Apr
1

Rund um die Rotwand

Die Umrundung der Rotwand ist eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour im Rosengarten-Massiv. Ausgangspunkt ist die Frommer Alm. Von dort geht es erstmal gemütlich mit dem König Laurin Sessellift zur Kölner Hütte auf 2339 Mete Höhe. Hinter der Hütte muß man erstmal eine mit Drahtseilen versicherte Felsstufe hinaufkraxeln:

Blick aufs Latemar:

Nach der Felsstufe steht man vor fast senkrechten Wänden und ich habe mich erstmal gefragt wie man da weiterkommen soll. Das ganze schaut doch recht grimmig aus. Der Weg hinauf aufs Tschagerjoch (dem mit 2630 Metern höchsten Punkt der Tour) führt durch eine steile Rinne, die zwar anstrengend zu gehen ist, aber nicht weiter schwierig. Oben angekommen hat man einen fantastische Blick:

Ab hier ist dann einfach Genußwandern angesagt. Die Landschaft ist absolut beeindruckend:

Der Aufstieg zum Passo della Zigolade (mit 2550 Metern der zweithöchste Punkt der Tour) ist nochmal etwas anstrengend. Blick vom Pass:

Beim Abstieg Richtung Rotwandhütte kommt man noch an diesem interessanten Felstor vorbei:

Blick auf die Rotwand:

Die wunderbar gelegene Rotwandhütte mit der markanten Rotwand im Hintergrund:

Unterhalb der beeindruckenden Rosengartenwände geht es dann auf dem Hirzelweg zurück Richtung Kölner Hütte:

Blick ins Tal. Ganz links ist ein Tel des Latemar zu sehen:

Geschafft. Die Kölner Hütte und der König Laurin Lift, mit dem es wieder gemütlich hinab zur Frommer Alm geht:

Den vielleicht schönsten Blick auf das Rosengarten-Massiv hat man vom Wuhnleger, einem kleinen Speichersee oberhalb von Tiers. Von St. Zyprian aus ist man in etwa einer Dreiviertelstunde beim Wuhnleger. Der Weg ist nicht schwierig und der Blick auf den Rosengarten beeindruckend:

Etwas unterhalb des Wuhnlegers:

Der Rosengarten ist für sein schönes Alpenglühen bekannt. Ich war zweimal dort, beim zweiten Mal haben die atmosphärischen Bedingungen perfekt gepaßt und die Berge wurden wunderbar rot angeleuchtet:

Mar
8

Mittenwalder Höhenweg

Der Mittenwalder Höhenweg ist einer der Klassiker in den Bayerischen Alpen. Aussichtsreich führt der Klettersteig entlang des Grates von der Westlichen Karwendelspitze zum Brunnsteinanger. Meistens wird der Mittenwalder Höhenweg in diese Richtung begangen, da man mit Hilfe der Karwendelbahn auf die westliche Karwendelspitze fahren kann, und sich so einiges an Höhenmetern spart. Ich bin dieses Mal aber von Mittenwald zum Brunnsteinanger aufgestiegen und den Weg in die entgegengesetzte Richtung gegangen, da man dann mit der Karwendenbahn runter fahren kann, und sich den langen Abstieg spart.

Von Mittenwald aus bin ich über den Leitersteig zur Brunnsteinhütte aufgestiegen. Von der Hütte hat man einen schönen Blick hinab ins Tal und auf die Mittenwalder Berge:

Der Weg wird jetzt etwas steiler, aber der Ausblick entschädigt für alle Mühen:

Am Brunnsteinanger angekommen, kann man entweder noch einen Abstecher zur Brunnsteinspitze machen (gut 100 Höhenmeter) oder Richtung Kirchlspitze weitergehen:

Blick zur Brunnsteinpitze:

Da ich doch schon einige Höhenmeter hinter mir hatte und der Mittenwalder Höhenweg recht lang ist, habe ich mir den Abstecher gespart.

Blick Richtung Kirchlspitze:

Hier beginnt der eigentliche Klettersteig:

Blick zurück auf den Grat:

Blick auf die felsigen Karwendelberge:

Der Mittenwalder Höhenweg ist bestens gesichert und nicht wirklich schwierig. Diese Leiter hat ihre besten Tage aber wohl schon hinter sich:

Blick zurück auf die eindrucksvolle Felskulisse:

Nochmal eine kurze Pause mit fantastischer Aussicht, bevor es weiter zur Karwendelbahn geht:

Das Wetter im Gebirge kann sich oft recht schnell ändern. Innerhalb weniger Minuten zog Nebel auf:

Der Nebel wurde immer dichter, die Sichtweite betrug nur noch wenige Meter:

Zum Glück wars nicht mehr weit zur Bergstation der Karwendelbahn.

Der Mittenwalder Höhenweg ist völlig zu Recht ein Klassiker! Die Aussicht ist traumhaft und der Klettersteig ist nie langweilig und nicht schwierig. Allerdings ist der Steig recht lang und in dieser Richtung muß man erstmal 1400 Höhenmeter aufsteigen und dann kommt noch einiges an Höhenmetern durch das Auf und Ab entlang des Grates hinzu. Dafür spart man sich den langen Abstieg am Ende.

Feb
17

Schlittenhunderennen Wallgau 2019

Das Schlittenhunderennen in Wallgau fand dieses Jahr Mitte Februar statt. Schnee hatte es dieses Mal genug, es war allerdings recht warm, was für die Hunde und auch die Fotografen eher unangenehm ist. Außerdem war wohl halb München Richtung Berge unterwegs und irgendwo waren wohl auch Ferien, jedenfalls brauchten wir doch eher zweieinhalb Stunden nach Wallgau, statt den normalen eineinhalb Stunden.

Fototechnisch hatte ich meine D610 mit dem Sigma 120-300/2.8 OS dabei, die meisten Bilder habe ich dann aber mit dem Nikon 24-120/4 gemacht, da ich mal etwas weitwinkligere Aufnahmen machen wollte. Gute Fotos waren leider eine wirkliche Herausforderungen weil wegen dem schönen Wetter viele Leute spazieren gegangen sind und man kaum mal ein Bild ohne Leute im Hintergrund machen konnte, auch abseits von Start und Ziel. Ein paar gute Fotos sind mir aber doch gelungen:

Perfektes Wetter, eine beeindruckende Bergkulisse, ein tolles Schlittenhunderennen, was will man mehr?

Feb
15

Rund um Oberstdorf

Letztes Jahr habe ich zwei wunderbare Bergtouren in den Allgäuer Alpen in der Nähe von Oberstdorf gemacht. Den Anfang machte der aussichtsreiche Höhenweg von der Nebelhornbahn zum Laufbacher Eck. In 2000 Metern Höhe wandert man aussichtsreich entlang steiler Grashänge. Los geht’s an der Station Höfatsblick. Der Blick auf auf den Seealpsee und die Allgäuer Berge ist beeindruckend:

Der Blick vom Laufbacher Eck auf die Höfats ist wirklich beeindruckend:

Das Wetter war zu Beginn sonnig, dann zog Hochnebel auf, der sich aber zum Glück recht schnell wieder verzog:

Der Weg ist sehr abwechslungsreich und die Landschaft bietet immer wieder neue Fotomotive:

Die Höfats fotografiert beim Abstieg vom Himmelecksattel:

Neben der Höfats ist auch der Blick auf den Schneck und seine steile Ostwand sehr beeindruckend.  Vom Himmelecksattel geht’s steil hinunter Richtung Käseralpe.

Kühe unterhalb der Käseralpe:

Auf dem Weg zum Oytalhaus kommt man noch an einem beeindruckenden Wasserfall vorbei:

Beim Oytalhaus habe ich dann erstmal Brotzeit gemacht. Die hausgemachte Bratwurst war richtig lecker.

Als weiteres Highlight kann man sich beim Oytalhaus Roller mieten und gemütlich ins Tal rollen:

Die Tour ist sehr abwechslungsreich, die Landschaft ist großartig und daß man am Ende noch mit dem Roller gemütlich ins Tal kommt ist einfach genial!

Als nächstes bin ich von der Mittelstation der Fellhornbahn über den Krumbacher Höhenweg zur Mindelheimer Hütte gelaufen.  Die Tour beginnt recht gemütlich, man läuft fast eben dahin, mit tollem Blick auf die Allgäuer Berge:

Nach etwa eineinhalb Stunden kam ich an der verfallenen Kühgrundalpe an und war erstmal etwas geschockt daß dort auf einem Wegweiser stand, daß es noch vier Stunden bis zur Mindelheimer Hütte sind. In der Zwischenzeit war es schon fast elf und ich hatte doch ernsthafte Bedenken, das überhaupt zu schaffen, weil ich ja wieder zurück und auch noch absteigen mußte. Ich habe mich dann entschieden, einfach weiterzugehen und spätestens um drei umzukehren.

Die Landschaft entlang des Krumbacher Höhenweges ist recht beeindruckend:

Nachdem ich dann doch ziemlich aufs Gas gedrückt habe, war ich nach gut zweieinhalb Stunden bei der Mindelheimer Hütte:

Nach einer kurzen Pause mit Brotzeit gings den Krumbacher Höhenweg wieder zurück bis zur Taufersbergalpe. Der Ausblick auf die Berge ist am Nachmittag noch schöner:

An der Taufersbergalpe gabelt sich der Weg und man kann entweder zurück zur Fellhornbahn laufen oder den Birgsauer Höhenweg nehmen und dann nach Birgsau absteigen. Das habe ich gemacht. Ein Highlight beim Abstieg ist der wunderbar gelegene Guggersee:

Danach geht’s in vielen Serpentinen Richtung Tal. Von Birgsau fahren Busse zum Parkplatz der Fellhornbahn. Ich bin aber lieber gelaufen, um noch ein paar Fotos zu machen:

Oberstdorf am Abend:

Jan
27

Drei Gipfel Tour

Die Überschreitung der Ammergauer Hochplatte war eine der beeindruckensten Touren, die ich letzes Jahr gemacht habe. Ausgangspunkt war die Almwirtschaft Ammerwald kurz hinter der österreichischen Grenze. Zuerst geht es an einem Bach entlang durch das wildromantische Roggental:

Am Ende des Tals gabelt sich der Weg. Beide Wege führen auf die Hochplatte, ich habe den rechten Richtung Weitalpjoch genommen. Über Karrenfelder geht es zu einer etwas ausgesetzten Stelle, die aber gut gesichert ist:

Kurz unterhalb des Gipfels kommt man an einer Wiesenmulde, dem sogenannten Gamsangerl, vorbei. Ich hatte das Glück, dort tatsächlich Gämsen zu sehen:

Von dort sind es nur noch ein paar Minuten zum Gipfel, von dem man einen beeindruckenden Blick hat:

Der Gipfelgrat sieht auf dem Foto noch nicht allzu schwierig aus. Er ist aber nicht ganz ohne, teilweise ist der Grat recht schmal und ausgesetzt und stellenweise auch mit Seilen versichert. Der kurze Klettersteig ist zwar nicht schwierig, aber es geht ganz schön runter. Ich hatte deshalb ein Klettersteigset eingepackt und war froh, daß ich dort nicht ungesichert gehen mußte.

Die wilde Felslandschaft ist richtig beeindruckend:

Das Fensterl:

Von hier kann man zur Kenzenhütte absteigen. Eigentlich hätte ich den Tag jetzt gemütlich ausklingen lassen können und wieder nach Ammerwald absteigen können. Da es aber vom Fensterl nur etwa eine halbe Stunde auf den Gipfel der Krähe ist, hab ich sie auch noch mitgenommen.

Der Gipfel der Krähe:

Blick vom Gipfel der Krähe Richtung Forggensee:

Das Gipfelkreuz mit der Ammergauer Hochplatte im Hintergrund:

Zurück am Fensterl hatte ich noch immer nicht genug. Von dort sind es nur etwa 100 Höhenmeter auf den Gipfel der Hochblasse. Man kommt dort allerdings nur weglos und mit etwas (unschwieriger) Kraxelei hinauf. Der Blick auf die umliegenden Berge ist recht beeindruckend:

Nach der langen Überquerung der Hochplatte, und zwei weiteren Gipfeln, hatte ich genug und bin wieder Richtung Roggental abgestiegen. Und durfte noch ein weiteres Highlight erleben. Neben dem Weg grasten in relativ geringer Entfernung Gämsen:

Leider kamen dann noch einige weitere Wanderer den Weg hinunter und die Gämsen verschwanden in die Felswände.

Fast zurück bei der Almwirtschaft Ammerwald hat man dann nochmal einen tollen Blick auf die Geierköpfe: