Apr
20

Krokusse am Heuberg

Der Heuberg ist mit einer Höhe von 1338 Metern ein doch eher unscheinbarer Gipfel in der Nähe von Nußdorf am Inn. Trotzdem lohnt sich die Tour auf den Heuberg: er bietet eine tolle Aussicht auf das Inntal und im Frühjahr blühen dort jede Menge Krokusse. Und der Gipfelanstieg auf die benachbarte Wasserwand bietet auch ein kleines Abenteuer.

Das Gipfelkreuz des Heubergs, dahinter die Wasserwand:

Blick vom Gipfel des Heubergs auf das Inntal, der prominente Gipfel links ist das Kranzhorn:

Der Gipfelanstieg auf die Wasserwand ist schon recht luftig. Zwar geht es nur ungefähr 20 Höhenmeter durch den Fels und der Steig ist mit einem Drahtseil gesichert, aber ich habe etwas Höhenangst und vor allem den Abstieg fand ich recht unangenehm.

Ausblick vom Gipfel der Wasserwand, in der Mitte das Gipfelkreuz des Heubergs:

Im Frühjahr blühen in dem Gebiet rund um die Deindlalm unzählige Krokusse:

Ein weiterer Gipfel, der sich recht schnell von der Deindlalm aus oder auch vom Heuberg erreichen läßt, ist der Kitzstein. Auch von dort hat man einen super Blick auf das Inntal:

Krokusse und Märzenbecher oberhalb der Deindlalm auf dem Rückweg vom Kitzstein:

Ich finde es schwierig, die Krokusse zu fotografieren. Rund um die Deindlalm blühnt eine unglaubliche Anzahl an Krokussen und die Wiesen sind übersät von bunten Farbtupfern. Das ganze ist absolut beeindruckend. Aber fotografiert man die Wiesen weitwinklig, um die riesige Anzahl der Krokusse, festzuhalten, ist davon auf den Fotos kaum etwas zu erkennen und die Fotos sehen nur langweilig aus. Ich habe eigentlich nur zwei Möglichkeiten gefunden, gute Fotos zu machen: entweder ein paar Krokusse mit Bergen dahinter oder eher abstrakte Bilder von Krokussen:

Ich saß noch ewig auf der Wiese und habe einfach den Anblick des bunten Blumenmeers um mich herum genossen. Irgendwann verschwand dann die Sonne hinter den Bergen und es wurde schlagartig recht kühl. Der Abschied ist mir dann nicht leicht gefallen, wohl wissend daß in ein, zwei Wochen die Blütenpracht vergangen sein wird.

Apr
1

Rund um die Rotwand

Die Umrundung der Rotwand ist eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour im Rosengarten-Massiv. Ausgangspunkt ist die Frommer Alm. Von dort geht es erstmal gemütlich mit dem König Laurin Sessellift zur Kölner Hütte auf 2339 Mete Höhe. Hinter der Hütte muß man erstmal eine mit Drahtseilen versicherte Felsstufe hinaufkraxeln:

Blick aufs Latemar:

Nach der Felsstufe steht man vor fast senkrechten Wänden und ich habe mich erstmal gefragt wie man da weiterkommen soll. Das ganze schaut doch recht grimmig aus. Der Weg hinauf aufs Tschagerjoch (dem mit 2630 Metern höchsten Punkt der Tour) führt durch eine steile Rinne, die zwar anstrengend zu gehen ist, aber nicht weiter schwierig. Oben angekommen hat man einen fantastische Blick:

Ab hier ist dann einfach Genußwandern angesagt. Die Landschaft ist absolut beeindruckend:

Der Aufstieg zum Passo della Zigolade (mit 2550 Metern der zweithöchste Punkt der Tour) ist nochmal etwas anstrengend. Blick vom Pass:

Beim Abstieg Richtung Rotwandhütte kommt man noch an diesem interessanten Felstor vorbei:

Blick auf die Rotwand:

Die wunderbar gelegene Rotwandhütte mit der markanten Rotwand im Hintergrund:

Unterhalb der beeindruckenden Rosengartenwände geht es dann auf dem Hirzelweg zurück Richtung Kölner Hütte:

Blick ins Tal. Ganz links ist ein Tel des Latemar zu sehen:

Geschafft. Die Kölner Hütte und der König Laurin Lift, mit dem es wieder gemütlich hinab zur Frommer Alm geht:

Den vielleicht schönsten Blick auf das Rosengarten-Massiv hat man vom Wuhnleger, einem kleinen Speichersee oberhalb von Tiers. Von St. Zyprian aus ist man in etwa einer Dreiviertelstunde beim Wuhnleger. Der Weg ist nicht schwierig und der Blick auf den Rosengarten beeindruckend:

Etwas unterhalb des Wuhnlegers:

Der Rosengarten ist für sein schönes Alpenglühen bekannt. Ich war zweimal dort, beim zweiten Mal haben die atmosphärischen Bedingungen perfekt gepaßt und die Berge wurden wunderbar rot angeleuchtet:

Mar
8

Mittenwalder Höhenweg

Der Mittenwalder Höhenweg ist einer der Klassiker in den Bayerischen Alpen. Aussichtsreich führt der Klettersteig entlang des Grates von der Westlichen Karwendelspitze zum Brunnsteinanger. Meistens wird der Mittenwalder Höhenweg in diese Richtung begangen, da man mit Hilfe der Karwendelbahn auf die westliche Karwendelspitze fahren kann, und sich so einiges an Höhenmetern spart. Ich bin dieses Mal aber von Mittenwald zum Brunnsteinanger aufgestiegen und den Weg in die entgegengesetzte Richtung gegangen, da man dann mit der Karwendenbahn runter fahren kann, und sich den langen Abstieg spart.

Von Mittenwald aus bin ich über den Leitersteig zur Brunnsteinhütte aufgestiegen. Von der Hütte hat man einen schönen Blick hinab ins Tal und auf die Mittenwalder Berge:

Der Weg wird jetzt etwas steiler, aber der Ausblick entschädigt für alle Mühen:

Am Brunnsteinanger angekommen, kann man entweder noch einen Abstecher zur Brunnsteinspitze machen (gut 100 Höhenmeter) oder Richtung Kirchlspitze weitergehen:

Blick zur Brunnsteinpitze:

Da ich doch schon einige Höhenmeter hinter mir hatte und der Mittenwalder Höhenweg recht lang ist, habe ich mir den Abstecher gespart.

Blick Richtung Kirchlspitze:

Hier beginnt der eigentliche Klettersteig:

Blick zurück auf den Grat:

Blick auf die felsigen Karwendelberge:

Der Mittenwalder Höhenweg ist bestens gesichert und nicht wirklich schwierig. Diese Leiter hat ihre besten Tage aber wohl schon hinter sich:

Blick zurück auf die eindrucksvolle Felskulisse:

Nochmal eine kurze Pause mit fantastischer Aussicht, bevor es weiter zur Karwendelbahn geht:

Das Wetter im Gebirge kann sich oft recht schnell ändern. Innerhalb weniger Minuten zog Nebel auf:

Der Nebel wurde immer dichter, die Sichtweite betrug nur noch wenige Meter:

Zum Glück wars nicht mehr weit zur Bergstation der Karwendelbahn.

Der Mittenwalder Höhenweg ist völlig zu Recht ein Klassiker! Die Aussicht ist traumhaft und der Klettersteig ist nie langweilig und nicht schwierig. Allerdings ist der Steig recht lang und in dieser Richtung muß man erstmal 1400 Höhenmeter aufsteigen und dann kommt noch einiges an Höhenmetern durch das Auf und Ab entlang des Grates hinzu. Dafür spart man sich den langen Abstieg am Ende.

Feb
17

Schlittenhunderennen Wallgau 2019

Das Schlittenhunderennen in Wallgau fand dieses Jahr Mitte Februar statt. Schnee hatte es dieses Mal genug, es war allerdings recht warm, was für die Hunde und auch die Fotografen eher unangenehm ist. Außerdem war wohl halb München Richtung Berge unterwegs und irgendwo waren wohl auch Ferien, jedenfalls brauchten wir doch eher zweieinhalb Stunden nach Wallgau, statt den normalen eineinhalb Stunden.

Fototechnisch hatte ich meine D610 mit dem Sigma 120-300/2.8 OS dabei, die meisten Bilder habe ich dann aber mit dem Nikon 24-120/4 gemacht, da ich mal etwas weitwinkligere Aufnahmen machen wollte. Gute Fotos waren leider eine wirkliche Herausforderungen weil wegen dem schönen Wetter viele Leute spazieren gegangen sind und man kaum mal ein Bild ohne Leute im Hintergrund machen konnte, auch abseits von Start und Ziel. Ein paar gute Fotos sind mir aber doch gelungen:

Perfektes Wetter, eine beeindruckende Bergkulisse, ein tolles Schlittenhunderennen, was will man mehr?

Feb
15

Rund um Oberstdorf

Letztes Jahr habe ich zwei wunderbare Bergtouren in den Allgäuer Alpen in der Nähe von Oberstdorf gemacht. Den Anfang machte der aussichtsreiche Höhenweg von der Nebelhornbahn zum Laufbacher Eck. In 2000 Metern Höhe wandert man aussichtsreich entlang steiler Grashänge. Los geht’s an der Station Höfatsblick. Der Blick auf auf den Seealpsee und die Allgäuer Berge ist beeindruckend:

Der Blick vom Laufbacher Eck auf die Höfats ist wirklich beeindruckend:

Das Wetter war zu Beginn sonnig, dann zog Hochnebel auf, der sich aber zum Glück recht schnell wieder verzog:

Der Weg ist sehr abwechslungsreich und die Landschaft bietet immer wieder neue Fotomotive:

Die Höfats fotografiert beim Abstieg vom Himmelecksattel:

Neben der Höfats ist auch der Blick auf den Schneck und seine steile Ostwand sehr beeindruckend.  Vom Himmelecksattel geht’s steil hinunter Richtung Käseralpe.

Kühe unterhalb der Käseralpe:

Auf dem Weg zum Oytalhaus kommt man noch an einem beeindruckenden Wasserfall vorbei:

Beim Oytalhaus habe ich dann erstmal Brotzeit gemacht. Die hausgemachte Bratwurst war richtig lecker.

Als weiteres Highlight kann man sich beim Oytalhaus Roller mieten und gemütlich ins Tal rollen:

Die Tour ist sehr abwechslungsreich, die Landschaft ist großartig und daß man am Ende noch mit dem Roller gemütlich ins Tal kommt ist einfach genial!

Als nächstes bin ich von der Mittelstation der Fellhornbahn über den Krumbacher Höhenweg zur Mindelheimer Hütte gelaufen.  Die Tour beginnt recht gemütlich, man läuft fast eben dahin, mit tollem Blick auf die Allgäuer Berge:

Nach etwa eineinhalb Stunden kam ich an der verfallenen Kühgrundalpe an und war erstmal etwas geschockt daß dort auf einem Wegweiser stand, daß es noch vier Stunden bis zur Mindelheimer Hütte sind. In der Zwischenzeit war es schon fast elf und ich hatte doch ernsthafte Bedenken, das überhaupt zu schaffen, weil ich ja wieder zurück und auch noch absteigen mußte. Ich habe mich dann entschieden, einfach weiterzugehen und spätestens um drei umzukehren.

Die Landschaft entlang des Krumbacher Höhenweges ist recht beeindruckend:

Nachdem ich dann doch ziemlich aufs Gas gedrückt habe, war ich nach gut zweieinhalb Stunden bei der Mindelheimer Hütte:

Nach einer kurzen Pause mit Brotzeit gings den Krumbacher Höhenweg wieder zurück bis zur Taufersbergalpe. Der Ausblick auf die Berge ist am Nachmittag noch schöner:

An der Taufersbergalpe gabelt sich der Weg und man kann entweder zurück zur Fellhornbahn laufen oder den Birgsauer Höhenweg nehmen und dann nach Birgsau absteigen. Das habe ich gemacht. Ein Highlight beim Abstieg ist der wunderbar gelegene Guggersee:

Danach geht’s in vielen Serpentinen Richtung Tal. Von Birgsau fahren Busse zum Parkplatz der Fellhornbahn. Ich bin aber lieber gelaufen, um noch ein paar Fotos zu machen:

Oberstdorf am Abend: