Aug
19

Sommer-Bergtouren

Die letzten Jahre war ich im Sommer kaum wandern weil es mir zu heiß war. Dieses Jahr wollte ich regelmäßiger wandern und habe einige Touren im Sommer gemacht. Meist waren es kürzere, nordseitige Touren und ich bin relativ früh losgegangen, oder ich hab auch mal eine kurze Tour am Nachmittag gemacht, wenn es nicht ganz so warm war.

Mitte Juni bin ich von der Valepp auf den Schinder, der so etwas wie ein Schicksalsberg für mich ist, nachdem ich die Tour schon dreimal versucht hatte und nie oben ankam. Beim ersten Mal fing es zum Regnen an und ich bin wieder abgestiegen. Beim zweiten Versuch war mir am Morgen schlecht. Ich hatte mit einem Freund ausgemacht, die Tour zu gehen und bin trotzdem in die Valepp gefahren, aber nach einer Stunde gings nicht mehr weiter. Beim dritten Versuch war die Uli dabei und ihr gings nicht gut und wir mußtem umkehren.

Ich bin durch das Schinderkar aufgestiegen, zuerst auf den Bayerischen Schinder, dann auf den Österreichischen und von dort wieder runter. Und wunderschöne Rundtour!

Das Schinderkar:

Blick vom Schinderkar zurück in die Valepp:

Oberhalb des Schinderkars muß man ein paar versicherte Stellen überwinden. Der restliche Weg zum Bayerischen Schinder ist dann nicht mehr besonders anspruchsvoll. Die Aussicht ist traumhaft:

Auch zum Österreichischen Schinder muß man ein paar kurze, versicherte Stellen überwinden, aber der Weg ist nicht wirklich anspruchsvoll.

Blick vom Österreichischen Schinder auf den Bayerischen Schinder:

Der Österreichische Schinder beim Abstieg:

Als nächstes gings (fast) auf die Rappenklammspitze. Start der Tour ist in Hinterriß, von dort geht es durch das Rohntal zur Rappenklammspitze. Das Rohntal ist landschaftlich überaus reizvoll:

Links im Bild der Gipfel der Rappenklammspitze:

Die letzten Meter bis zum Gipfel sind sehr ausgesetzt und nicht versichert, deswegen bin ich nicht auf den Gipfel.

Der Hirschhörnlkopf von Jachenau ist eine schöne Halbtagestour mit tollem Blick auf den Walchensee:

Das Gipfelkreuz ist wirklich so krumm:

Die Tour auf den Hohen Fricken ist zum Glück nordseitig, dafür ist der Anstieg aber sehr steil und ich war nach kurzer Zeit komplett naß geschwitzt. Gleich am Anfang kommt man an den beeindruckenden Kuhfluchtfällen vorbei:

Der Gipfel des Hohen Fricken:

Blick vom Gipfel zurück:

Leider war es ziemlich neblig, die Zugspitze, die nicht allzu weit entfernt ist, konnte man leider überhaupt nicht sehen. Blick zurück beim Abstieg:

Anfang Juli bin ich von Unterammergau durch die Schleifmühlenklamm auf den Teufelsstättkopf. In der Klamm gibt es einige schöne Wasserfälle:

Bis auf den Gipfelbereich ist die Tour recht einfach. Der felsige Gipfel ist recht spektakulär und die letzten Meter muß man mit Hilfe von Drahtseilen hochkraxeln:

Blick vom Gipfel des Teufelsstättkopf:

Blick zurück zum Gipfel:

Auch bei der Tour auf den Rabenkopf kommt man an einem Wasserfall vorbei, den ich aber erst beim Abstieg besucht habe. Start ist wieder der Wanderparkplatz in der Jachenau. Der Weg durch die Rappinschlucht ist unschwierig, aber recht luftig. Im Wald hinter der Schlucht habe ich einige Weinbergschnecken gesehen:

Das Wetter war leider eher bescheiden:

Allerdings hatte der Wetterbericht für den ganzen Tag Regen vorhergesagt und den ersten Regentropfen bekam ich dann erst auf dem Rückweg vom Wasserfall zum Auto ab. Dafür hat es dann aber auch richtig geschüttet. Am Gipfel gabs sogar noch etwas Sonne:

Auf dem Rückweg hab ich noch einen kurzen Abstecher zum beeindruckenden Laintal Wasserfall gemacht:

Ende Juli bin ich dann noch auf den Simetsberg, eine Tour die ich im Frühjahr schon einmal gemacht hatte und eine Stunde unterhalb des Gipfels abbrechen mußte, weil einfach zu viel Schnee lag. Ausgangspunkt der Tour ist der Wanderparkplatz bei Einsiedl am Walchensee. Die Tour ist recht einfach und vom Gipfel hat man einen tollen Blick auf den Krottenkopf, den Hohen Fricken und dahinter die Zugspitze:

Blick vom Gipfel auf den Walchensee:

Pferde vor dem Walchensee:

Karibik-Flair beim Abstieg vom Simetsberg:

 

Aug
4

Geroldsee und Wörnerkopf

Ende Mai bin ich von Mittenwald auf den Wörnerkopf, einem den Wörner vorgelagerten Gipfel mit grandioser Aussicht auf das Karwendel. Da für Mittag Gewitter vorhergesagt waren bin ich recht früh los. Auf dem Weg nach Mittenwald bin ich noch zum Geroldsee und konnte dort wunderschöne Stimmungen einfangen:

Der kurze Fotostopp am Geroldsee daurte dann doch etwas länger, da ich unbedingt noch den See mit der Sonne im Bild fotografieren wollte:

Auf dem Weg zurück zum Auto konnte ich dann noch diese interessante Stimmung einfangen:

Ausgangspunkt für die Tour auf den Wörnerkopf ist der Wanderparkplatz zur Hochlandhütte, in der Nähe der Kasernen. Es bietet sich an, aus der Tour eine Runde zu machen indem man über den aussichtsreichen Zunterweidköpfe-Grat aufsteigt und dann zur Hochlandhütte absteigt. Nachdem es erstmal eine Weile durch den Wald nach oben geht, erreicht man schließlich die hübsch gelegene, aber unbewirtschaftete Rehbergalm:

Von hier an wird die Tour interessanter. Erstmal geht es einen steilen, bewaldeten Wiesenrücken hinauf. Oben angekommen geht es über den aussichtsreichen Grat zum Wörnerkopf. Weit unten im Tal sieht man Mittenwald:

Ausblick vom Gipfel des Wörnerkopfs auf den Wörner und die Mittenwalder Berge:

Gipfelpanorama mit Wörner, Westlicher Karwendelspitze und Mittenwald:

Vom Wörnerkopf gehts dann hinunter zur Hochlandhütte. Zuerst habe ich aber noch einen kleinen Abstecher zu den steilen Felswänden des Wörner gemacht, die wirklich beeindruckend sind:

Von der Hochlandhütte führt der Weg dann entlang eines hübschen Baches zurück nach Mittenwald:

Jul
2

Joshua Tree National Park

Das Highlight meines USA-Aufenthalts war der Besuch im Joshua Tree Nation Park. Von Pasadena ist man in gut zwei Stunden in Joshua Tree am Rande des Nationalparks. Nach einem kurzen Besuch im Joshua Tree Visitor Center bin ich in den Park gefahren. Die Wüstenlandschaft ist wirklich beeindruckend:

Auf den gewaltigen Felsen sieht man immer wieder Leute, die hinaufgeklettert sind:

Zuerst bin ich zum Barker Dam gefahren um dort eine Wanderung zu machen. Obwohl ich relativ früh dran war, war der kleine Parkplatz fast voll und ich ergatterte gerade noch den letzten Platz. Die Wanderung ist mit etwa 2 km hin- und zurück relativ kurz. Der Barker Dam wurde ursprünglich von Rangern als Wasserreservoir gebaut:

Im Sommer ist der kleine See aber wohl ausgetrocknet. Man kann dort relativ problemlos auf die Felsen klettern und hat einen schönen Blick auf das Piano Valley:

Von Barker Dam bin ich dann Richtung Skull Rock gefahren. Unterwegs bin ich immer mal wieder stehen geblieben um die faszinierende Landschaft anzuschauen und zu fotografieren:

Der wohl bekannteste Felsen im Park ist der Skull Rock. Skull bedeutet Schädel oder Totenkopf, und wenn man den Felsen sieht ist sofort klar warum er so heißt:

Nicht weit entfernt vom Skull Rock, in der Nähe des Jumbo Rock Campingplatz, findet man diesen interessanten Felsen:

Ich habe dann noch eine längere Wanderung durch die faszinierenden Felsen rund um den Jumbo Rocks Campingplatz gemacht:

Als nächstes bin ich vom White Tank Campingplatz zum Arch Rock gewandert, einem interessanten Steinbogen, der etwas an den Arches Nationalpark erinnert. Hier ein Bild vom Campingplatz:

Der Arch Rock ist ein beliebtes Fotomotiv:

Auch von der anderen Seite sieht er beeindruckend aus:

Auf dem Rückweg zum White Tank Campingplatz:

In der Zwischenzeit war es später Nachmittag und ich bin noch zum Cholla Cactus Garden gefahren, um die Kakteen zu fotografieren. Die Dornen leuchten wunderschön im Gegenlicht:

Die Fahrt zurück nach Pasadena zog sich dann ganz schön. Im Nachhinein wäre es vermutlich besser gewesen, in Joshua Tree oder Palm Springs zu übernachten, und noch einen Tag im Joshua Tree National Park zu verbringen, oder weiter in den Anza Borrego State Park zu fahren.  Der Joshua Tree National Park ist ein wirklich tolles Erlebnis und landschaftlich einfach beeindruckend!

Jun
16

Los Angeles

Ende Februar war ich mit einem Kollegen in den USA um am NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) unsere Software für das GRACE Follow-On Projekt zu installieren. GRACE Follow-On ist der Nachfolger des Gravity Recovery and Climate Experiment (GRACE) Projekts, einem Gemeinschaftsprojekts der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zur genauen Bestimmung des Erdschwerefelds. Die beiden Satelliten des GRACE Projekts wurden 2002 gestartet, die Mission endete im Oktober 2017. Auch der Nachfolger GRACE Follow-ON ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und wird weiter das Erdschwerefeld vermessen und neue Technologien testen.

Das NASA Jet Propulsion Laboratory befindet sich in Pasadena im Nordosten von Los Angeles in Kalifornien. Pasadena hat ungefähr 140.000 Einwohner und neben dem JPL befindet sich dort auch das California Institute of Technology (Caltech), eine der renomiertesten Universitäten der Welt. Bekannt wurde das Caltech unter anderem durch die erfolgreiche Serie Big Bang Theory, deren Hauptprotagonisten am Caltech forschen.

Die Altstadt von Pasadena ist recht schön, besonders beeindruckend ist das Rathaus:

Das JPL befindet sich etwas außerhalb von Pasadena:

Die Software haben wir aber in einem Bürogebäude außerhalb des JPLs installiert, so daß wir gar nicht viel vom JPL gesehen haben.

Da wir die Software-Installation recht zügig abschließen konnten, hatten wir noch Zeit für einige Ausflüge. Als erstes haben wir uns Hollywood angesehen. Wir sind dort den Walk of Fame entlanggelaufen. Wir waren recht früh dort, so daß sich der Touristenauflauf noch in Grenzen hielt. Der Walk of Fame ist bekannt für die Sterne, die dort zu Ehren berühmter Schauspieler im Gehweg eingelassen sind:

Am Walk of Fame befindet sich auch das Chinese Theater, ein Premierenkino, das 1927 vom Kinobetreiber Sid Grauman eröffnet wurde. Weltberühmt wurde es durch die Hand- und Schuhabdrücke zahlreicher Filmstars:

Santa Monica befindet sich westlich von Los Angeles, direkt an der Pazifik-Küste. Eines der Wahrzeichen von Santa Monica ist das Santa Monica Pier:

Von dort hat man einen tollen Blick auf Santa Monica Beach:

Südlich von Santa Monica befindet sich Venice, das bekannt für sein Strandleben ist. Am Strand gibt es einen bekannten Skatepark:

Blick auf Venice Beach und den Pazifik:

Der bekannte Venice-Schriftzug:

Das Mount Wilson Observatorium befindet sich auf einer Höhe von 1742 Metern auf dem Mount Wilson, der sich im San Gabriel Gebirge nordöstlich von Los Angeles befindet. Es wurde 1904 von Georg Hale gegründet und ist eines der ältesten und erfolgreichsten weltweit. Das 1917 installierte 2,5 Meter Spiegelteleskop war von 1917 bis 1949 das größte Teleskop. Es wurde von Edwin Hubble genutzt um nachzuweisen, daß es Galaxien außerhalb der Milchstraße gibt und daß das Universum expandiert.

Von Pasadena aus führt eine breite Straße ins San Gabriel Gebirge:

Die Landschaft ist beeindruckend:

Das Hooker Teleskop mit dem Edwin Hubble die Expansion des Universums nachgewiesen hat:

Bevor mein Kollege am Samstag nach Hause flog, haben wir uns noch Beverly Hills angesehen. Der Ort ist bekannt als Domizil zahlreicher prominenter Schauspieler, Regisseure und anderer wohlhabender Einwohner:

Im Umland von Beverly Hills findet man viele elegante Häuser in prachtvollen Gärten, im Zentrum viele exklusive Geschäfte:

Mein Kollege flog am Samstag Abend nach Hause, ich bin noch bis Dienstag geblieben. Eigentlich wollte ich noch zwei längere Ausflüge in den Joshua Tree National Park und nach Anza Borrego machen. Anza Borrego war mir dann allerdings doch zu weit und ich bin stattdessen den Wonderview Trail gegangen.

Samstag Nachmittag bin ich aber erstmal zum Griffith Park, einem großer Park am östlichen Ende der Santa Monica Mountains im Stadteil Hollywood. Vom Parkplatz bin ich zum Griffiths Observatorium gewandert, und weiter auf den Mount Hollywood. Von dort hat man einen tollen Blick auf das Observatorium und Los Angeles:

Langsam ging die Sonne unter und der Ausblick wurde immer schöner:

Der Blick auf das Lichtermeer von Los Angeles ist einfach beeindruckend und nachts wird einem erst richtig klar, wie groß Los Angeles eigentlich ist.

Am Sonntag gings dann in den Joshua Tree National Park (über den ich einen eigenen Blog-Artikel schreiben werde), und am Montag bin ich noch den Wonder View Trail zum berühmten Hollywood-Schild gegangen.

Der Wonder View Trail beginnt am Ende des Wonder View Drive. Da man dort allerdings nicht parken kann, ist es am besten, das Auto am  Lake Hollywood Drive stehen zu lassen und bis zum Wonder View Drive zu laufen. Am Ende der Straße beginnt ein schmaler Pfad der steil zum Wisdom Tree hinaufführt:

Von dort hat man einen schönen Blick auf Los Angeles. Nach einer kurzen Pause gings dann weiter zum Hollywood-Schild, daß sich knapp unterhalb des Gipfels des Mount Cahuenga befindet. Das Schild selber ist eingezäunt, das Foto habe ich gemacht, in dem ich die Kamera über den Zaun gehalten habe:

Als ich dann wieder fast beim Auto war ist mir noch ein Schild aufgefallen, daß ich beim rauflaufen übersehen hatte: Caution – This is Mountain Lion Land. Außerdem standen auf dem Schild Verhaltensregeln wie nicht alleine gehen und dem Puma nicht in die Augen schauen. Im ersten Moment dachte ich, schön daß ich das Schild jetzt sehe. Aber eine Internet-Recherche ergab dann, daß es praktisch unmöglich ist, einen Puma zu begegnen, da die sich einfach von Menschen fernhalten.

Jun
8

Garnitzenklamm

Die Garnitzenklamm wollte ich schon sehr lange fotografieren. 350 km und fast vier Stunden Fahrt einfach waren mir dann aber doch immer zu weit. Auf dem Rückweg von Slovenien kam ich aber fast an der Garnitzenklamm vorbei, und habe den relativ kurzen Abstecher dorthin noch gemacht.

Nach dreieinhalb wunderbaren Tagen in Slovenien mit viel Sonne wurde das Wetter am Heimreisetag schlecht: bewölkter Himmel und viel Regen am Nachmittag. Als ich gegen zehn am Parkplatz der Garnitzenklamm ankam war er leer und der Himmel grau. Zum Glück regnete es aber nicht. Regen sorgt zwar für schönere Farben, aber ich hatte nicht wirklich Lust, stundenlang im Regen durch die Klamm zu laufen.

Die Klamm ist insgesamt vier Kilometer lang und in vier Teile unterteilt. Für den gesamten Weg sollte man etwa dreieinhalb Stunden einplanen, der Rückweg kommt dann noch hinzu. Im oberen Teil sollte man schwindelfrei sein.

Vom Parkplatz aus folgt man einem breiten Wanderweg entlang des Garnitzenbaches. Über recht interessante Rundbrücken überquert der Weg einige Male den Bach:

Der wohl schönste Wasserfall der Klamm befindet sich relativ weit unten im ersten Teilabschnitt:

Im weiteren Verlauf wird die Schlucht dann deutlich tiefer und enger und die Wege führen teilweise etwas ausgesetzt, aber gut gesichert am Rand der Schlucht entlang.

Weiter oben gabs zwar keine spektakulären Wasserfälle mehr, aber den Kontrast zwischen dem bunten Herbstlaub und dem türkis-blauen Wasser fand ich einfach genial:

Die Brücken sind vor dem bunten Herbstlaub auch sehr fotogen:

Die Farben der Steine und Felswände fand ich auch sehr interessant, besonders gut hat mir der Kontrast zwischen der blauen Felswand und dem gelben Laub gefallen:

Nochmal eine Aufnahme vom tief eingeschnittenen Teil der Schlucht, die ich auf dem Rückweg gemacht habe:

Die Garnitzenklamm hat mir wirklich gut gefallen und es hätte sich bestimmt gelohnt, noch länger zu bleiben und durch die ganze Klamm zu laufen. Da ich aber noch einen recht langen Nach-Hause Weg vor mir hatte, bin ich nur die ersten beiden Teilabschnitte gegangen und dann durch die Klamm wieder zurück.