Jun
16

Los Angeles

Ende Februar war ich mit einem Kollegen in den USA um am NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) unsere Software für das GRACE Follow-On Projekt zu installieren. GRACE Follow-On ist der Nachfolger des Gravity Recovery and Climate Experiment (GRACE) Projekts, einem Gemeinschaftsprojekts der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zur genauen Bestimmung des Erdschwerefelds. Die beiden Satelliten des GRACE Projekts wurden 2002 gestartet, die Mission endete im Oktober 2017. Auch der Nachfolger GRACE Follow-ON ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und wird weiter das Erdschwerefeld vermessen und neue Technologien testen.

Das NASA Jet Propulsion Laboratory befindet sich in Pasadena im Nordosten von Los Angeles in Kalifornien. Pasadena hat ungefähr 140.000 Einwohner und neben dem JPL befindet sich dort auch das California Institute of Technology (Caltech), eine der renomiertesten Universitäten der Welt. Bekannt wurde das Caltech unter anderem durch die erfolgreiche Serie Big Bang Theory, deren Hauptprotagonisten am Caltech forschen.

Die Altstadt von Pasadena ist recht schön, besonders beeindruckend ist das Rathaus:

Das JPL befindet sich etwas außerhalb von Pasadena:

Die Software haben wir aber in einem Bürogebäude außerhalb des JPLs installiert, so daß wir gar nicht viel vom JPL gesehen haben.

Da wir die Software-Installation recht zügig abschließen konnten, hatten wir noch Zeit für einige Ausflüge. Als erstes haben wir uns Hollywood angesehen. Wir sind dort den Walk of Fame entlanggelaufen. Wir waren recht früh dort, so daß sich der Touristenauflauf noch in Grenzen hielt. Der Walk of Fame ist bekannt für die Sterne, die dort zu Ehren berühmter Schauspieler im Gehweg eingelassen sind:

Am Walk of Fame befindet sich auch das Chinese Theater, ein Premierenkino, das 1927 vom Kinobetreiber Sid Grauman eröffnet wurde. Weltberühmt wurde es durch die Hand- und Schuhabdrücke zahlreicher Filmstars:

Santa Monica befindet sich westlich von Los Angeles, direkt an der Pazifik-Küste. Eines der Wahrzeichen von Santa Monica ist das Santa Monica Pier:

Von dort hat man einen tollen Blick auf Santa Monica Beach:

Südlich von Santa Monica befindet sich Venice, das bekannt für sein Strandleben ist. Am Strand gibt es einen bekannten Skatepark:

Blick auf Venice Beach und den Pazifik:

Der bekannte Venice-Schriftzug:

Das Mount Wilson Observatorium befindet sich auf einer Höhe von 1742 Metern auf dem Mount Wilson, der sich im San Gabriel Gebirge nordöstlich von Los Angeles befindet. Es wurde 1904 von Georg Hale gegründet und ist eines der ältesten und erfolgreichsten weltweit. Das 1917 installierte 2,5 Meter Spiegelteleskop war von 1917 bis 1949 das größte Teleskop. Es wurde von Edwin Hubble genutzt um nachzuweisen, daß es Galaxien außerhalb der Milchstraße gibt und daß das Universum expandiert.

Von Pasadena aus führt eine breite Straße ins San Gabriel Gebirge:

Die Landschaft ist beeindruckend:

Das Hooker Teleskop mit dem Edwin Hubble die Expansion des Universums nachgewiesen hat:

Bevor mein Kollege am Samstag nach Hause flog, haben wir uns noch Beverly Hills angesehen. Der Ort ist bekannt als Domizil zahlreicher prominenter Schauspieler, Regisseure und anderer wohlhabender Einwohner:

Im Umland von Beverly Hills findet man viele elegante Häuser in prachtvollen Gärten, im Zentrum viele exklusive Geschäfte:

Mein Kollege flog am Samstag Abend nach Hause, ich bin noch bis Dienstag geblieben. Eigentlich wollte ich noch zwei längere Ausflüge in den Joshua Tree National Park und nach Anza Borrego machen. Anza Borrego war mir dann allerdings doch zu weit und ich bin stattdessen den Wonderview Trail gegangen.

Samstag Nachmittag bin ich aber erstmal zum Griffith Park, einem großer Park am östlichen Ende der Santa Monica Mountains im Stadteil Hollywood. Vom Parkplatz bin ich zum Griffiths Observatorium gewandert, und weiter auf den Mount Hollywood. Von dort hat man einen tollen Blick auf das Observatorium und Los Angeles:

Langsam ging die Sonne unter und der Ausblick wurde immer schöner:

Der Blick auf das Lichtermeer von Los Angeles ist einfach beeindruckend und nachts wird einem erst richtig klar, wie groß Los Angeles eigentlich ist.

Am Sonntag gings dann in den Joshua Tree National Park (über den ich einen eigenen Blog-Artikel schreiben werde), und am Montag bin ich noch den Wonder View Trail zum berühmten Hollywood-Schild gegangen.

Der Wonder View Trail beginnt am Ende des Wonder View Drive. Da man dort allerdings nicht parken kann, ist es am besten, das Auto am  Lake Hollywood Drive stehen zu lassen und bis zum Wonder View Drive zu laufen. Am Ende der Straße beginnt ein schmaler Pfad der steil zum Wisdom Tree hinaufführt:

Von dort hat man einen schönen Blick auf Los Angeles. Nach einer kurzen Pause gings dann weiter zum Hollywood-Schild, daß sich knapp unterhalb des Gipfels des Mount Cahuenga befindet. Das Schild selber ist eingezäunt, das Foto habe ich gemacht, in dem ich die Kamera über den Zaun gehalten habe:

Als ich dann wieder fast beim Auto war ist mir noch ein Schild aufgefallen, daß ich beim rauflaufen übersehen hatte: Caution – This is Mountain Lion Land. Außerdem standen auf dem Schild Verhaltensregeln wie nicht alleine gehen und dem Puma nicht in die Augen schauen. Im ersten Moment dachte ich, schön daß ich das Schild jetzt sehe. Aber eine Internet-Recherche ergab dann, daß es praktisch unmöglich ist, einen Puma zu begegnen, da die sich einfach von Menschen fernhalten.

Jun
8

Garnitzenklamm

Die Garnitzenklamm wollte ich schon sehr lange fotografieren. 350 km und fast vier Stunden Fahrt einfach waren mir dann aber doch immer zu weit. Auf dem Rückweg von Slovenien kam ich aber fast an der Garnitzenklamm vorbei, und habe den relativ kurzen Abstecher dorthin noch gemacht.

Nach dreieinhalb wunderbaren Tagen in Slovenien mit viel Sonne wurde das Wetter am Heimreisetag schlecht: bewölkter Himmel und viel Regen am Nachmittag. Als ich gegen zehn am Parkplatz der Garnitzenklamm ankam war er leer und der Himmel grau. Zum Glück regnete es aber nicht. Regen sorgt zwar für schönere Farben, aber ich hatte nicht wirklich Lust, stundenlang im Regen durch die Klamm zu laufen.

Die Klamm ist insgesamt vier Kilometer lang und in vier Teile unterteilt. Für den gesamten Weg sollte man etwa dreieinhalb Stunden einplanen, der Rückweg kommt dann noch hinzu. Im oberen Teil sollte man schwindelfrei sein.

Vom Parkplatz aus folgt man einem breiten Wanderweg entlang des Garnitzenbaches. Über recht interessante Rundbrücken überquert der Weg einige Male den Bach:

Der wohl schönste Wasserfall der Klamm befindet sich relativ weit unten im ersten Teilabschnitt:

Im weiteren Verlauf wird die Schlucht dann deutlich tiefer und enger und die Wege führen teilweise etwas ausgesetzt, aber gut gesichert am Rand der Schlucht entlang.

Weiter oben gabs zwar keine spektakulären Wasserfälle mehr, aber den Kontrast zwischen dem bunten Herbstlaub und dem türkis-blauen Wasser fand ich einfach genial:

Die Brücken sind vor dem bunten Herbstlaub auch sehr fotogen:

Die Farben der Steine und Felswände fand ich auch sehr interessant, besonders gut hat mir der Kontrast zwischen der blauen Felswand und dem gelben Laub gefallen:

Nochmal eine Aufnahme vom tief eingeschnittenen Teil der Schlucht, die ich auf dem Rückweg gemacht habe:

Die Garnitzenklamm hat mir wirklich gut gefallen und es hätte sich bestimmt gelohnt, noch länger zu bleiben und durch die ganze Klamm zu laufen. Da ich aber noch einen recht langen Nach-Hause Weg vor mir hatte, bin ich nur die ersten beiden Teilabschnitte gegangen und dann durch die Klamm wieder zurück.

May
21

Frühlings-Bergtouren

Ende April / Anfang Mai waren die Südseiten der Berge rund um München relativ schneefrei. Ich habe das lange 1. Mai Wochenende genutzt, einige Bergtouren zu machen.

Den Anfang hat die Naunspitze bei Kufstein gemacht. Wir sind vom Parkplatz Kaiseraufstieg erstmal Richtung Ebbs, dann steil hinauf zur Ritzau Alm. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf den Wilden Kaiser:

Weiter gehts über einen Schotterweg oder schneller über die Wiese zur Vorderkaiserfeldenhütte, und von dort zur Naunspitze. Der Blick vom Gipfel ins Inntal ist wirklich beeindruckend. Leider war es relativ diesig, aber ich habe trotzdem einige Panoramen gemacht, weil ich das Gefühl hatte, daß die in schwarz-weiß richtig gut aussehen könnten. Das Bild hat mir dann so gut gefallen, daß ich es mir daheim an die Wand gehängt habe:

Das Licht wurde beim Abstieg immer schöner

Wir haben uns dann noch eine Brotzeit gegönnt, und haben es gerade noch bevor es dunkel wurde zum Auto geschafft.

Am nächsten Tag bin ich dann nach Hinterriß gefahren, und wollte auf die Fleischbank und dann weiter aufs weglose Schönalmjoch. Nachdem ich aber von der Tour auf die Naunspitze am Vortag doch noch etwas erschöpft war, habe ich mich entschieden, doch nur auf die Fleischbank zu gehen.

Die Tour beginnt etwa einen Kilometer hinter der Mautstelle an der Straße Richtung Eng. Der Weg führt erstmal steil durch den Wald nach oben. Erst kurz unterhalb des Gipfels wird die Landschaft dann wilder:

Blick aufs Schönalmjoch, auf der Nordseite liegt doch noch einiges an Schnee:

Wirklich müde war ich nicht, also habe ich spontan entschieden, doch noch aufs Schönalmjoch zu gehen und aus der Tour eine Rundtour zu machen. Blick zurück zur Fleischbank:

Aus der Nähe war der Grasgipfel des Schönalmjochs doch steiler als ich dachte, und ich mußte erstmal einen Weg hinauf finden. Der Gipfelanstieg zog sich dann doch etwas, und ich war froh, als ich endlich oben war. Gipfelkreuz gibts keins, dafür ein Schneebrett, auf das man lieber nicht treten sollte:

Besonders beeindruckt hat mich der Blick auf die Steinfalk-Gruppe:

Die düstere Stimmung mit etwas Sonne auf den Bergen fand ich einfach genial! Abgestiegen bin ich dann über die Schönalm. Am Schluß konnte ich noch ein nettes Portait von mir mit der Steinfalk-Gruppe im Hintergrund machen:

Am nächsten Tag bin ich dann noch zur Tegernseer Hütte und auf den Roßstein. Von Bayerwald aus geht es erstmal einen steilen Steig durch den Wald nach oben. Nach zwei Touren wurde das dann doch eine ziemliche Quälerei, und ich hab mich mal wieder gefragt, wie man nur so bescheuert sein kann, nach zwei Bergtouren und mit müden Muskeln gleich noch eine zu machen.

Nach etwa eineinhalb Stunden am Sonnenbergalm Hochleger:

Ich bin dann über den (einfachen) Klettersteig zur Tegernseer Hütte und weiter zum Gipfel des Roßsteins. Der Blick von dort auf die Hütte und den Buchstein ist einfach fantastisch:

Und nochmal ein Panorama von weiter unten:

Ich wäre zwar lieber den Normalweg abgestiegen, aber nachdem unten ein Schild stand, daß er wegen Schnee und Eis nicht begehbar ist, bin ich doch den Klettersteig runter. Der Blick ist beeindruckend:

Ein wirkliches Problem ist der Weg aber auch bergab nicht und beim Runtergehen fiel mir dann auf, wie steil die erste Stunde von Bayerwald eigentlich raufgeht. Kein Wunder daß mir das mit müden Muskeln keinen Spaß gemacht hat!

Am nächsten Wochenende hatte ich nochmal einen Tag Zeit und bin auf den Kompar in der Nähe von Hinterriß. Ausgangspunkt ist der Parkplatz P8 bei den Hagelhütten. Erstmal geht es durch den Wald hinauf, aber schon bald hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Eng-Tal:

Das Panorama ist einfach genial, Sonnjoch, Engtal, Gamsjoch, und die Steinfalk-Gruppe bilden ein wunderbare Kulisse:

Das Panorama sucht wirklich seines gleichen und ich konnte mich kaum daran satt sehen (und mußte natürlich Fotos machen):

Unterhalb des Kompatsch-Gipfels:

Am Gipfel selber gibt es nur einen Stempen, der nicht gerade fotogen ist. Blick auf die Montscheinspitze:

Und in die andere Richtung aufs Gamsjoch und den Steinfalk:

Ich hab die Tour dann noch zu einer Rundtour ausgebaut und bin noch zur Plumsjochhütte:

Von dort gings dann wieder zurück zum Parkplatz.

May
13

Naturfototage

Seit einigen Jahren besuche ich die Naturfototage in Fürstenfeldbruck. Auch dieses Jahr gab es wieder ein hochkarätiges Vortragsprogramm. Dieses Jahr habe ich mir die Vorträge Polarbären – Welche Zukunft haben die Herren der Arktis von Marco Urso, Wölfe in Finnlands wilden Wäldern von Lassi Rautiainen und Abenteuer Alaska von Bernd Römmelt angesehen. Alle drei Vorträge haben mir sehr gut gefallen, wobei jeder Vortrag unterschiedliche Akzente setzte: der Polarbären-Vortrag vermittelte viel Hintergrundwissen zum Thema Klimaerwärmung. Auch wenn ich schon einige Bücher zum Thema Klimaerwärmung gelesen habe, so ist es doch immer wieder aufs Neue schockierend wie tiefgreifend der Mensch die Ökosysteme unseres Planeten verändert, und vermutlich nicht zum Besseren. Lassi Rautiainen präsentierte seine Bilder von Bären, Wölfen, Vielfraßen und vielen anderen Tieren gewohnt witzig, und die Bilder die er zeigte, waren absolut Klasse.  Mein absolutes Highlight war dann aber doch der Alaska-Vortrag von Bernd Römmelt, weil es einfach ein fantastisches Land ist, und Bernd den Vortrag auch wirklich mitreißend präsentiert hat. Man merkt einfach wie ihn Alaska fasziniert.

Wie auch in den Jahren zuvor hatten die großen Hersteller ihre Supertele dabei, die man ausprobieren konnte. Leider brauchte man für die meisten Nikon-Kameras CF Karten, die ich nicht habe. Am 800/5.6 hing aber eine D500. 1200 mm Brennweite, nicht schlecht! Leider war man mit der Motivwahl ziemlich eingeschränkt, weil man die Supertele natürlich nicht mitnehmen konnte. Ein paar Fotos (bei bescheuertem Mittagslicht) hab ich trotzdem gemacht:

100% Crop vom Auge:

Die Bilder sind nur mit den Standardeinstellungen von LR nachgeschärft. Schon bei Offenblende auch an einer Cropkamera beeindruckend scharf! Leider ist ein 800/5.6 weit jenseits dessen was ich mir leisten kann und will.

Olympus hatte das 300/4 dabei. Da ich neben Nikon auch eine Olympus OM-D EM5 habe, war ich natürlich gespannt wie gut das 300/4 ist. Leider konnte man das 300/4 nicht ausleihen, sondern mußte es vom Stativ mit den ganzen anderen Superteles testen, was die Motivwahl wiederrum ziemlich einschränkte. Man konnte nur einen Adler halbwegs vernünftig fotografieren:

Das Bild wurde mit 1.4x TC an einer EM1-II bei Offenblende gemacht. Im Hintergrund ist ein Biergarten, das Bokeh ist dafür schon recht gefällig. Hier der 100% Crop vom Auge:

Das Objektiv ist auch mit TC bei Offenblende scharf, durchaus beeindruckend! Hier noch ein Bild ohne TC bei Offenblende:

100% Crop vom Auge:

Der AF des 300/4 ist sehr schnell und treffsicher. Das 300/4 ist natürlich deutlich kleiner und leichter als die ganzen Canon / Nikon Supertele.

Es gab auch wieder einen Fotomarkt. Die großen Hersteller (Canon, Nikon, Olympus, Fuji…) hatten alle Stände. Ich habe mir das Olympus 12-100/4 für eine Viertelstunde ausgeliehen. Leider habe ich übersehen daß meine Kamera noch auf ISO 800 eingestellt war, deswegen sind die folgenden Bilder etwas verrauscht.

Olympus 12-100/4 an der EM5 bei 100 mm und Offenblende:

100% Crop (leider verrauscht wegen ISO 800):

Das finde ich für ein Superzoom am langen Ende bei Offenblende schon recht beeindruckend! Das Bokeh ist für ein Superzoom wirklich nicht schlecht (100 mm bei Offenblende):

100% Crop der Lampe:

Die Naheinstellgrenze des Objektivs ist wirklich beeindruckend:

Das Bild ist bei 12 mm und Offenblende aufgenommen. Wieder ein 100% Crop aus der Mitte:

Es war relativ windig und das Teil hat ziemlich gewackelt, kann also durchaus sein daß der Fokus nicht perfekt sitzt. Leider gabs noch keine Blümchen, aber 100mm und f/4 gepaart mit der super Naheinstellgrenze eignen sich sicher recht gut zum Blümchen fotografieren:

Und nochmal 100mm und Offenblende:

Landschaft geht natürlich auch:

Das Foto ist bei 12 mm, f/5.6 und ISO 800 gemacht. Bei Offenblende hab ich leider keins aufgenommen. Hier ein 100% Crop aus der Mitte:

Und hier vom linken Rand:

Das 12-100/4 hat mich schon wirklich beeindruckt: schon bei Offenblende scharf, ein wirklich toller Brennweitenbereich und eine Klasse Naheinstellgrenze. Ein weiter Vorteil ist wohl der eingebaute Stabi, der zusammen mit dem In-Body Stabi der Olympus-Kameras abartig lange Belichtungszeiten aus der Hand erlaubt. Das konnte ich allerdings nicht testen.  Ein Wermutstropfen ist allerdings die Größe. An der EM-10 und der EM-5 ist das Objektiv schon arg groß. An der EM1 empfinde ich es als ok. Das Gewicht ist mit knapp unter 600g noch ok.

Zugegeben, das 12-100/4 würde mich als Urlaubsobjektiv schon sehr reizen: wenn man mal von Wildlife absieht würde ich mit dem 12-100/4 als einziges Objektiv wunderbar klarkommen. Und zusammen mit der em1(-II) kommt man nur auf knapp über ein Kilo. Mit dem 300/4 gibt es auch eine tolle Option für Wildlife. Was spricht dagegen? Für mich in erster Linie der Preis: Eine em1-II + 12-100 + 300/4 kosten halt knapp 5000 Euro (Neupreise bei Amazon). Ich habe mir die EM-5 als Ergänzung für mein Nikon FX / DX System gekauft und so eine Investition könnte ich nur rechtfertigen wenn ich mein Nikon-System verkaufe. Anderseits ist meine Nikon D7200 + Sigma 17-70 + Sigma 100-400 auch nicht viel größer und schwerer und von der Qualität nicht viel schlechter. Das Sigma 100-400 ist für den Preis einfach erstaunlich gut, auch am langen Ende bei Offenblende. Das Olympus 300/4 ist sicher optisch etwas besser und mit TC hat man auch noch etwas mehr Brennweite, der AF ist deutlich schneller und es hat einen besseren Stabi. Andererseits verliert man die Flexibilität des 100-400. Das Sigma 17-70 ist nicht schlechter als das 12-100/4, aber einen so genialen Brennweitenbereich hat es halt nicht.

May
2

Mahnkopf

Letzten August bin ich von der Eng auf den Mahnkopf, eine absolute Traumtour im Herzen des Karwendels. Da es relativ heiß werden sollte, bin ich recht früh los. Unterwegs habe ich erstmal einen kurzen Stopp an diesem kleinen Wasserfall am Sylvenstein-Speichersee eingelegt:

Der Stopp an der Brücke über den Sylvenstein-Speichersee Richtung Eng dauerte dann deutlich länger:

Eine wunderbare Nebelstimmung verhinderte ein zügiges Weiterkommen und bescherte mir dann einen recht warmen Aufstieg.

Die Tour beginnt am großen Wanderparkplatz in der Eng und führt erstmal idyllisch durch die Engalmen:

Der Anstieg zum Hohljoch war dann ne ziemliche Quälerei, da es schon früh am Morgen recht warm war. Von dort geht es dann relativ eben im Schatten der mächtigen Laliderer Wände weiter zur Falkenhütte. Die wird gerade renoviert und ist deswegen nicht sehr fotogen, dafür stand mir diese Kuh am Schlußanstieg zur Hütte Model:

An der Falkenhütte angekommen kann man das Gipfelkreuz des Mahnkopf schon sehen. Der Anstieg zum Gipfel hat dann doch noch etwas Zeit in Anspruch genommen weil ich recht lange Kühe vor der spektakulären Felskulisse fotografiert habe:

Viel idyllischer gehts eigentlich nicht, jetzt fehlt nur noch das Edelweiß:

Der Blick vom Gipfel ist atemberaubend, hier das Gamsjoch:

Die andere Seite mit Gipfelkreuz und nochmal das Gamsjoch mit Gipfelkreuz:

Lang ausgehalten habe ich es am Gipfel aber nicht, da unzählige Flugameisen unterwegs waren. 100 Meter unterhalb konnte ich dann aber in Ruhe Brotzeit machen.