Jun
29

Wildes Wasser

Wasserfälle haben mich schon immer fasziniert und gehören zu meinen Lieblings-Fotomotiven. Im Münchner Umland gibt es zu meinem Glück einige schöne Wasserfälle, die man im Rahmen kürzerer oder manchmal auch etwas längerer Wanderungen besuchen kann.

In etwa einer Stunde wandert man von Herrsching am Ammersee durchs Kiental nach Andechs und kommt dabei an einem recht schönen Wasserfall vorbei:

Den bekannten Josefstaler Wasserfall in der Nähe des Schliersees habe ich schon einige Mal besucht:

Es lohnt sich, den ganzen Wasserfall-Rundweg zu gehen, da man weiter oben noch an einigen schönen und weniger bekannten Wasserfällen vorbei kommt:

Für den Rundweg braucht man ungefähr eine Stunde.

Der Rottachfall befindet sich ganz in der Nähe der Straße in die Valepp. Es gibt dort nur eine kleine Parknische neben der Straße für vielleicht zwei oder drei Autos. Ein kurzer Rundweg, für den man etwa eine Viertelstunde braucht, führt zum Wasserfall, ein Stück am Bach entlang, und wieder zurück zur Straße:

Kunstwerk eines unbekannten Künstlers am Wegrand:

Vom Parkplatz Sutten zum Sibli-Wasserfall läuft man ungefähr eine halbe Stunde, aber es lohnt sich:

Die Tour von Unterammergau auf den Pürschling und den Teufelstättkopf ist sehr abwechslungsreich. Gleich zu Beginn geht es durch die Schleifmühlenklamm:

Ausblick vom Pürschling ins Graswangtal:

Der felsige Gipfel des Teufelstättkopf:

Ein wirklich schöner Wasserfall befindet sich etwas unterhalb des Soinsees. Der Steilenbach fällt dort über mehrere Stufen in die Tiefe und gerade im Frühjahr während der Schneeschmelze ist er sehr beeindruckend. Ausgangspunkt der Wanderung ist Geitau in der Nähe von Bayrischzell. Von dort bis zum Soinsee sind es etwa zwei Stunden, zum Wasserfall etwas weniger.

Kleiner Wasserfall am Wegrand:

Der Steilenbach-Wasserfall:

Der Soinsee:

Apr
19

Kröten

Wenn es Ende des Winters wärmer wird wandern die Kröten zu ihren Laichgewässern, um sich dort zu paaren. Manchmal finden sich Krötenpärchen aber auch schon unterwegs, dann trägt das größere Weibchen das Männchen huckepack. Der Klammerreflex der Männchen (der Fachbegriff dafür ist Amplexus) ist erstaunlich kräftig und sie wehren Konkurrenten, die ebenfalls versuchen, auf ihre Partnerin zu springen, mit kräftigen Stößen ihrer Hinterbeine ab. Dieses Verhalten ist überlebenswichtig um zu verhindern, daß es zu den gefürchteten Krötenbällen kommt, bei denen sich teilweise ein dutzend männliche Kröten an ein Weibchen klammern, daß dabei schlimmstenfalls ertrinkt.

Während der Paarungszeit sind die Männchen so liebestoll daß sie auf alles springen, was sich bewegt. Bei den Unterwasseraufnahmen haben sich teilweise mehrere Kröten an meinen Arm und meine Kamera geklammert.

Kröten auf dem Weg zum Laichgewässer:

Ein Pärchen. Das kleinere Männchen umklammert das Weibchen und läßt sich tragen:

Besonders gerne fotografiere ich Kröten im Wasser. Wenn es windstill ist und noch nicht zu viele Krötem im Teich sind kann man manchmal schöne Spiegelungen fotografieren:

Zum Höhepunkt der Paarungszeit schwimmen so viele Kröten im Teich herum, daß das Wasser ziemlich aufgewühlt ist:

Dieses Jahr lag mein Fokus auf Unterwasserbildern. Als Kamera kam eine Olympus TG-5, eine kleine wasserdichte Kompaktkamera, zum Einsatz. Die größte Herausforderung ist dabei, daß man die meiste Zeit blind fotografieren muß: hält man die Kamera ins Wasser, sieht man das Display nur schlecht oder gar nicht, fokusieren ist auch eher Glückssache. Einige schöne Bilder sind mir aber doch gelungen.

Ein Krötenmännchen auf der Suche nach einer Partnerin:

Verkehrte Welt:

Pärchen verstecken sich oft am Grund, um nicht von anderen Männchen belästigt zu werden:

Immer klappt das aber nicht:

An Land wirken Kröten eher tollpatschig, aber sie sind geschickte Schwimmer und schweben elegant durchs Wasser:

Nochmal zwei Krötenpärchen:

Eine weitere männliche Kröte auf der Suche nach einer Partnerin:

Mir fällt immer wieder auf, daß die Männchen deutlich in der Überzahl sind. Bei einer Internet-Recherche habe ich ein Verhältnis von 5:1 gefunden. An dem Weiher, an dem ich fotografiert habe, kommt es mir abr so vor, als wären es noch deutlich mehr Männchen pro Weibchen. Einen Grund dafür habe ich aber leider nicht gefunden.

Apr
16

Frühling

Im Frühling freue ich mich immer besonders auf die Blümchen-Fotografie. Mit die ersten Frühblüher sind die Märzenbecher, die schon Ende Februar / Anfang März blühen:

Olympus E-M5 II + Sigma 56/1.4

Besonders freue ich mich immer auf die Kuhschellen, die speziell im Abendlicht ein wunderbares Fotomotiv sind:

Nikon D7200 + Sigma 100-400/5-6.3 OS

Nikon D7200 + Sigma 100-400/5-6.3 OS

Nikon D7200 + Sigma 100-400/5-6.3 OS

Olympus E-M5 II + Sigma 56/1.4

Auch Leberblümchenfotografiere ich sehr gerne:

Olympus E-M5 II + Sigma 56/1.4

Olympus E-M5 II + Sigma 56/1.4

Olympus E-M5 II + Sigma 56/1.4

Am liebsten fotografiere ich Blümchen mit dem Sigma 100-400/5-6.3 OS an der D7200. Mit dem Tele kann man Blümchen wunderbar freistellen. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal die Olympus E-M5 II + Sigma 56/1.4 zum Blümchen fotografieren verwendet und ich bin davon wirklich sehr angetan. Mit dem Schwenkdisplay der E-M5 II ist das Fotografieren deutlich angenehmer und das Sigma 56/1.4 stellt wunderbar frei.

Mar
30

Dresden & Sächsische Schweiz

Vor fast zehn Jahren, im Herbst 2011, war ich eine Woche in Dresden und der Sächsischen Schweiz. Ich wollte Wandern und Fotografieren und ich erinnere mich noch gut, daß der Wetterbericht für die Woche richtig gut war. Am Wochenende habe ich mir Dresden angesehen und dann ging es weiter in die Sächsische Schweiz. Als ich dort ankam war es dann die meiste Zeit bewölkt und neblig und ich war ziemlich frustriert.

Heute habe ich mehr Erfahrung in der Nachbearbeitung von Fotos. Da ich 2011 noch keinen Blog hatte, und ich die Fotos auch nie irgendwo gepostet habe (außer in der Fotocommunity, dort bin ich aber schon lange nicht mehr aktiv), habe ich mich entschlossen, die Fotos nochmal zu bearbeiten und einen Blog-Artikel über den Urlaub zu schreiben.

Dresden ist mit etwa 560.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sachsens und die zwöftgrößte Stadt Deutschlands. Sie wird wegen seiner schönen barocken und mediterranen Architektur auch Elbflorenz genannt. Das bekannteste Gebäude Dresdens ist wohl die Frauenkirche am Neumarkt. Sie wurde zwischen 1726 und 1743 errichtet und Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört. Nach der Wende wurde sie zwischen 1994 und 2005 wieder aufgebaut.  Die Frauenkirche ist natürlich ein tolles Fotomotiv:

Die Frauenkirche und der Neumarkt:

Die Decke der Frauenkirche:

Ein weiteres architektonisches Highlight Dresdens ist die Yenizde, ein ehemaliges Fabrikgebäude einer orientalischen Zigarettenfabrik:

Noch bekannter ist natürlich die Semperoper, die unter Leitung von Manfred Semper von 1871 bis 1878 am Theaterplatz erbaut wurde. Das Gebäude wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs bei den Luftangriffen auf Dresden schwer beschädigt. Von 1977 bis 1985 wurde die Semperoper wieder aufgebaut.

Spaziert man an der Elbe entlang, hat man einen tollen Blick auf die Stadt:

 

Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges wird als Sächsische Schweiz bezeichnet. Sie befindet sich südöstlich von Dresden und die Landschaft wird von bizarren Felsformationen geprägt. Die bekannteste Touristenattraktion ist sicher die Bastei-Brücke, die sich am rechten Ufer der Elbe zwischen Rathen und Wehlen befindet. Sie wurde 1851 erbaut.:

Damals wollte ich unbedingt Lightpainting probieren. Die Felsen unterhalb der Aussichtsplattform in der Nähe der Bastei-Brücke eigneten sich recht gut dafür:

Unterhalb einer der Bastei-Aussichtsplattformen hat man einen tollen Blick auf die Elbe:

Einer der spektakulärsten Felsen ist sicher die Wehlnadel, hier mit der Taschenlampe angeleuchtet. Rechts ist die Bastei:

Ich habe damals einige Wanderungen gemacht. Leider habe ich die Fotos noch nicht in Ordner mit Ortsnamen einsortiert und ich weiß auch nicht mehr, welche Wanderungen ich gemacht habe. Deswegen nur ein paar Eindrücke von der beeindruckenden Landschaft:

Wassferfälle habe ich schon immer gerne fotografiert. Auch in der Sächsischen Schweiz gibt es einige, ich habe den Lichtenhainer Wasserfall besucht:

Ich erinnere mich noch gut, daß ich den Nebel, nachdem der Wetterbericht für die Woche durchgehend schönes Wetter angekündigt hatte, ziemlich frustierend fand. Rückblickend finde ich, daß gerade die Nebelaufnahmen etwas besonderes haben:

Mar
18

Gamsjoch

Im Hochsommer ist es mir normalerweise zu heiß zum Wandern. Letzten August gabs ein paar kühlere Tage und da hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin auf das Gamsjoch. Los ging es vom großen Wanderparkplatz in der Eng. Es gibt zwar einen recht steilen Direktanstieg aufs Gamsjoch, da ich aber Fotos machen wollte, bin ich den längeren Weg über das Hohljoch gegangen.

Die wunderschönen Ahornbäume mit der grandiosen Bergkulisse am Großen Ahornboden:

Die beeindruckenden Laliderer Wände:

Der Namenspatron des Gamsjoch:

Die neue Falkenhütte vom Hohljoch aus fotografiert:

Almidylle am Laliderer Hochleger:

Nochmal die beeindruckenden Laliderer Wände

In den letzten Jahren gab es einige Meldungen, daß Kühe Wanderer angegriffen haben. Ich habe selbst schon zweimal erlebt, daß junge Kühe auf mich zugerannt kamen. Ich kann nicht beurteilen ob die Situationen wirklich gefährlich waren, oder ob die Kühe nur neugierig waren. Beide Male habe ich mich vorsichtshalber aus dem Staub gemacht und die Kühe dann großräumig umgangen. Hier ging das nicht, aber die Kühe waren auch völlig entspannt und friedlich:

Blick auf die Gumpenspitze, dahinter die Laliderer Wände:

Am Gamsjoch gibt es Edelweiß und ich hatte das Glück, welche zu sehen:

Blick hinunter auf die fast 2200 Meter hohe Gumpenspitze:

Blick vom Westgipfel auf den Mittelgipfel:

Und zum Mahnkopf, Steinfalk und Laliderer Falk:

Blick hinunter zur Engalm:

Beim Abstieg habe ich nochmal ausgiebig Edelweiß fotografiert:

Das Wetter wurde dann doch ziemlich schnell schlechter. Die Stimmung war aber ziemlich beeindruckend:

Langsam wurde es richtig ungemütlich:

Ich war erstaunt, wie schnell die Regenwolken auf mich zukamen. Minuten später hat es sintflutartig geregnet und ein Gewitter war im Anmarsch. Ich bin so schnell wie möglich abgestiegen.