Nov
17

Edinburgh Zoo

Den letzten Tag unseres Urlaubs haben wir in Edinburgh verbracht. Je nach Wetter wollten wir uns entweder die Stadt oder den Zoo anschauen. Nach einer Woche Sonne kündigte der Wetterbericht Regen an und wir entschieden uns für den Zoo.  Die große Attraktion des Zoos ist der Panda, der allerdings völlig unkooperativ mit dem Rücken zu uns da saß und Bambus fraß.  Den wer hat mehr Geduld Wettbewerb gaben wir ziemlich schnell auf und schauten uns den Rest des Zoos an.

Der Zoo hat ein recht großes Pinguin-Gehege. Dort gibt es einige Felsen auf die die Pinguine klettern und von denen sie immer wieder ins Wasser springen. Ich fand vor allem die Königspinguine interessant, die man aus unmittelbarer Nähe fotografieren konnte:

Die Otter fanden wir richtig süß, leider war es recht schwierig sie zu fotografieren und nach kurzer Zeit haben sie ich dann verzogen:

Ein wildes Eichhörnchen:

Eine Lemurfamilie:

Am meisten angetan haben es uns die Erdmännchen, bei denen wir ziemlich viel Zeit verbracht haben. Man kann sie super beobachten und auch fotografieren:

In jeder Familie gibt es mal ein paar Unstimmigkeiten:

Wer kennt das Gefühl?

Erdmännchen-Familie:

Der Zoo hat uns super gefallen, er ist sehr schön angelegt und man kann dort auch gut fotografieren. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Nov
7

Bass Rock

Das eindrucksvollste Erlebnis unseres England-Urlaubs war die Bootsfahrt um den Bass Rock bei North Berwick. Bass Rock ist eine heute unbewohnte Insel vor der Küste der schottischen Region East Lothian nahe der schottisch-englischen Grenze. Die Insel beherbergt eine der größten Basstölpel-Kolonien weltweit, Basstölpel sind nach der Insel benannt. In der etwa 40 km von Edinburgh entfernten Stadt North Berwick befindet sich das Scottish Seabird Centre, dort kann man Rundfahrten um den Bass Rock buchen und dort legen auch die Boote ab.

Bunte Häuser nahe des Hafens von North Berwick:

Das Scotthis Seabird Centre:

Blick vom Hafen in unmittelbarer Nähe des Scottish Seabird Centre. Hier legen die Boote zum Bass Rock ab:

Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Bei Regen ist es sicher nicht so angenehm im offenen Boot zu sitzen:

Bass Rock ist ein gigantischer Felsklotz mitten im Ozean:

Auf dem Bild kann man schon die unglaubliche Anzahl an Basstölpeln auf der Insel erkennen. Sie nisten fast überall an den steilen Klippen:

Wirklich gute Portraits der Basstölpel kann man vom Boot aus eher nicht machen:

Aber es ist einfach beeindruckend wie viele Vögel auf der Insel nisten und über der Insel kreisen:

Basstölpel auf den Klippen knapp überhalb des Wassers:

Der Himmel voller Basstölpel:

Es gibt auch (wenige) Fahrten mit Aufenthalt auf der Insel, die man aber vorher buchen muß. Da wir spontan zum Bass Rock gefahren sind, konnten wir nur um die Insel fahren, was aber auch schon ein wirklich beeindruckendes Erlebnis war!

Oct
21

Staple Island

Die Farne Islands sind eine Inselgruppe aus 15 bis 20 Inseln (je nach Gezeitenstand sind einige unter Wasser). Sie teilen sich in zwei Gruppen: die inneren Inseln, deren Hauptinsel Inner Farne ist, und die äußere Gruppe, deren Hauptinsel Staple Island ist. Besuchen kann man sowohl Inner Farne als auch Staple Island. Die Bootstouren nach Inner Farne und Staple Island dauern beide etwa zweieinhalb Stunden, davon verbringt man  eine Stunde auf der Insel. Es gibt auch eine längere Tour zu beiden Inseln, man verbringt dann je zwei Stunden auf jeder Insel. Wir waren sowohl auf Inner Farne, als auch auf Staple Island. Zuerst waren wir nicht so davon angetan, die lange Bootsfahrt (man fährt jedesmal zu beiden Inseln, landet dann aber nur an einer) mehrmals zu machen, aber im Nachhinein muß ich sagen daß die Fahrten nie langweilig waren und man doch immer wieder neue Eindrücke gesammelt hat.

Neben Unmengen an Seevögeln sieht man während der Fahrten auch Robben an den Ufern der Inseln:

Wie auch schon auf Inner Farne ist die unglaubliche Anzahl an Vögeln auf Staple Island einfach beeindruckend:

Während Inner Farne eher grün ist, ist Staple Island ziemlich felsig:

Sowohl auf Inner Farne als auch auf Staple Island kommt man nicht allzu nah an die Papageientaucher heran. Etwas Brennweite ist schon erforderlich, um gute Fotos zu machen. Wir hatten das Sigma 100-400 an der Nikon D7200 dabei. Manchmal hätten wir uns mehr Brennweite gewünscht, aber es sind uns doch einige gute Fotos mit der Kombi gelungen. Die ersten Papageientaucher sieht man schon direkt am Anleger:

Mit etwas Geduld kann man tolle Fotos machen:

Neben Papageientauchern gibt es auch unzählige Trottellummen auf Staple Island. Ich habe einige Zeit bei den Trottellummen verbracht und sie beobachtet. EIne Trottellumme im Flug:

Ein paar Momente später: ob die Landung wohl gutgeht?

Das ganze endete dann in einem ziemlichen Durcheinander und Gekreische. Die Felsen sind so dicht mit Trotellummen besetzt, daß jede Landung in einem Chaos endet.

Neben Trotellummen gibt es auch Möwen, die wohl eher kein wirklich freundschaftliches Verhältnis mit den Lummen pflegen:

Landschaftlich fand ich Staple Island sehr beeindruckend. Zwei Möwen vor den mit bunten Flechten bewachsenen Felsen:

Nochmal zwei Möwen mit einer etwas anderen Freizeitgestaltung:

Aber das Highlight der Insel sind natürlich die Papageientaucher:

Man sieht auf Staple Island jede Menge:

Uli bei den Papageientauchern:

Man muß diese eleganten, majestätischen Vögel einfach lieben:

Bilder mit offenen Flügeln zu machen ist ein Geduldsspiel: man sitzt halt da und wartet, meistens nimmt man irgendwann das Objektiv runter und genau dann öffnet der Papageientaucher seine Flügel. Man reißt das Objektiv hoch und hat den entscheidenden Moment verpaßt oder man hat ein total unscharfes Foto. Ist mir ziemlich oft passiert. Aber ein paarmal hatte ich auch Glück und konnte genau im richtigen Moment ein Foto machen:

Auch auf Staple Island gibt es einige grüne Stellen:

Möwen sind eigentlich überall auf Staple Island. Auch die Papageientaucher scheinen nicht besonders begeistert von den deutlich größeren Möwen zu sein:

Die Zeit auf Staple Island verging wie im Flug, viel zu bald mußten wir die Insel dann wieder verlassen.

 

Sep
23

Inner Farne

Die Farnes Islands vor der Küste von Northumberland sind eine großartige Möglichkeit, Papageientaucher zu beobachten und zu fotografieren. Die Inseln sind gut per Boot zu erreichen und es gibt deutlich mehr Überfahrten als z.B. nach Skomer Island oder Skellig Michael. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, daß es auf den Inseln ziemlich voll ist, und man auch nicht so nah an die Papageientaucher herankommt.

Die Boote zu den Farne Islands fahren am kleinen Ort Seahouses nahe Bamburgh ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Touren nach Inner Farne oder Staple Island, die insgesamt zweieinhalb Stunden dauern, von denen man eine Stunde auf der Insel verbringt. Oder eine lange Tour die  insgesamt sechs Stunden dauert, und man je zwei Stunden auf Inner Farne und Staple Island verbringt. Die lange Tour eignet sich natürlich besser für Fotografen, da man deutlich mehr Zeit auf den Inseln verbringt.

Eines der Boote zu den Farne Islands:

Die Boote fahren nicht direkt zu den Inseln, sondern zuerst an den verschiedenen Inseln vorbei. Es ist sehr beeindruckend, die Inseln mit den unzähligen Vögeln vom Meer aus zu sehen:

Am Ufer sieht man auch Robben-Kolonien:

Ich habe mich etwas gewundert warum in den Broschüren und beim Tickets kaufen empfohlen wird, unbedingt eine Kopfbedeckung mitzunehmen. Nach der Landung auf Inner Farne wird uns schnell klar, daß eine Kopfbedeckung wirklich nötig ist. Direkt neben den Wegen brüten Seeschwalben, die sich natürlich von den vielen Leuten gestört fühlen. Die Seeschwalben versuchen die Besucher zu verjagen, in dem sie ihnen auf den Kopf picken:

Die Landschaft auf Inner Farne und die riesige Anzahl an Seevögeln ist wirklich beeindruckend:

Es gibt unzählige Papageientaucher auf der Insel:

So nah wie auf Skellig Michael oder Skomer Island kommt man allerdings nicht an sie heran, was vermutlich einfach an der recht großen Zahl an Besuchern liegt. Hier hatte ich mal Glück und konnte zwei  aus der Nähe fotografieren:

Mit etwas Geduld kann man schöne Fotos der Vögel mit offenen Flügeln machen. Das im Hintergrund ist allerdings kein Wasserfall:

Es gibt auf Inner Farne recht viele Blumen, allerdings keine Bluebells:

Papageientaucher mit Meer im Hintergrund:

Papageientaucher sind ein recht dankbares Fotomotiv: man kommt recht nah an die Vögel heran und die kleinen Clowns schauen einfach süß aus. Ganz anders sieht es allerdings bei fliegenden Papageientauchern aus. Mit ihren kurzen Flügeln schießen sie unglaublich schnell durch die Luft, das ganze erinnert eigentlich eher an einen kontrollierten Absturz. Ein wirklich gutes Foto hinzubekommen ist eine riesige Herausforderung und wirklich gelungen ist es mir nicht. Hier eine kleine Auswahl meiner besten Fotos:

Sep
16

Northumberland

Nachdem unser Besuch bei den Papageientauchern auf Skellig Michael letztes Jahr ziemlich ins Wasser gefallen ist, wollten wir dieses Jahr an Pfingsten nochmal Papageientaucher fotografieren. Da wir dieses Jahr nur eine Woche Zeit hatten, haben wir uns für die Farne Islands entschieden, die von Edinburgh aus gut zu erreichen sind, und zu denen auch deutlich mehr Boote fahren.

Gewohnt haben wir in einem schönen Häuschen in Fenham Le Moor, etwa auf halben Weg von Edinburgh nach Newcastle in der Grafschaft Northumberland in England:

Blick vom Haus zum Meer:

Der Strand bei Ebbe:

Die Linksfahrerei fiel mir diesmal wesentlich leichter als bei unserem ersten Urlaub mit Linksverkehr in Irland. Die Strecke vom Flughafen bei Edinburgh nach Fenham Le Moor ist aber auch recht gut zu fahren, fast durchgängig Autobahn.

Die Gezeiteninsel Holy Island ist nur ein paar Kilometer von Fenham Le Moor entfernt. Bei Ebbe kann man mit dem Auto dorthin fahren, bei Flut ist die Straße überlutet:

Als wir an der Straße nach Holy Island ankamen, war sie noch etwas überspült und der Nebel sorgte für eine tolle Stimmung:

Einige Besucher der Insel wollten nicht mehr länger warten und fuhren durch das Meer zurück ans Festland:

Der irische Mönch St. Aidan gründete im 7. Jahrhundert auf Holy Island das Kloster Lindisfarne, von dem nur noch Ruinen erhalten sind:

Die beeindruckende Ruine der Burg Lindisfarne wurde leider gerade renoviert, deswegen haben wir uns den Weg dorthin gespart und sind noch etwas am schönen Strand spazieren gegangen:

Uli beim fotografieren:

Nur wenige Kilometer südlich von Fenham Le Moor befindet sich das bekannte Bamburgh Castle. Bamburgh hat aber auch einen recht schönen Strand:

Die beeindruckende Burg:

Am einzigen Tag an dem es geregnet hat (aber auch nicht durchgehend), sind wir nach Roughting Linn gefahren, um den Wasserfall dort zu fotografieren. Auf dem Weg zum Wasserfall haben wir dann massenhaft Atlantische Hasenglöckchen (engl. Bluebells) gesehen:

Auf dem Weg zum Wasserfall sind wir dann durch einen richtig faszinierenden Urwald:

Leider war der Wasserfall selber dann eher enttäuschend:

Es war recht trocken und der Bach führte kaum Wasser, so daß der Wasserfall doch etwas unspektakulär aussah. Wir haben nur ein paar Bilder gemacht und uns dann entschieden, noch etwas die Gegend zu erkunden:

Noch etwas weiter südlich liegt die schöne Stadt Alnwick. Dort befindet sich Alnwick Castle, der nach Windsor Castle zweitgrößte Adelssitz Englands und Kulisse zahlreicher Filme. Sehenswert ist auch Alnwick Garden, ein großer Park. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Garten kommt man an diesem schönen Cafe vorbei:

Der Garten selbst ist sehr schön angelegt:

Sogar ein paar Schwäne mit Jungen konnten wir dort fotografieren:

Alnwick selbst ist auch recht nett, hier der historische Marktplatz:

Am Abend haben wir dann noch beim Schloß Picknick gemacht: