Jun
2

Cascata di Fanes

Die zweite Hälfte meines Wanderurlaubs in den Dolomiten verbrachte ich in Toblach. Da das Wetter am ersten Tag dort nicht ganz so gut war und ich eh mal einen Tag Pause brauchte, entschied ich mich, zur Cascata di Fanes zu laufen. Ich war vor ein paar Jahren schonmal bei dem Wasserfall, damals hatte es aber in Strömen geregnet. Diesmal hatte ich mehr Glück, erst auf den letzten Metern zurück zum Auto fing es zum Regnen an.

Die Cascata di Fanes ist mit 90 Metern der höchste Wasserfall der Dolomiten, vom Parkplatz an der Straß von Toblach nach Cortina d’Ampezzo sind es etwa eineinhalb Stunden. Nach etwa einer Stunde kommt man zu einer wirklich beeindruckenden Schlucht:

Nach einer weiteren halben Stunde ist man beim Fanes Wasserfall. Dort beginnt ein Klettersteig, der hinter dem Wasserfall vorbei führt:

Der beeindruckende Fanes-Wasserfall:

Es lohnt sich am Bach entlang zurückzugehen. Weiter unten sind noch einige kleinere Wasserfälle:

Der Bach unterhalb des Wasserfalls ist auch recht fotogen:

Die Wanderung zur Cascata di Fanes ist perfekt für nicht so tolles Wetter und landschaftlich sehr beeindruckend!

May
15

Peitlerkofel

Diesmal hatte ich meinen Wanderurlaub in den Dolomiten zweigeteilt: die erste Hälfte habe ich in Tiers am Rosengarten verbracht, die zweite in Toblach. Auf dem Weg von Tiers nach Toblach bin ich über das Würzjoch gefahren und von dort auf den Peitlerkofel. Der alleinstehende Peitlerkofel ist der nordwestlichste Eckpfeiler der Dolomiten. Durch die beeindruckenden Nordwände führen zahlreiche Kletterrouten. Dort haben Reinhold Messner und Hans Kammerlander in jungen Jahren viele Solo-Besteigungen gemacht und Routen eröffnet. Der Normalweg führt von Süden auf den Berg und ist abgesehen vom kurzen Klettersteig auf den Gipfel, rech einfach.

Tolle Lichtstimmung kurz vor dem Würzjoch:

Vom Würzjoch aus, das sich nördlich des Peitlerkofels befindet, geht es erstmal um den Berg herum.

Die beeindruckenden Nordwände des Peitlerkofels:

Der Weg führt erstmal recht eben um den Berg herum, die Felskulisse ist beeindruckend:

Von der Peitlerscharte im Süden geht es dann in vielen Kehren hinauf. Der Blick auf ist beeindruckend:

Am Morgen war der Himmel noch strahlend blau, jetzt zog es zu und tiefhängende Wolen schoben sich über den Berg:

Als ich am Einstieg des Klettersteiges ankam hing der Gipfel komplett in den Wolken. Ich habe kurz überlegt, ob es wirklich Sinn macht, unter diesen Bedingungen auf den Gipfel zu steigen. Allerdings rissen die Wolken inner wieder auf und ich versuchte mein Glück. Der Klettersteig ist wirklich nicht besonders schwer und auch nicht sehr lang.

Blick vom Gipfel des Peitlerkofel:

Die schnell ziehenden Wolken und die diesige Luft sorgten immer wieder für schöne Stimmungen:

Von der Peitlerscharte hat man am Nachmittag einen tollen Ausblick:

Die Nordwände des Peitlerkofel im schönen Nachmittagslicht. Kaum zu glauben daß ich ein paar Stunden eher am Gipfel stand:

Blick zurück zum Peiterkofel. Von hier aus sind es nur noch ein paar Minuten zum Würzjoch:

May
12

Santnerpass-Klettersteig

Auf der Liste der schönsten Bergtouren, die ich bis jetzt gemacht habe, verdient der Santnerpass-Klettersteig einen Platz ganz weit oben. Die Tour ist nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern sie ist auch ein beeindruckendes Erlebnis. Ausgangspunkt ist, wie schon für die Tour um die Rotwand, die Frommer Alm. Von dort geht es erstmal gemütlich mit dem König Laurin Sessellift zur Kölner Hütte auf 2339 Mete Höhe. Das erste Stück des Weges ist identisch zur Rotwand-Umrundung: hinter der Hütte muß man erstmal eine mit Drahtseilen versicherte Felsstufe hinaufkraxeln. Am Wegweiser geht es diesmal links weiter, die Felswände im Hintergrund lassen schon erahnen daß die Tour keine gemütliche Wanderung wird:

Der Santnerpass-Klettersteig ist nicht durchgehend versichert. Bevor man zum Einstieg des eigentlichen Klettersteigs kommt, heißt es erstmal teilweise ausgesetztes ungesichertes Felsgelände zu überwinden:

Das ganze schaut auf dem Bild zwar schlimmer aus als es ist. Aber die Tour ist sicher eine der anspruchsvollsten Touren die ich bis jetzt gemacht habe.

Mehr Kraxelei:

Ich habe etwas Höhenangst und ausgesetzte Traversen (wie am Anfang der Tour) sind nicht so meins. Die Kraxelei im Fels habe ich aber genossen. Meistens geht es in Rinnen nach oben und wirklich ausgesetzt ist das ganze nicht, auch wenn es auf den Fotos so wirkt. Und durch die Kraxelei habe ich die bizarre Felslandschaft viel intensiver erfahren können.

Blick zurück Richtung Kölner Hütte:

Weiter gehts durch eine Rinne an einem Felsturm vorbei:

Der Klettersteig ist nicht wirklich schwierig. In den Führern ist er mit B/ C geführt, es gibt aber nur eine C-Stelle wo es mal einige Meter senkrecht eine Felswand hinaufgeht.

Blick zurück vom Ausstieg:

Der Rest der Wanderung ist, abgesehen von einigen steilen, mit Seilen gesicherten Stellen beim Abstieg zur Vajolet-Hütte, eine einfache Wanderung. Zuerst einmal geht’s aber hinunter zur Gartlhütte:

Die Türme im Hintergrund sind die Vajolet-Türme. Der Abstieg zur Vajolet-Hütte ist recht steil und stellenweise ausgesetzt:

Die wunderbar gelegene Vajolet-Hütte:

Nach dem ich mir auf der Vajolet-Hütte erstmal was zu Essen und zu trinken gegönnt habe, gings weiter Richtung Tschagerjoch. Dazu waren noch einmal 400 Höhenmeter zu bewältigen, bevor es dann zurück zum Ausgangspunkt ging.

Blick zurück auf die Vajolet-Hütte:

Blick vom Tschagerjoch ins Tal:

Fast am Ausgangspunkt angelangt:

Felsnadel beim Abstieg zur Köllner Hütte:

Wie schon in der Einleitung geschrieben ist der Santnerpass-Klettersteig eine der schönsten Bergtouren, die ich bis jetzt gemacht habe. Die Landschaft ist teilweise atemberaubend und in dieser Felskulisse die Felsen hoch zu kraxeln hat mich die wunderschöne Landschaft noch intensiver erleben lassen. Der Santnerpass-Klettersteig ist nicht wirklich schwer, aber er ist nur teilweise gesichert und der ungesicherte Zustieg ist stellenweise etwas ausgesetzt.

 

Apr
20

Krokusse am Heuberg

Der Heuberg ist mit einer Höhe von 1338 Metern ein doch eher unscheinbarer Gipfel in der Nähe von Nußdorf am Inn. Trotzdem lohnt sich die Tour auf den Heuberg: er bietet eine tolle Aussicht auf das Inntal und im Frühjahr blühen dort jede Menge Krokusse. Und der Gipfelanstieg auf die benachbarte Wasserwand bietet auch ein kleines Abenteuer.

Das Gipfelkreuz des Heubergs, dahinter die Wasserwand:

Blick vom Gipfel des Heubergs auf das Inntal, der prominente Gipfel links ist das Kranzhorn:

Der Gipfelanstieg auf die Wasserwand ist schon recht luftig. Zwar geht es nur ungefähr 20 Höhenmeter durch den Fels und der Steig ist mit einem Drahtseil gesichert, aber ich habe etwas Höhenangst und vor allem den Abstieg fand ich recht unangenehm.

Ausblick vom Gipfel der Wasserwand, in der Mitte das Gipfelkreuz des Heubergs:

Im Frühjahr blühen in dem Gebiet rund um die Deindlalm unzählige Krokusse:

Ein weiterer Gipfel, der sich recht schnell von der Deindlalm aus oder auch vom Heuberg erreichen läßt, ist der Kitzstein. Auch von dort hat man einen super Blick auf das Inntal:

Krokusse und Märzenbecher oberhalb der Deindlalm auf dem Rückweg vom Kitzstein:

Ich finde es schwierig, die Krokusse zu fotografieren. Rund um die Deindlalm blühnt eine unglaubliche Anzahl an Krokussen und die Wiesen sind übersät von bunten Farbtupfern. Das ganze ist absolut beeindruckend. Aber fotografiert man die Wiesen weitwinklig, um die riesige Anzahl der Krokusse, festzuhalten, ist davon auf den Fotos kaum etwas zu erkennen und die Fotos sehen nur langweilig aus. Ich habe eigentlich nur zwei Möglichkeiten gefunden, gute Fotos zu machen: entweder ein paar Krokusse mit Bergen dahinter oder eher abstrakte Bilder von Krokussen:

Ich saß noch ewig auf der Wiese und habe einfach den Anblick des bunten Blumenmeers um mich herum genossen. Irgendwann verschwand dann die Sonne hinter den Bergen und es wurde schlagartig recht kühl. Der Abschied ist mir dann nicht leicht gefallen, wohl wissend daß in ein, zwei Wochen die Blütenpracht vergangen sein wird.

Apr
1

Rund um die Rotwand

Die Umrundung der Rotwand ist eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour im Rosengarten-Massiv. Ausgangspunkt ist die Frommer Alm. Von dort geht es erstmal gemütlich mit dem König Laurin Sessellift zur Kölner Hütte auf 2339 Mete Höhe. Hinter der Hütte muß man erstmal eine mit Drahtseilen versicherte Felsstufe hinaufkraxeln:

Blick aufs Latemar:

Nach der Felsstufe steht man vor fast senkrechten Wänden und ich habe mich erstmal gefragt wie man da weiterkommen soll. Das ganze schaut doch recht grimmig aus. Der Weg hinauf aufs Tschagerjoch (dem mit 2630 Metern höchsten Punkt der Tour) führt durch eine steile Rinne, die zwar anstrengend zu gehen ist, aber nicht weiter schwierig. Oben angekommen hat man einen fantastische Blick:

Ab hier ist dann einfach Genußwandern angesagt. Die Landschaft ist absolut beeindruckend:

Der Aufstieg zum Passo della Zigolade (mit 2550 Metern der zweithöchste Punkt der Tour) ist nochmal etwas anstrengend. Blick vom Pass:

Beim Abstieg Richtung Rotwandhütte kommt man noch an diesem interessanten Felstor vorbei:

Blick auf die Rotwand:

Die wunderbar gelegene Rotwandhütte mit der markanten Rotwand im Hintergrund:

Unterhalb der beeindruckenden Rosengartenwände geht es dann auf dem Hirzelweg zurück Richtung Kölner Hütte:

Blick ins Tal. Ganz links ist ein Tel des Latemar zu sehen:

Geschafft. Die Kölner Hütte und der König Laurin Lift, mit dem es wieder gemütlich hinab zur Frommer Alm geht:

Den vielleicht schönsten Blick auf das Rosengarten-Massiv hat man vom Wuhnleger, einem kleinen Speichersee oberhalb von Tiers. Von St. Zyprian aus ist man in etwa einer Dreiviertelstunde beim Wuhnleger. Der Weg ist nicht schwierig und der Blick auf den Rosengarten beeindruckend:

Etwas unterhalb des Wuhnlegers:

Der Rosengarten ist für sein schönes Alpenglühen bekannt. Ich war zweimal dort, beim zweiten Mal haben die atmosphärischen Bedingungen perfekt gepaßt und die Berge wurden wunderbar rot angeleuchtet: