Dec
1

Alpspitze

Während des Studiums und auch noch danach bin ich einige Klettersteige gegangen: die Alpspitz Ferrata, den Mittenwalder Höhenweg, den Brudertunnel auf die Lamsenspitze,  den Stopselzieher auf die Zugspitze, den Grünstein-Klettersteig am Königsee und einige andere. In den letzten Jahren bin ich aber keine mehr gegangen und dieses Jahr wollte ich unbedingt wieder einen Klettersteig probieren. Ich habe mich für die Alpspitz-Ferrata entschieden, da ich die Tour schon mal gegangen bin, sie nicht allzu schwierig ist und der Zustieg vom Osterfelderkopf relativ kurz ist. Als ich dann in der Seilbahn saß war mir doch etwas mulmig zumute da ich doch etwas Höhenangst habe und nicht wußte, wie ich nach einigen Jahren Abstinenz mit einem Klettersteig klarkommen würde.

Der Blick aus der Gondel auf den Waxenstein und das Hölltal ist recht beeindruckend:

Blick vom Alpspix ins Hölltal:

Nach dem kurzen Abstecher zum Alpspix bin ich dann zum Einstieg der Alpspitz Ferrata. Eigentlich wollte ich mit der ersten Gondel rauffahren, leider hab ich dann doch nur die zweite erwischt und mußte mich hinter einer Schlange von Leuten einreihen:

Die Alpspitz-Ferrata ist wirklich bestens gesichert. Eigentlich sogar übertrieben gut, denn ein größerer Teil des Klettersteigs ist für mich eigentlich normales Gehgelände, das bei anderen Bergtouren gar nicht gesichert ist. Blick zurück zum Osterfelderkopf:

Ich habe zum Glück relativ schnell festgestellt, daß mein mulmiges Gefühl ziemlich unbegründet war (und eigentlich wußte ich das auch, weil ich den Klettersteig ja schonmal gegangen bin). Die Alpspitz-Ferrata ist wirklich der ideale (Wieder-) Einsteigerklettersteig, super gesichert, nicht besonders ausgesetzt und auch nicht allzulang. Und der Ausblick vom Gipfel der Alpspitze sucht seinesgleichen:

Der Beginn des Jubiläumsgrats:

Es zog immer mehr zu, also machte ich mich an den Abstieg über den Nordwandsteig. Zuerst einmal geht es über Geröll nach unten:

Die Wolkenstimmungen während des Abstiegs waren recht beeindruckend:

Ich persönlich finde den Abstieg unangenehmer als den Aufstieg über die Ferrata. Viel Geröll, auch einige ausgesetzte Stellen (die mit Seilen gesichert sind) und relativ anstrengend.

 

Blick auf den Bernadeinkopf:

Hier beginnt dann der eigentliche Nordwandsteig, der relativ eben durch die Nordwand der Alpspitze zurück zum Osterfelderkopf führt:

Die Alpspitze ist wirklich eine großartige Tour und die Alpspitz Ferrata ist ein idealer Einsteigerklettersteig. Leider ist es auch dementsprechend voll, wobei ich wohl an dem Tag wegen dem wechselhaften Wetter eh noch Glück hatte.

Nov
17

Edinburgh Zoo

Den letzten Tag unseres Urlaubs haben wir in Edinburgh verbracht. Je nach Wetter wollten wir uns entweder die Stadt oder den Zoo anschauen. Nach einer Woche Sonne kündigte der Wetterbericht Regen an und wir entschieden uns für den Zoo.  Die große Attraktion des Zoos ist der Panda, der allerdings völlig unkooperativ mit dem Rücken zu uns da saß und Bambus fraß.  Den wer hat mehr Geduld Wettbewerb gaben wir ziemlich schnell auf und schauten uns den Rest des Zoos an.

Der Zoo hat ein recht großes Pinguin-Gehege. Dort gibt es einige Felsen auf die die Pinguine klettern und von denen sie immer wieder ins Wasser springen. Ich fand vor allem die Königspinguine interessant, die man aus unmittelbarer Nähe fotografieren konnte:

Die Otter fanden wir richtig süß, leider war es recht schwierig sie zu fotografieren und nach kurzer Zeit haben sie ich dann verzogen:

Ein wildes Eichhörnchen:

Eine Lemurfamilie:

Am meisten angetan haben es uns die Erdmännchen, bei denen wir ziemlich viel Zeit verbracht haben. Man kann sie super beobachten und auch fotografieren:

In jeder Familie gibt es mal ein paar Unstimmigkeiten:

Wer kennt das Gefühl?

Erdmännchen-Familie:

Der Zoo hat uns super gefallen, er ist sehr schön angelegt und man kann dort auch gut fotografieren. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Nov
7

Bass Rock

Das eindrucksvollste Erlebnis unseres England-Urlaubs war die Bootsfahrt um den Bass Rock bei North Berwick. Bass Rock ist eine heute unbewohnte Insel vor der Küste der schottischen Region East Lothian nahe der schottisch-englischen Grenze. Die Insel beherbergt eine der größten Basstölpel-Kolonien weltweit, Basstölpel sind nach der Insel benannt. In der etwa 40 km von Edinburgh entfernten Stadt North Berwick befindet sich das Scottish Seabird Centre, dort kann man Rundfahrten um den Bass Rock buchen und dort legen auch die Boote ab.

Bunte Häuser nahe des Hafens von North Berwick:

Das Scotthis Seabird Centre:

Blick vom Hafen in unmittelbarer Nähe des Scottish Seabird Centre. Hier legen die Boote zum Bass Rock ab:

Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Bei Regen ist es sicher nicht so angenehm im offenen Boot zu sitzen:

Bass Rock ist ein gigantischer Felsklotz mitten im Ozean:

Auf dem Bild kann man schon die unglaubliche Anzahl an Basstölpeln auf der Insel erkennen. Sie nisten fast überall an den steilen Klippen:

Wirklich gute Portraits der Basstölpel kann man vom Boot aus eher nicht machen:

Aber es ist einfach beeindruckend wie viele Vögel auf der Insel nisten und über der Insel kreisen:

Basstölpel auf den Klippen knapp überhalb des Wassers:

Der Himmel voller Basstölpel:

Es gibt auch (wenige) Fahrten mit Aufenthalt auf der Insel, die man aber vorher buchen muß. Da wir spontan zum Bass Rock gefahren sind, konnten wir nur um die Insel fahren, was aber auch schon ein wirklich beeindruckendes Erlebnis war!

Oct
21

Staple Island

Die Farne Islands sind eine Inselgruppe aus 15 bis 20 Inseln (je nach Gezeitenstand sind einige unter Wasser). Sie teilen sich in zwei Gruppen: die inneren Inseln, deren Hauptinsel Inner Farne ist, und die äußere Gruppe, deren Hauptinsel Staple Island ist. Besuchen kann man sowohl Inner Farne als auch Staple Island. Die Bootstouren nach Inner Farne und Staple Island dauern beide etwa zweieinhalb Stunden, davon verbringt man  eine Stunde auf der Insel. Es gibt auch eine längere Tour zu beiden Inseln, man verbringt dann je zwei Stunden auf jeder Insel. Wir waren sowohl auf Inner Farne, als auch auf Staple Island. Zuerst waren wir nicht so davon angetan, die lange Bootsfahrt (man fährt jedesmal zu beiden Inseln, landet dann aber nur an einer) mehrmals zu machen, aber im Nachhinein muß ich sagen daß die Fahrten nie langweilig waren und man doch immer wieder neue Eindrücke gesammelt hat.

Neben Unmengen an Seevögeln sieht man während der Fahrten auch Robben an den Ufern der Inseln:

Wie auch schon auf Inner Farne ist die unglaubliche Anzahl an Vögeln auf Staple Island einfach beeindruckend:

Während Inner Farne eher grün ist, ist Staple Island ziemlich felsig:

Sowohl auf Inner Farne als auch auf Staple Island kommt man nicht allzu nah an die Papageientaucher heran. Etwas Brennweite ist schon erforderlich, um gute Fotos zu machen. Wir hatten das Sigma 100-400 an der Nikon D7200 dabei. Manchmal hätten wir uns mehr Brennweite gewünscht, aber es sind uns doch einige gute Fotos mit der Kombi gelungen. Die ersten Papageientaucher sieht man schon direkt am Anleger:

Mit etwas Geduld kann man tolle Fotos machen:

Neben Papageientauchern gibt es auch unzählige Trottellummen auf Staple Island. Ich habe einige Zeit bei den Trottellummen verbracht und sie beobachtet. EIne Trottellumme im Flug:

Ein paar Momente später: ob die Landung wohl gutgeht?

Das ganze endete dann in einem ziemlichen Durcheinander und Gekreische. Die Felsen sind so dicht mit Trotellummen besetzt, daß jede Landung in einem Chaos endet.

Neben Trotellummen gibt es auch Möwen, die wohl eher kein wirklich freundschaftliches Verhältnis mit den Lummen pflegen:

Landschaftlich fand ich Staple Island sehr beeindruckend. Zwei Möwen vor den mit bunten Flechten bewachsenen Felsen:

Nochmal zwei Möwen mit einer etwas anderen Freizeitgestaltung:

Aber das Highlight der Insel sind natürlich die Papageientaucher:

Man sieht auf Staple Island jede Menge:

Uli bei den Papageientauchern:

Man muß diese eleganten, majestätischen Vögel einfach lieben:

Bilder mit offenen Flügeln zu machen ist ein Geduldsspiel: man sitzt halt da und wartet, meistens nimmt man irgendwann das Objektiv runter und genau dann öffnet der Papageientaucher seine Flügel. Man reißt das Objektiv hoch und hat den entscheidenden Moment verpaßt oder man hat ein total unscharfes Foto. Ist mir ziemlich oft passiert. Aber ein paarmal hatte ich auch Glück und konnte genau im richtigen Moment ein Foto machen:

Auch auf Staple Island gibt es einige grüne Stellen:

Möwen sind eigentlich überall auf Staple Island. Auch die Papageientaucher scheinen nicht besonders begeistert von den deutlich größeren Möwen zu sein:

Die Zeit auf Staple Island verging wie im Flug, viel zu bald mußten wir die Insel dann wieder verlassen.

 

Sep
23

Inner Farne

Die Farnes Islands vor der Küste von Northumberland sind eine großartige Möglichkeit, Papageientaucher zu beobachten und zu fotografieren. Die Inseln sind gut per Boot zu erreichen und es gibt deutlich mehr Überfahrten als z.B. nach Skomer Island oder Skellig Michael. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, daß es auf den Inseln ziemlich voll ist, und man auch nicht so nah an die Papageientaucher herankommt.

Die Boote zu den Farne Islands fahren am kleinen Ort Seahouses nahe Bamburgh ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Touren nach Inner Farne oder Staple Island, die insgesamt zweieinhalb Stunden dauern, von denen man eine Stunde auf der Insel verbringt. Oder eine lange Tour die  insgesamt sechs Stunden dauert, und man je zwei Stunden auf Inner Farne und Staple Island verbringt. Die lange Tour eignet sich natürlich besser für Fotografen, da man deutlich mehr Zeit auf den Inseln verbringt.

Eines der Boote zu den Farne Islands:

Die Boote fahren nicht direkt zu den Inseln, sondern zuerst an den verschiedenen Inseln vorbei. Es ist sehr beeindruckend, die Inseln mit den unzähligen Vögeln vom Meer aus zu sehen:

Am Ufer sieht man auch Robben-Kolonien:

Ich habe mich etwas gewundert warum in den Broschüren und beim Tickets kaufen empfohlen wird, unbedingt eine Kopfbedeckung mitzunehmen. Nach der Landung auf Inner Farne wird uns schnell klar, daß eine Kopfbedeckung wirklich nötig ist. Direkt neben den Wegen brüten Seeschwalben, die sich natürlich von den vielen Leuten gestört fühlen. Die Seeschwalben versuchen die Besucher zu verjagen, in dem sie ihnen auf den Kopf picken:

Die Landschaft auf Inner Farne und die riesige Anzahl an Seevögeln ist wirklich beeindruckend:

Es gibt unzählige Papageientaucher auf der Insel:

So nah wie auf Skellig Michael oder Skomer Island kommt man allerdings nicht an sie heran, was vermutlich einfach an der recht großen Zahl an Besuchern liegt. Hier hatte ich mal Glück und konnte zwei  aus der Nähe fotografieren:

Mit etwas Geduld kann man schöne Fotos der Vögel mit offenen Flügeln machen. Das im Hintergrund ist allerdings kein Wasserfall:

Es gibt auf Inner Farne recht viele Blumen, allerdings keine Bluebells:

Papageientaucher mit Meer im Hintergrund:

Papageientaucher sind ein recht dankbares Fotomotiv: man kommt recht nah an die Vögel heran und die kleinen Clowns schauen einfach süß aus. Ganz anders sieht es allerdings bei fliegenden Papageientauchern aus. Mit ihren kurzen Flügeln schießen sie unglaublich schnell durch die Luft, das ganze erinnert eigentlich eher an einen kontrollierten Absturz. Ein wirklich gutes Foto hinzubekommen ist eine riesige Herausforderung und wirklich gelungen ist es mir nicht. Hier eine kleine Auswahl meiner besten Fotos: