möwen vor den mit bunten Flechten bewachsenen Felsen:

Nochmal zwei Möwen mit einer etwas anderen Freizeitgestaltung:

Aber das Highlight der Insel sind natürlich die Papageientaucher:

Man sieht auf Staple Island jede Menge:

Uli bei den Papageientauchern:

Man muß diese eleganten, majestätischen Vögel einfach lieben:

Bilder mit offenen Flügeln zu machen ist ein Geduldsspiel: man sitzt halt da und wartet, meistens nimmt man irgendwann das Objektiv runter und genau dann öffnet der Papageientaucher seine Flügel. Man reißt das Objektiv hoch und hat den entscheidenden Moment verpaßt oder man hat ein total unscharfes Foto. Ist mir ziemlich oft passiert. Aber ein paarmal hatte ich auch Glück und konnte genau im richtigen Moment ein Foto machen:

Auch auf Staple Island gibt es einige grüne Stellen:

Möwen sind eigentlich überall auf Staple Island. Auch die Papageientaucher scheinen nicht besonders begeistert von den deutlich größeren Möwen zu sein:

Die Zeit auf Staple Island verging wie im Flug, viel zu bald mußten wir die Insel dann wieder verlassen.

 

Sep
23

Inner Farne

Die Farnes Islands vor der Küste von Northumberland sind eine großartige Möglichkeit, Papageientaucher zu beobachten und zu fotografieren. Die Inseln sind gut per Boot zu erreichen und es gibt deutlich mehr Überfahrten als z.B. nach Skomer Island oder Skellig Michael. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, daß es auf den Inseln ziemlich voll ist, und man auch nicht so nah an die Papageientaucher herankommt.

Die Boote zu den Farne Islands fahren am kleinen Ort Seahouses nahe Bamburgh ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Touren nach Inner Farne oder Staple Island, die insgesamt zweieinhalb Stunden dauern, von denen man eine Stunde auf der Insel verbringt. Oder eine lange Tour die  insgesamt sechs Stunden dauert, und man je zwei Stunden auf Inner Farne und Staple Island verbringt. Die lange Tour eignet sich natürlich besser für Fotografen, da man deutlich mehr Zeit auf den Inseln verbringt.

Eines der Boote zu den Farne Islands:

Die Boote fahren nicht direkt zu den Inseln, sondern zuerst an den verschiedenen Inseln vorbei. Es ist sehr beeindruckend, die Inseln mit den unzähligen Vögeln vom Meer aus zu sehen:

Am Ufer sieht man auch Robben-Kolonien:

Ich habe mich etwas gewundert warum in den Broschüren und beim Tickets kaufen empfohlen wird, unbedingt eine Kopfbedeckung mitzunehmen. Nach der Landung auf Inner Farne wird uns schnell klar, daß eine Kopfbedeckung wirklich nötig ist. Direkt neben den Wegen brüten Seeschwalben, die sich natürlich von den vielen Leuten gestört fühlen. Die Seeschwalben versuchen die Besucher zu verjagen, in dem sie ihnen auf den Kopf picken:

Die Landschaft auf Inner Farne und die riesige Anzahl an Seevögeln ist wirklich beeindruckend:

Es gibt unzählige Papageientaucher auf der Insel:

So nah wie auf Skellig Michael oder Skomer Island kommt man allerdings nicht an sie heran, was vermutlich einfach an der recht großen Zahl an Besuchern liegt. Hier hatte ich mal Glück und konnte zwei  aus der Nähe fotografieren:

Mit etwas Geduld kann man schöne Fotos der Vögel mit offenen Flügeln machen. Das im Hintergrund ist allerdings kein Wasserfall:

Es gibt auf Inner Farne recht viele Blumen, allerdings keine Bluebells:

Papageientaucher mit Meer im Hintergrund:

Papageientaucher sind ein recht dankbares Fotomotiv: man kommt recht nah an die Vögel heran und die kleinen Clowns schauen einfach süß aus. Ganz anders sieht es allerdings bei fliegenden Papageientauchern aus. Mit ihren kurzen Flügeln schießen sie unglaublich schnell durch die Luft, das ganze erinnert eigentlich eher an einen kontrollierten Absturz. Ein wirklich gutes Foto hinzubekommen ist eine riesige Herausforderung und wirklich gelungen ist es mir nicht. Hier eine kleine Auswahl meiner besten Fotos:

Sep
16

Northumberland

Nachdem unser Besuch bei den Papageientauchern auf Skellig Michael letztes Jahr ziemlich ins Wasser gefallen ist, wollten wir dieses Jahr an Pfingsten nochmal Papageientaucher fotografieren. Da wir dieses Jahr nur eine Woche Zeit hatten, haben wir uns für die Farne Islands entschieden, die von Edinburgh aus gut zu erreichen sind, und zu denen auch deutlich mehr Boote fahren.

Gewohnt haben wir in einem schönen Häuschen in Fenham Le Moor, etwa auf halben Weg von Edinburgh nach Newcastle in der Grafschaft Northumberland in England:

Blick vom Haus zum Meer:

Der Strand bei Ebbe:

Die Linksfahrerei fiel mir diesmal wesentlich leichter als bei unserem ersten Urlaub mit Linksverkehr in Irland. Die Strecke vom Flughafen bei Edinburgh nach Fenham Le Moor ist aber auch recht gut zu fahren, fast durchgängig Autobahn.

Die Gezeiteninsel Holy Island ist nur ein paar Kilometer von Fenham Le Moor entfernt. Bei Ebbe kann man mit dem Auto dorthin fahren, bei Flut ist die Straße überlutet:

Als wir an der Straße nach Holy Island ankamen, war sie noch etwas überspült und der Nebel sorgte für eine tolle Stimmung:

Einige Besucher der Insel wollten nicht mehr länger warten und fuhren durch das Meer zurück ans Festland:

Der irische Mönch St. Aidan gründete im 7. Jahrhundert auf Holy Island das Kloster Lindisfarne, von dem nur noch Ruinen erhalten sind:

Die beeindruckende Ruine der Burg Lindisfarne wurde leider gerade renoviert, deswegen haben wir uns den Weg dorthin gespart und sind noch etwas am schönen Strand spazieren gegangen:

Uli beim fotografieren:

Nur wenige Kilometer südlich von Fenham Le Moor befindet sich das bekannte Bamburgh Castle. Bamburgh hat aber auch einen recht schönen Strand:

Die beeindruckende Burg:

Am einzigen Tag an dem es geregnet hat (aber auch nicht durchgehend), sind wir nach Roughting Linn gefahren, um den Wasserfall dort zu fotografieren. Auf dem Weg zum Wasserfall haben wir dann massenhaft Atlantische Hasenglöckchen (engl. Bluebells) gesehen:

Auf dem Weg zum Wasserfall sind wir dann durch einen richtig faszinierenden Urwald:

Leider war der Wasserfall selber dann eher enttäuschend:

Es war recht trocken und der Bach führte kaum Wasser, so daß der Wasserfall doch etwas unspektakulär aussah. Wir haben nur ein paar Bilder gemacht und uns dann entschieden, noch etwas die Gegend zu erkunden:

Noch etwas weiter südlich liegt die schöne Stadt Alnwick. Dort befindet sich Alnwick Castle, der nach Windsor Castle zweitgrößte Adelssitz Englands und Kulisse zahlreicher Filme. Sehenswert ist auch Alnwick Garden, ein großer Park. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Garten kommt man an diesem schönen Cafe vorbei:

Der Garten selbst ist sehr schön angelegt:

Sogar ein paar Schwäne mit Jungen konnten wir dort fotografieren:

Alnwick selbst ist auch recht nett, hier der historische Marktplatz:

Am Abend haben wir dann noch beim Schloß Picknick gemacht:

Aug
19

Sommer-Bergtouren

Die letzten Jahre war ich im Sommer kaum wandern weil es mir zu heiß war. Dieses Jahr wollte ich regelmäßiger wandern und habe einige Touren im Sommer gemacht. Meist waren es kürzere, nordseitige Touren und ich bin relativ früh losgegangen, oder ich hab auch mal eine kurze Tour am Nachmittag gemacht, wenn es nicht ganz so warm war.

Mitte Juni bin ich von der Valepp auf den Schinder, der so etwas wie ein Schicksalsberg für mich ist, nachdem ich die Tour schon dreimal versucht hatte und nie oben ankam. Beim ersten Mal fing es zum Regnen an und ich bin wieder abgestiegen. Beim zweiten Versuch war mir am Morgen schlecht. Ich hatte mit einem Freund ausgemacht, die Tour zu gehen und bin trotzdem in die Valepp gefahren, aber nach einer Stunde gings nicht mehr weiter. Beim dritten Versuch war die Uli dabei und ihr gings nicht gut und wir mußtem umkehren.

Ich bin durch das Schinderkar aufgestiegen, zuerst auf den Bayerischen Schinder, dann auf den Österreichischen und von dort wieder runter. Und wunderschöne Rundtour!

Das Schinderkar:

Blick vom Schinderkar zurück in die Valepp:

Oberhalb des Schinderkars muß man ein paar versicherte Stellen überwinden. Der restliche Weg zum Bayerischen Schinder ist dann nicht mehr besonders anspruchsvoll. Die Aussicht ist traumhaft:

Auch zum Österreichischen Schinder muß man ein paar kurze, versicherte Stellen überwinden, aber der Weg ist nicht wirklich anspruchsvoll.

Blick vom Österreichischen Schinder auf den Bayerischen Schinder:

Der Österreichische Schinder beim Abstieg:

Als nächstes gings (fast) auf die Rappenklammspitze. Start der Tour ist in Hinterriß, von dort geht es durch das Rohntal zur Rappenklammspitze. Das Rohntal ist landschaftlich überaus reizvoll:

Links im Bild der Gipfel der Rappenklammspitze:

Die letzten Meter bis zum Gipfel sind sehr ausgesetzt und nicht versichert, deswegen bin ich nicht auf den Gipfel.

Der Hirschhörnlkopf von Jachenau ist eine schöne Halbtagestour mit tollem Blick auf den Walchensee:

Das Gipfelkreuz ist wirklich so krumm:

Die Tour auf den Hohen Fricken ist zum Glück nordseitig, dafür ist der Anstieg aber sehr steil und ich war nach kurzer Zeit komplett naß geschwitzt. Gleich am Anfang kommt man an den beeindruckenden Kuhfluchtfällen vorbei:

Der Gipfel des Hohen Fricken:

Blick vom Gipfel zurück:

Leider war es ziemlich neblig, die Zugspitze, die nicht allzu weit entfernt ist, konnte man leider überhaupt nicht sehen. Blick zurück beim Abstieg:

Anfang Juli bin ich von Unterammergau durch die Schleifmühlenklamm auf den Teufelsstättkopf. In der Klamm gibt es einige schöne Wasserfälle:

Bis auf den Gipfelbereich ist die Tour recht einfach. Der felsige Gipfel ist recht spektakulär und die letzten Meter muß man mit Hilfe von Drahtseilen hochkraxeln:

Blick vom Gipfel des Teufelsstättkopf:

Blick zurück zum Gipfel:

Auch bei der Tour auf den Rabenkopf kommt man an einem Wasserfall vorbei, den ich aber erst beim Abstieg besucht habe. Start ist wieder der Wanderparkplatz in der Jachenau. Der Weg durch die Rappinschlucht ist unschwierig, aber recht luftig. Im Wald hinter der Schlucht habe ich einige Weinbergschnecken gesehen:

Das Wetter war leider eher bescheiden:

Allerdings hatte der Wetterbericht für den ganzen Tag Regen vorhergesagt und den ersten Regentropfen bekam ich dann erst auf dem Rückweg vom Wasserfall zum Auto ab. Dafür hat es dann aber auch richtig geschüttet. Am Gipfel gabs sogar noch etwas Sonne:

Auf dem Rückweg hab ich noch einen kurzen Abstecher zum beeindruckenden Laintal Wasserfall gemacht:

Ende Juli bin ich dann noch auf den Simetsberg, eine Tour die ich im Frühjahr schon einmal gemacht hatte und eine Stunde unterhalb des Gipfels abbrechen mußte, weil einfach zu viel Schnee lag. Ausgangspunkt der Tour ist der Wanderparkplatz bei Einsiedl am Walchensee. Die Tour ist recht einfach und vom Gipfel hat man einen tollen Blick auf den Krottenkopf, den Hohen Fricken und dahinter die Zugspitze:

Blick vom Gipfel auf den Walchensee:

Pferde vor dem Walchensee:

Karibik-Flair beim Abstieg vom Simetsberg:

 

Aug
4

Geroldsee und Wörnerkopf

Ende Mai bin ich von Mittenwald auf den Wörnerkopf, einem den Wörner vorgelagerten Gipfel mit grandioser Aussicht auf das Karwendel. Da für Mittag Gewitter vorhergesagt waren bin ich recht früh los. Auf dem Weg nach Mittenwald bin ich noch zum Geroldsee und konnte dort wunderschöne Stimmungen einfangen:

Der kurze Fotostopp am Geroldsee daurte dann doch etwas länger, da ich unbedingt noch den See mit der Sonne im Bild fotografieren wollte:

Auf dem Weg zurück zum Auto konnte ich dann noch diese interessante Stimmung einfangen:

Ausgangspunkt für die Tour auf den Wörnerkopf ist der Wanderparkplatz zur Hochlandhütte, in der Nähe der Kasernen. Es bietet sich an, aus der Tour eine Runde zu machen indem man über den aussichtsreichen Zunterweidköpfe-Grat aufsteigt und dann zur Hochlandhütte absteigt. Nachdem es erstmal eine Weile durch den Wald nach oben geht, erreicht man schließlich die hübsch gelegene, aber unbewirtschaftete Rehbergalm:

Von hier an wird die Tour interessanter. Erstmal geht es einen steilen, bewaldeten Wiesenrücken hinauf. Oben angekommen geht es über den aussichtsreichen Grat zum Wörnerkopf. Weit unten im Tal sieht man Mittenwald:

Ausblick vom Gipfel des Wörnerkopfs auf den Wörner und die Mittenwalder Berge:

Gipfelpanorama mit Wörner, Westlicher Karwendelspitze und Mittenwald:

Vom Wörnerkopf gehts dann hinunter zur Hochlandhütte. Zuerst habe ich aber noch einen kleinen Abstecher zu den steilen Felswänden des Wörner gemacht, die wirklich beeindruckend sind:

Von der Hochlandhütte führt der Weg dann entlang eines hübschen Baches zurück nach Mittenwald: