Mar
30

Dresden & Sächsische Schweiz

Vor fast zehn Jahren, im Herbst 2011, war ich eine Woche in Dresden und der Sächsischen Schweiz. Ich wollte Wandern und Fotografieren und ich erinnere mich noch gut, daß der Wetterbericht für die Woche richtig gut war. Am Wochenende habe ich mir Dresden angesehen und dann ging es weiter in die Sächsische Schweiz. Als ich dort ankam war es dann die meiste Zeit bewölkt und neblig und ich war ziemlich frustriert.

Heute habe ich mehr Erfahrung in der Nachbearbeitung von Fotos. Da ich 2011 noch keinen Blog hatte, und ich die Fotos auch nie irgendwo gepostet habe (außer in der Fotocommunity, dort bin ich aber schon lange nicht mehr aktiv), habe ich mich entschlossen, die Fotos nochmal zu bearbeiten und einen Blog-Artikel über den Urlaub zu schreiben.

Dresden ist mit etwa 560.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sachsens und die zwöftgrößte Stadt Deutschlands. Sie wird wegen seiner schönen barocken und mediterranen Architektur auch Elbflorenz genannt. Das bekannteste Gebäude Dresdens ist wohl die Frauenkirche am Neumarkt. Sie wurde zwischen 1726 und 1743 errichtet und Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört. Nach der Wende wurde sie zwischen 1994 und 2005 wieder aufgebaut.  Die Frauenkirche ist natürlich ein tolles Fotomotiv:

Die Frauenkirche und der Neumarkt:

Die Decke der Frauenkirche:

Ein weiteres architektonisches Highlight Dresdens ist die Yenizde, ein ehemaliges Fabrikgebäude einer orientalischen Zigarettenfabrik:

Noch bekannter ist natürlich die Semperoper, die unter Leitung von Manfred Semper von 1871 bis 1878 am Theaterplatz erbaut wurde. Das Gebäude wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs bei den Luftangriffen auf Dresden schwer beschädigt. Von 1977 bis 1985 wurde die Semperoper wieder aufgebaut.

Spaziert man an der Elbe entlang, hat man einen tollen Blick auf die Stadt:

 

Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges wird als Sächsische Schweiz bezeichnet. Sie befindet sich südöstlich von Dresden und die Landschaft wird von bizarren Felsformationen geprägt. Die bekannteste Touristenattraktion ist sicher die Bastei-Brücke, die sich am rechten Ufer der Elbe zwischen Rathen und Wehlen befindet. Sie wurde 1851 erbaut.:

Damals wollte ich unbedingt Lightpainting probieren. Die Felsen unterhalb der Aussichtsplattform in der Nähe der Bastei-Brücke eigneten sich recht gut dafür:

Unterhalb einer der Bastei-Aussichtsplattformen hat man einen tollen Blick auf die Elbe:

Einer der spektakulärsten Felsen ist sicher die Wehlnadel, hier mit der Taschenlampe angeleuchtet. Rechts ist die Bastei:

Ich habe damals einige Wanderungen gemacht. Leider habe ich die Fotos noch nicht in Ordner mit Ortsnamen einsortiert und ich weiß auch nicht mehr, welche Wanderungen ich gemacht habe. Deswegen nur ein paar Eindrücke von der beeindruckenden Landschaft:

Wassferfälle habe ich schon immer gerne fotografiert. Auch in der Sächsischen Schweiz gibt es einige, ich habe den Lichtenhainer Wasserfall besucht:

Ich erinnere mich noch gut, daß ich den Nebel, nachdem der Wetterbericht für die Woche durchgehend schönes Wetter angekündigt hatte, ziemlich frustierend fand. Rückblickend finde ich, daß gerade die Nebelaufnahmen etwas besonderes haben:

Mar
18

Gamsjoch

Im Hochsommer ist es mir normalerweise zu heiß zum Wandern. Letzten August gabs ein paar kühlere Tage und da hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin auf das Gamsjoch. Los ging es vom großen Wanderparkplatz in der Eng. Es gibt zwar einen recht steilen Direktanstieg aufs Gamsjoch, da ich aber Fotos machen wollte, bin ich den längeren Weg über das Hohljoch gegangen.

Die wunderschönen Ahornbäume mit der grandiosen Bergkulisse am Großen Ahornboden:

Die beeindruckenden Laliderer Wände:

Der Namenspatron des Gamsjoch:

Die neue Falkenhütte vom Hohljoch aus fotografiert:

Almidylle am Laliderer Hochleger:

Nochmal die beeindruckenden Laliderer Wände

In den letzten Jahren gab es einige Meldungen, daß Kühe Wanderer angegriffen haben. Ich habe selbst schon zweimal erlebt, daß junge Kühe auf mich zugerannt kamen. Ich kann nicht beurteilen ob die Situationen wirklich gefährlich waren, oder ob die Kühe nur neugierig waren. Beide Male habe ich mich vorsichtshalber aus dem Staub gemacht und die Kühe dann großräumig umgangen. Hier ging das nicht, aber die Kühe waren auch völlig entspannt und friedlich:

Blick auf die Gumpenspitze, dahinter die Laliderer Wände:

Am Gamsjoch gibt es Edelweiß und ich hatte das Glück, welche zu sehen:

Blick hinunter auf die fast 2200 Meter hohe Gumpenspitze:

Blick vom Westgipfel auf den Mittelgipfel:

Und zum Mahnkopf, Steinfalk und Laliderer Falk:

Blick hinunter zur Engalm:

Beim Abstieg habe ich nochmal ausgiebig Edelweiß fotografiert:

Das Wetter wurde dann doch ziemlich schnell schlechter. Die Stimmung war aber ziemlich beeindruckend:

Langsam wurde es richtig ungemütlich:

Ich war erstaunt, wie schnell die Regenwolken auf mich zukamen. Minuten später hat es sintflutartig geregnet und ein Gewitter war im Anmarsch. Ich bin so schnell wie möglich abgestiegen.

Mar
15

Rubihorn

Eine der schönsten Wanderungen, die ich letztes Jahr gemacht habe, war die Tour aufs Rubihorn bei Oberstdorf. Los ging es vom Wanderparkplatz bei Reichenbach. Der Tobelweg ist ein erstes Highlight:

Nach knapp zwei Stunden erreicht man den unteren Gaisalpsee:

Gaisalpsee und das Rubihorn im Hintergrund:

Die Alpenrosen blühten auch noch:

Am Gaisalpsee habe ich erstmal eine ausgiebige Pause gemacht und die wunderschöne Landschaft genossen. Im weiteren Verlauf wird der Weg steiler und im Gipfelbereich sollte man trittsicher sein.

Blick zurück auf den Gaisalpsee:

Blick auf Oberstdorf von kurz unterhalb des Gipfels:

Blick vom Gipfel auf den unteren Gaisalpsee:

Leider wars am Gipfel ziemlich voll und das Wetter wurde auch schlechter, drum bin ich nur kurz geblieben und habe weiter unten Brotzeit gemacht.

Blick Richtung Nebelhorn beim Abstieg:

Alpenrosen auf dem Weg zurück zum Gaisalpsee:

Man kann den Tobelweg zwar auch umgehen, aber ich wollte noch ein paar Fotos von den Wasserfällen machen:

Die Tour aufs Rubihorn ist wirklich abwechslungsreich und nicht besonders schwierig (im Gipfelbereich sollte man trittsicher sein). Der einzige Nachteil ist, daß das leider auch viele andere wissen, einsam ist die Tour leider nicht.

Jan
13

Herzogstand-Heimgarten Überschreitung

Die Herzogstand-Heimgarten Überschreitung habe ich schon ein paarmal gemacht, auch im Winter. Anfang 2021 habe ich die Tour mal wieder gemacht, diesmal aber vom Heimgarten zum Herzogstand. Ausgangspunkt war der Parkplatz der Herzogstandbahn, die wegen Corona aber nicht fuhr. Im Tal hing der Nebel:

Nach ein paar hundert Höhenmetern war ich dann aber über den Wolken und hatte einen schönen Blick auf den Herzogstand und den Grat:

Vom Gipfel aus hat man einen tollen Blick auf den Herzogstand und den Gratverlauf:

Blick in die andere Richtung:

Am Heimgarten-Gipfel saßen schon ein paar Leute, aber wirklich voll war es nicht und man konnte problemlos ausreichend Abstand halten. Ich habe erstmal Brotzeit gemacht und dann die Grödeln angezogen (wären im Nachhinein auch beim Aufstieg schon ganz praktisch gewesen, aber da bin ich noch ohne gegangen). Der Weg war wunderbar zu gehen, es lag kaum Schnee und der Schnee war recht griffig:

Blick vom Schlehdorfer Kreuz zum Herzogstand und den weiteren Gratverlauf:

Ab und zu gibt es auch mal leicht ausgesetzte Stellen, die aber durch Seile gesichert sind:

Blick ins Tal. Die Wolken hingen hartnäckig zwischen den Bergen:

Geschafft! Blick zurück zum Heimgarten. Der Gratverlauf ist gut zu erkennen:

Blick vom Gipfelkreuz des Herzogstand Richtung Jochberg:

Der steile Abstieg vom Herzogstand-Haus zur Talstation der Herzogstand-Bahn hat dann keinen Spaß mehr gemacht. Der Weg war vollkommen vereist und ohne Grödeln wäre er nicht zu gehen gewesen. Im unteren Teil ging es wieder durch den Nebel:

Die Tour ist natürlich auch im Sommer schön, aber im Winter gefällt sie mir noch besser. Weniger überlaufen und den Grat kann man zumindest bei wenig Schnee auch problemlos im Winter gehen. Grödeln sollte man aber unbedingt dabei haben. Sowohl der Aufstieg auf den Heimgarten, als auch der Abstieg vom Herzogstand waren ziemlich vereist.

Oct
12

Fotografieren mit dem Smartphone

Anfang Oktober haben Uli und ich einen Ausflug zum Chiemsee gemacht. Wir haben beide nicht daran gedacht, unsere Fotosachen mitzunehmen. Und dann kam es natürlich, wie es kommen mußte, wenn man kein Fotozeug dabei hat: es gab einen richtig genialen Sonnenuntergang.

Ich fotografiere nicht wirklich gerne mit dem Smartphone. Ich will einfach eine richtige Kamera in der Hand halten, alles in Ruhe so einstellen, wie ich es haben will, durch den Sucher schauen, und dann ein Bild machen. Das alles kann ich mit dem Smartphone nicht. Und dazu kommt noch, daß die Bilder von meinem Samsung Galaxy S7 völlig überschärft und viel zu bunt sind.

Ich hab dann panisch gegoogelt wie man mit dem S7 im RAW Format fotografieren kann, um wenigstens etwas mehr Spielraum beim Bearbeiten zu haben. Es geht tatsächlich, nur habe ich leider daheim rausgefunden, daß die RAWs nur im Pro Modus aufgenommen werden. Das wußte ich leider nicht, ich mußte also mit den JPEGs leben.

Das Spektakel beginnt:

So einen Himmel habe ich selten gesehen:

Alle Bilder sind Panoramen, die ich dann daheim am PC zusammengesetzt habe. Was leider gar nicht so einfach war: der Weißabgleich war bei jedem Bild anders und hat mir bei keinem Bild wirklich gefallen. Die Farben waren teilweise viel zu knallig (und sind es bei dem Bild oben eigentlich immer noch). Zum Glück war von den überschärften Kanten bei den Bildern relativ wenig zu sehen.

Mein persönlicher Favorit:

Die Bildqualität des S7 ist gar nicht so schlecht, selbst in 100% Ansicht sehen die Bilder durchaus recht brauchbar aus. Wirklich überzeugt hat mich das Fotografieren mit dem Smartphone zwar nicht, aber zumindest weiß ich jetzt, daß man im Notfall auch mit dem Smartphone ziemlich gute Bilder machen kann.